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·22 de março de 2026

Ribeiro: "Die Bundesliga ist eine tolle Liga"

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Schnell, technisch stark, torgefährlich: Rodrigo Ribeiro hat mit seinen ersten Einsätzen beim FC Augsburg Eindruck hinterlassen. Zwei Tore erzielte der 20-jährige Stürmer in seinen ersten sechs Spielen für die Fuggerstädter. Schon jetzt fühlt sich der Leihspieler von Sporting Lissabon in der Bundesliga sichtlich wohl. Wie Ribeiro zum FCA kam, welche Erfahrungen er als Teenager in der Premier League sammelte und warum sein Spitzname in Augsburg „Cristiano“ lautet, verriet er vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart.

Rodrigo, am Samstag gab es eine 0:2-Niederlage gegen den BVB. Warum hat es aus deiner Sicht nicht gereicht, um etwas Zählbares aus Dortmund mitzunehmen? Ich denke, es ist nie einfach, in Dortmund zu spielen. Sie sind eine der besten Mannschaften in der Bundesliga und die Atmosphäre im Stadion macht es nicht leichter. Dennoch hätten wir in diesem Spiel einiges besser machen können. Das gilt es jetzt in den kommenden Aufgaben umzusetzen.


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Für dich persönlich war es das sechste Spiel im Trikot des FC Augsburg. Zweimal hast du bereits getroffen. Du scheinst dich hier schnell eingelebt zu haben. Ich fühle mich hier sehr wohl. Alle sind freundlich und hilfsbereit. Für mich passt hier alles. Ich genieße den Moment und werde weiter hart arbeiten.

Reden wir über deinen Transfer im Winter. Wann hattest du zum ersten Mal Kontakt mit dem FCA – und kanntest du den Verein davor überhaupt? Ja, ich kannte den Verein schon durch meinen Freund Renato Veiga. Wir kommen beide aus der Sporting-Jugend und er hat vor drei Jahren hier gespielt. Daher war mir Augsburg und der FCA ein Begriff. Zum ersten Mal Kontakt mit den Verantwortlichen hatte ich im Herbst. Ich war sehr interessiert an dem Projekt und glaube an den Plan, den der Klub mit mir hat. Ich denke, es war die richtige Entscheidung hierher nach Augsburg zu kommen.

Dein großes Talent ist kein Geheimnis. Du hast mit 16 Jahren bereits dein Profidebüt bei Sporting Lissabon gegeben. Wie würdest du deine Stärken beschreiben? Ich mache viele Tiefenläufe und auch technisch bin ich gut ausgebildet. Aber ich weiß, dass ich noch lange nicht fertig mit meiner Entwicklung bin. Zurzeit arbeite ich daran, meinen Abschluss und mein Kopfballspiel zu verbessern.

Der FCA ist für dich nicht die erste Station im Ausland. Mit 18 Jahren wurdest du nach England zu Nottingham Forest ausgeliehen und hast dort in der Premier League gespielt. Wie war diese Erfahrung für dich? Sehr gut. Die Premier League ist fantastisch und ganz anders verglichen mit der portugiesischen Liga. Für mich war es ein wichtiger Schritt in meiner Entwicklung. Als ich danach zu Sporting zurückgekehrt bin, habe ich deutlich mehr gespielt und Einsatzzeit bei den Profis bekommen. Hier in Augsburg bin ich aber aktuell in meiner besten Verfassung. Sowohl auf und abseits des Platzes passt zurzeit alles.

Wie siehst du die Bundesliga im Vergleich zur Premier League? Die Bundesliga ist eine tolle Liga. Gerade die Atmosphäre in den Stadien ist unglaublich. So etwas habe ich weder in Portugal noch in der Premier League erlebt. Jeder Verein hat eine große Fanszene, die Stimmung ist überall besonders und es macht in jedem Stadion Spaß auf dem Platz zu stehen.

Gab es sonst noch etwas, dass dich an Deutschland überrascht hat? Es gibt ja das Vorurteil, dass Deutsche eher kühl und zurückhaltend sind. Dieses Bild hatte ich auch im Kopf, als ich hier angekommen bin. Aber meine Erfahrung im Alltag ist eine ganz andere: Alle Leute sind sehr freundlich, sprechen Englisch und versuchen mir zu helfen, wenn ich etwas nicht verstehe. Ansonsten war das kalte Wetter zu Beginn schon eine Umstellung, aber langsam wird es wärmer. Ich kann mich hier wirklich nicht beklagen.

Wie kommst du damit zurecht, im Ausland zu leben? Vermisst du deine Familie? Meine Freundin wohnt mit mir hier in Augsburg. Das macht die Sache schon um einiges einfacher. Auch meine Familie kommt mich regelmäßig zu den Spielen besuchen. Wir sehen uns daher immer noch recht häufig.

Hast du ein fußballerisches Vorbild? Als Portugiese natürlich Cristiano Ronaldo. Er ist mein großes Idol. Das haben auch einige im Team inzwischen mitbekommen und mir den Spitznamen „Cristiano“ verpasst. Ich habe damit kein Problem, er gefällt mir. (lacht)

Hast du ihn schon einmal persönlich getroffen? Ein- oder zweimal habe ich ihn tatsächlich schon getroffen. Sowohl die Jugend- als auch die Herrennationalmannschaft trainiert in Portugal häufig am selben Ort. Bei dieser Gelegenheit habe ich ihn gesehen.

Mit welchen Spielern verstehst du dich hier in Augsburg besonders gut? Natürlich mit Arthur Chaves, da er auch Portugiesisch spricht. Er ist ein super Typ. Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit den anderen jungen Spielern wie Mert Kömür oder Noki Banks. Generell hab ich zu allen ein gutes Verhältnis.

Hast du neben dem Fußball noch eine andere große Leidenschaft? Im Urlaub spiele ich gerne Tennis – das habe ich schon als Kind gemacht. Ansonsten gehe ich auch gerne surfen, wenn ich in der Heimat am Strand bin.

Am Sonntag geht es gegen den VfB Stuttgart, nach Leipzig und dem BVB der nächste starke Gegner. Was erwartest du für ein Spiel? Es wird wie schon zuletzt ein hartes Stück Arbeit. Gegen Leipzig hätten wir gewinnen können, gegen Dortmund war es sehr schwer. Wir haben unsere Lehren aus den Niederlagen gezogen und wollen jetzt wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Das Spiel gegen Stuttgart ist wichtig für unser Selbstvertrauen und wir werden von Anfang an alles geben.

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