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·10 de março de 2026

Premier League = Super League? – 3 Thesen zur Champions League

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Es geht ans Eingemachte – nach der Playoff-Zwischenrunde sind im Achtelfinale der Champions League wieder alle großen Teams mit dabei. Dabei stellt sich auch die Frage, wie groß die Übermacht der Premier League inzwischen geworden ist.

Zu den Hinspielen des Champions-League-Achtelfinal-Spiele formuliert Jakob Haffke drei mehr oder minder steile Thesen zu den anstehenden Partien und dem generellen Geschehen in der Königsklasse.


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1. Chelsea mit guter Ausgangsposition ins Rückspiel?

Am Mittwochabend empfängt Paris Saint-Germain im Parc des Princes Chelsea. Somit treffen diese beiden Teams erstmals seit dem Finale der Klub-WM im Juli wieder aufeinander. Damals schlug Chelsea PSG überraschend deutlich mit 3:0. Dieses Mal sind zumindest die Vorzeichen deutlich verändert. Paris tut sich die gesamte Saison über schwer. Die Leichtigkeit der ersten Jahreshälfte 2025, die die Pariser bis zum Triumph in der Champions League trug, scheint völlig verflogen. In einzelnen Spielen deutet das Team von Luis Enrique immer wieder sein Potenzial an. Doch kurz darauf folgt meist der nächste Rückschlag. So ist PSG in der heimischen Liga zwar Erster, ließ aber am Freitag gegen Monaco mal wieder Punkte liegen und ließ Lens wieder bis auf einen Punkt herankommen.

Luis Enrique hat dabei in allen Mannschaftsteilen viel Arbeit zu leisten. Die Defensive ist sehr anfällig, weder Neuzugang Illya Zabarnyi, noch Kapitän Marquinhos, können der Viererkette momentan die dringend benötigte Stabilität geben. Im Mittelfeld fehlt Fabian Ruiz als Balancespieler an allen Ecken und Enden. Und im Angriff werden Désiré Doué, Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia praktisch seit Saisonbeginn nicht richtig fit. Bradley Barcola ist zwar der beste Pariser Torschütze in der Ligue 1, vergibt aber viel zu viele Chancen und ist in der Champions League seit Februar 2025 ohne Treffer.

Chelsea hingegen verlor seit dem Trainerwechsel zu Liam Rosenior erst drei Spiele, diese drei Niederlagen gab es aber allesamt gegen Mikel Artetas Arsenal. Zwar gibt es auch unter Rosenior weiterhin zu viele Karten für Disziplinlosigkeiten, doch die grundsätzliche Entwicklung stimmt. Vor allem Angreifer Joao Pedro befindet sich seit Wochen in bestechender Form. Der Brasilianer sammelte in 2026 bereits elf Tore und fünf Vorlagen. Auch Cole Palmer findet nach Verletzungsproblemen immer mehr seine Form. Dazu sieht Roseniors bisherige Bilanz gegen PSG durchaus vielversprechend aus. Nur eines von drei Spielen verlor der Londoner mit Strasbourg gegen den französischen Rekordmeister.

Meine These daher: Chelsea besteht im Parc des Princes und erspielt sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel.

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Foto: Getty Images

2. Setzt sich Reals Misere gegen City fort?

Same procedure as last year? Same procedure as every year! Mal wieder treffen Real Madrid und Manchester City in der Champions League aufeinander. Zum 12. Mal in den letzten sechs Jahren spielen die beiden Team in der Königsklasse gegeneinander. Doch selten war die Ausgangslage so wie diesmal.

13 Spiele, neun Siege, vier Niederlagen – so lautet die bisherige Bilanz von Alvaro Arbeloa als Trainer von Real Madrid. Bereits die Ergebnisse sind nicht gerade zufrieden stellend. Schaut man sich die einzelnen Spiele genauer an, gab es bisher kaum eine Partie, in der Real wirklich überzeugen konnte. Der Trainerwechsel von Xabi Alonso zu Arbeloa scheint bereits jetzt total verpufft. Dem Spiel der Königlichen fehlt ein klarer Plan. Glanzmomente entstehen praktisch nur durch Einzelaktionen der Superstars, um Vinicius Junior, Kylian Mbappé oder Rodrygo. Doch von diesen dreien wird am Mittwochabend nur Vinicius auf dem Platz stehen. Rodrygo fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus und auch für Mbappé reicht die Zeit nach Knieproblemen nicht. Dazu fehlt mit Jude Bellingham ein weiterer Starspieler.

Auch in der Defensive fallen mit Eder Militao, David Alaba und Alvaro Carreras gleich drei Spieler aus. So stellt sich das Team praktisch von alleine auf. Vereinzelt ist zwar zu hören, dass das Team besser funktioniere, wenn nicht alle vier aus dem Quartett Vinicius, Rodrygo, Mbappé und Bellingham gemeinsam auf dem Platz stünden. Doch diese These scheint angesichts dessen, dass Mbappé mit 38 Tore in 33 Einsätzen bisher die Madrider Lebensversicherung darstellt, ziemlich weit hergeholt.

Gegner Manchester City hingegen hat sich merklich stabilisiert. Es gelangen nicht nur neun Siege in den letzten elf Spielen, vor allem gab es merkliche Fortschritte im Zusammenspiel auf dem Platz. Die Citizens sind längst nicht mehr so abhängig von Erling Haaland. Winterneuzugang Antoine Semenyo zeigt keinerlei Anpassungsschwierigkeiten, macht den Angriff deutlich flexibler und trifft zuverlässig. Youngstar Nico O’Reilly vereint spielerische Klasse mit großer Physis und auch Rodri findet langsam seinen Rhythmus wieder. So geht City als Favorit in das Spiel in Madrid.

Meine These daher: Real bleibt weiterhin im Krisenmodus und muss sich gegen Manchester City geschlagen geben.

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Foto: Getty Images

3. Macht Tottenham in der Champions League Tottenham-Dinge?

Platz 16 und nur noch ein Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge – nach einer historisch schwachen Vorsaison befindet sich Tottenham Hotspur in dieser Saison in der Premier League tatsächlich in akuten Abstiegsnöten. Auch die Entlassung von Thomas Frank und die Installation von Igor Tudor als neuem Trainer zeigten bisher keine Wirkung. Im Gegenteil, schon nach drei Partien im Amt, steht der Kroate nach drei Niederlagen unter großem Druck und nicht wenige Beobachter rechnen noch vor dem Saisonende mit einem erneuten Wechsel auf dem Trainerposten.

Dem Absturz in der Liga steht allerdings Platz vier in der Ligaphase der Champions League gegenüber. Souverän qualifizierten sich die Spurs direkt fürs Achtelfinale. Zwar profitierten sie dabei auch von einer recht leichten Auslosung, doch trotz allem zeigt das Team in der Königsklasse ein ganz anderes Gesicht.

Es ist ohnehin ein Zeugnis für die Stärke der Premier League, das neben Tottenham auch Newcastle United und Liverpool, trotz Problemen in der heimischen Liga, die Spielzeit in der Königsklasse bisher nahezu mühelos bestreiten. Vier englische Teams in den Top Acht waren bereits ein deutliches Zeichen, wie weit die Premier League der europäischen Konkurrenz inzwischen enteilt ist. Die Kader der englischen Teams sind deutlich breiter aufgestellt. Dazu profitieren sie davon, dass sich die Gegner nicht so tief hinten reinstellen und die Partien offener gestaltet werden, als im Ligaalltag. So ist Liverpool gegen ohnehin Galatasaray klarer Favorit. Doch auch Newcastle und Tottenham können sich gegen den Ersten Barcelona und den Dritten Atletico Madrid aus La Liga berechtigte Hoffnungen auf die nächste Runde machen. Gemeinsam mit Chelsea und Arsenal könnten es fünf Vertreter von der Insel ins Viertelfinale schaffen.

Meine These daher: Tottenham spielt weiterhin Dr. Jekyll und Mr. Hyde und holt gegen Atletico Madrid einen Sieg.

Jakob Haffke

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