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·17 de abril de 2026

Real Madrid – verblasst der Mythos? Frühes Aus in CL, kein Titel dieses Jahr

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Aus in der Champions League: Real Madrid – der Mythos verblasst

Real Madrid war über viele Jahre fast automatisch ein Fixpunkt im Kampf um die europäische Fußball-Krone. Doch nach dem zweiten Viertelfinal-Aus in Serie und dem nächsten titellosen Jahr geraten die „Königlichen“ sportlich spürbar ins Wanken.

Real Madrid’s Mittelfelspieler Toni Kroos mit seinem Mitspieler Marcelo im Real Madrids Trikot 8, 2014. AFP PHOTO/ JAVIER SORIANO


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Vom Dauerfavoriten zum Verlierer eines großen Duells

Noch zwischen 2021 und 2024 stand Real Madrid zweimal im Halbfinale der Champions League und holte in diesem Zeitraum auch zwei Mal den Titel – 2022 und 2023. Zuvor hatte der Klub aus der spanischen Hauptstadt seinen Mythos mit drei Endspielsiegen in Serie von 2016 bis 2018 weiter verfestigt, ein Kunststück, das im wichtigsten europäischen Wettbewerb bis heute einzigartig ist.

Nun aber ist die Lage eine andere: Bereits zum zweiten Mal nacheinander endet für Real der Weg schon nach dem Viertelfinale, sodass die Vergabe des „Coupe de Clubs Champions Européens“ ohne die Madrilenen stattfindet. Das trifft den Verein und seine Anhänger empfindlich und lässt den viel zitierten „Mythos Real“ deutlich verblassen.

Während im Vorjahr der FC Arsenal Real mit zwei Siegen – 3:0 und 2:1 – aus dem Wettbewerb warf, musste sich die Mannschaft diesmal dem FC Bayern geschlagen geben. Nach zwei denkwürdigen Niederlagen in München und Madrid hieß es 1:2 und 3:4 aus Sicht der Spanier.

Tabelle der La Liga

Die spanische Presse und der Blick auf das Gerangel in München

Nach dem spektakulären Rückspiel in der Münchner Arena fiel die Reaktion der spanischen Medien vergleichsweise zurückhaltend aus. Die Zeitung „AS“ sprach von einem „ehrenvollen Abschied in München“. Real habe die Bayern in einem heldenhaften Auftritt an ihre Grenzen gebracht und dabei ein nie dagewesenes Maß an Aufopferung gezeigt.

„Sport“ schrieb: „Bayern München lässt Real Madrid mit leeren Händen zurück und nimmt ihnen ihren Mythos.“ Und „El Mundo“ betonte den „Stolz in München, der die Niederlage nicht verhindern konnte und Real Madrid ein titelloses Jahr beschert“.

Titel bleiben aus, die Hierarchie gerät ins Wanken

Auch daran muss sich Real Madrid erst gewöhnen: ein Jahr ohne Titel. Lässt man das Corona-Jahr 2021 außen vor, war das zuletzt 2010 der Fall. In dieser Saison könnte es erneut so kommen, denn aus der Champions League und aus dem nationalen Pokal ist der Klub bereits ausgeschieden. In La Liga ist Madrid zwar noch im Rennen um die Meisterschaft, wirklich realistisch wirkt das aber nicht: Sieben Spieltage vor dem Saisonende liegt der Tabellenzweite neun Punkte hinter dem FC Barcelona, der von den vergangenen 20 Ligaspielen nur zwei verloren hat.

Die Ursachen für die enttäuschende Spielzeit liegen laut Vereinsumfeld offen zutage. Mit dem Karriereende von Toni Kroos und dem Abschied von Luka Modric gingen wichtige Führungsspieler verloren, wodurch die Hierarchie im Team durcheinandergeriet und die Mannschaft auch in ihrer Stabilität einbüßte.

Hinzu kam das überraschend schnelle Scheitern des „Projekts Xabi Alonso“. Im Januar übernahm daraufhin Álvaro Arbeloa den Posten, ein Mann mit großem Potenzial, der sich bis dahin allerdings nur als Nachwuchstrainer einen Namen gemacht hatte und nicht die Aura eines Welttrainers mitbringt.

Arbeloa unter Druck

Nach dem Aus in München sah sich Arbeloa sofort Fragen zu seiner Zukunft ausgesetzt. „Daran denke ich in diesem Moment überhaupt nicht. Das ist die Entscheidung des Vereins“, sagte der Coach, dessen Premiere als Real-Trainer bereits mit dem Pokal-Aus gegen einen Zweitligisten geendet hatte.

Dem Klub droht damit ein weiteres Jahr ohne Titel – und Arbeloa steht schon nach wenigen Monaten unter enormem Druck. Sein Vertrag läuft dem Vernehmen nach bis Sommer 2027. Er werde „mit allen Entscheidungen des Vereins umgehen. Natürlich schmerzt es, es schmerzt Real Madrid. Es geht jetzt aber nicht um mich und meine Zukunft. Ich habe immer alles getan“, sagte Arbeloa.

Diese Schmerzen müsse Real nun erst einmal aushalten und auf die nächste Saison blicken. Zwei titellose Jahre in Serie hatte es zuletzt vor 20 Jahren gegeben – 2005 und 2006. So weit soll es aus Sicht der „Königlichen“ nicht noch einmal kommen.

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