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·08 de abril de 2026

"Richtig scheiße": Brinkmann verurteilt Fan-Vorkommnisse

Imagem do artigo:"Richtig scheiße": Brinkmann verurteilt Fan-Vorkommnisse

Nach dem Auswärtssieg in Verl wurde beim F.C. Hansa Rostock nicht nur über das Sportliche gesprochen, sondern auch die Fan-Vorkommnisse während der Partie. Trainer Daniel Brinkmann verurteilte diese im Nachgang deutlich.

"Nicht zu entschuldigen"

Satte 16 Minuten Nachspielzeit inklusiver zweier gefährlicher Freistoßpositionen für den SC Verl musste Hansa in der Sportclub-Arena noch überstehen, dann war der so wichtige Auswärtssieg unter Dach und Fach. Dass derart lange nachgespielt wurde, hing auch mit einem Feuer zusammen, das Fans der Kogge nach 64 Minuten im Gästeblock gezündet hatten. Für knapp acht Minuten war die Partie anschließend unterbrochen.


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Schon im ersten Durchgang musste Schiedsrichter Michael Bacher die Partie nach 27 Minuten unterbrechen, nachdem Verls Timur Gayret vor der Ausführung eines Eckballs eine Bierdusche aus dem Gästeblock abbekam. Für rund drei Minuten ruhte der Ball anschließend, zumal auch eine kleine Glasflasche auf das Spielfeld geworfen wurde. "Das ist richtig scheiße", fand Trainer Daniel Brinkmann bei "MagentaSport" klare Worte und betonte, dass derartige Vorfälle "auch nicht zu entschuldigen" seien. "Das darf nicht passieren." Er werde das "niemals gutheißen", so der 40-Jährige. "Das gehört nicht ins Stadion, und ich möchte nicht, dass irgendwelche Personen gefährdet werden."

Auch Kapitän Franz Pfanne meinte: "Ich liebe unsere Fans und die Choreos. Solange das stimmungsvoll ist, finde ich das richtig gut. Solange das Spiel dann davon betroffen ist, kann man es gerne sein lassen." Gleichzeitig betonte Brinkmann aber auch, dass nur Einzelne für die Vorfälle verantwortlich seien. "Das ist ein Stück weit die Fankultur von einigen unserer harten Rostocker." Der Großteil habe aber einen "tollen Support" geliefert – und konnte nach Spielende zusammen mit der Mannschaft feiern.

In der Kabine hat es "ein bisschen geknallt"

Diese hatte die Partie nach einer ersten Halbzeit, die laut Kapitän Franz Pfanne die "schlechteste der Saison" gewesen sei, kurz nach der Pause durch einen Doppelschlag von Kinsombi (54.) und Holten (58.) mit einer Willensleistung gedreht. Zuvor war Verl per direkt verwandeltem Freistoß in Führung gegangen. Mit Kinsombi traf ein Joker, zudem bereitete der ebenfalls zum zweiten Durchgang eingewechselte Dirkner das 1:1 vor. Dennoch wollte Brinkmann die gelungenen Wechsel samt Umstellung auf Dreierkette nicht für sich verbuchen: "Als bescheidener Mensch sehe ich immer die Gesamtleistung." Zumal er Entscheidungen nie alleine, sondern mit dem Trainerteam treffe.

Ein weiterer Faktor für den Sieg war die Ansprache des 40-Jährigen in der Kabine, in der es Pfanne zufolge "mal ein bisschen geknallt" habe. Brinkmann wollte aber auch darum kein großes Aufheben machen: "Es gehört zu meinem Job dazu, dass ich die Dinge ehrlich anspreche." Schließlich habe seine Mannschaft im ersten Durchgang "Angsthasenfußball" gespielt, wie auch Pfanne bestätigte. Genau das wollte Brinkmann im Vorfeld vermeiden.

"Das Einfachste ist dann, dass man seine persönlichen Duelle gewinnt. Das war etwas, was mich kolossal gestört hat. Daher habe ich das in der Halbzeit angesprochen, denn ich will mutigen Fußball sehen." Mit Abpfiff fiel entsprechend einiges beim 40-Jährigen ab. Nicht zuletzt aufgrund des großen Drucks, der nach der Niederlage gegen Köln auf der Mannschaft gelastet habe.

"Jedes Spiel als Endspiel sehen"

Eine Niederlage hätte bei dann sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz fast schon das Aus der Aufstiegsträume bedeutet, nun wahrte Hansa den Vier-Punkte-Abstand zu Platz 3. Von den verbleibenden sechs Duellen müsse Hansa nun jedes als "Endspiel" ansehen, betonte Brinkmann und rechnete: "Wenn wir am Ende oben stehen wollen, dann müssen wir fast alle von diesen Spielen gewinnen." Entsprechend dürfe sich der FCH nur wenige Fehler leisten. "Man muss einfach merken, dass wir das mehr wollen."

Als nächstes wartet nun der SSV Ulm, der womöglich um die letzte Chance auf den Klassenerhalt kämpft. Im heimischen Ostseestadion wird Hansa dann vor allem auf seine Fans setzen – dann aber ohne Vorkommnisse auf den Rängen.

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