90PLUS
·28 de julho de 2026
Real Madrid und Rodri: Der Bremser heißt Florentino Pérez

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·28 de julho de 2026

Der beste Spieler der WM will nach Madrid. Der Trainer von Real Madrid will ihn haben. Und trotzdem steht dieser Transfer still – weil der Mann, der unterschreiben müsste, nicht überzeugt ist.
Rodri geht mit einem Jahr Restlaufzeit in die Saison. Sein Vertrag bei Manchester City läuft im Juni 2027 aus, und diese eine Zahl entscheidet über Preis, Tempo und Nervenstärke aller Beteiligten. City taxiert den Spanier laut übereinstimmenden Berichten auf rund 80 Millionen Euro, Real will bei etwa 60 stehen bleiben. Zwanzig Millionen Differenz – bei einem Spieler, der in elf Monaten ablösefrei wäre.
Die sportliche Bewerbung ist erledigt. Rodri führte Spanien als Kapitän zum Titel, bekam nach dem 1:0 gegen Argentinien den Goldenen Ball und setzte sich dabei gegen Lionel Messi und Kylian Mbappé durch – ohne ein einziges Turniertor. Wer das für einen Gefälligkeitspreis hält, hat die Halbfinal- und Finalspiele nicht gesehen.
Das Briefing dieser Personalie liest sich gern so: Real jagt, City wehrt sich. Die Berichtslage sagt etwas anderes. Fabrizio Romano meldet, dass Florentino Pérez seine Zustimmung bislang nicht gegeben hat. Cadena Ser geht weiter und sieht derzeit gar keine Chance auf einen Wechsel. Die Gründe werden nicht offiziell genannt, liegen aber nahe: ein Dreißigjähriger, ein Kreuzbandriss im September 2024, ein Ablösebetrag, der sich nie wieder erlösen lässt.
Dagegen steht der Rest des Klubs. José Mourinho, seit dieser Saison in Madrid und dabei, die Mannschaft von hinten neu zu bauen, hat den Sechser als Wunschlösung markiert. Teile der Vereinsführung drängen seit dem Turnier auf einen Abschluss. Und der Spieler selbst hat das Verlängerungsangebot aus Manchester bislang liegen lassen – ein Signal, das im Transfergeschäft lauter ist als jedes Interview.
Für Enzo Maresca ist die Lage unangenehmer, als sie aussieht. Er übernimmt eine Mannschaft nach zehn Jahren Guardiola, hat 116 Millionen Pfund in Elliot Anderson investiert und braucht Rodri als Taktgeber. Nur schrumpft sein Verhandlungsspielraum mit jedem Spieltag. Verkauft City jetzt, verliert es den besten Sechser der Welt. Verkauft es nicht, verliert es ihn nächstes Jahr umsonst.
Bleibt die Frage, wer hier eigentlich wen jagt. Real Madrid könnte den besten Spieler dieser WM unter Marktwert bekommen und zögert. Manchester City will ihn behalten und hat kaum ein Druckmittel. Wenn dieser Transfer scheitert, dann nicht am Geld – sondern am Bauchgefühl eines Präsidenten.
Ao vivo







































