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·15 de janeiro de 2026
Rekord-Bayern berauscht von sich selbst: „Wollen aber mehr“

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Wer bei Bayern München spielt, ist Bestmarken gewohnt. Doch selbst Manuel Neuer, der eifrigste Titelsammler höchstpersönlich, zeigte sich in den Katakomben des Kölner Stadions beeindruckt: Dass angesichts der erfolgreichen Vereinshistorie überhaupt noch Rekorde übrig seien, „ist etwas Besonderes. Das nehmen wir gerne mit.“ 47 Punkte, 66 Tore, nur 13 Gegentreffer: Mit dem 3:1 (1:1) beim FC vollendeten die Bayern die beste Hinserie der Bundesliga-Geschichte.
Das ließ auch den fortwährend an die „entscheidende Phase“ im März und April erinnernden Trainer innehalten. „Es ist eigentlich ein innerlicher Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon einen Rekord bejubeln, weil: Das ist kein Titel“, sagte Vincent Kompany. Aber es sei „so unfassbar schwierig“, einen solchen Rekord aufzustellen.
Im Vergleich zur bisherigen Bestmarke aus der Saison 2013/14, als die vom Startrainer Pep Guardiola trainierten Bayern ebenfalls 47 Punkte holten, hat die Kompany-Elf ein um 18 Tore besseres Torverhältnis – und schon elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. „Deswegen sage ich den Jungs: ‚Das habt ihr geschafft. Gratulation'“, lobte Kompany.
Doch: „Ab morgen startet die Rückrunde – und dann ist alles wieder auf Null.“ Die Marschroute für die zweite Saisonhälfte? „Versuchen, die Rückrunde zu gewinnen, und dann sieht es gut aus“, gab Kompany vor.
Der Weg zur Bestmarke war in Köln kein einfacher. Linton Maina (41.) brachte den Außenseiter in Führung, wobei Neuer unglücklich aussah. Ob er den 107 km/h schnellen Schuss aus 16 Metern hätte halten können? „So kurz war das jetzt nicht. Sehr zentral, er kann überall hinschießen. Ich versuche, mein Bestes zu machen. Und dann steht es 1:0 für den FC“, sagte Neuer.
Sportvorstand Max Eberl verteidigte ihn. Aus solch einer Distanz könne das immer passieren, „dass die Hand eben nicht komplett mit aller Kraft dahinter kommt, und dann sieht das so aus“, sagte der 52-Jährige: „Von meiner Seite kein Vorwurf.“
Serge Gnabry (45.+5) und Min-Jae Kim (71.) drehten die Partie, Lennart Karl sorgte für die Entscheidung (84.). Kapitän Neuer sah „ein gutes Zeichen“ für den Rückrundenstart bei RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr/Sky).
Dort droht allerdings ein personeller Engpass auf den Außenverteidigerpositionen. Konrad Laimer humpelte nach einem Zusammenprall in der Nachspielzeit vom Feld. „Er hat etwas gespürt an der Wade“, erklärte Kompany. Am Donnerstag gehe es „in den Scanner rein, dann wissen wir mehr“.
Erst zuletzt war mit Josip Stanisic (Kapselbandverletzung) bereits ein Außenverteidiger ausgefallen. Alphonso Davies hat gerade erst eine Erkrankung überstanden. Auch Sacha Boey, hinter dessen Zukunft ohnehin Fragezeichen stehen, fällt aus.
„Jetzt müssen wir eben, ich klopfe auf Holz, alle gesund bleiben und die Verletzten stabil zurückkommen, damit wir wirklich im März, April um die großen Titel spielen können“, sagte Eberl: Die Hinrunde sei „außergewöhnlich“ gewesen – „wir wollen aber mehr“. Rekorde allein reichen in München nicht.









































