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FC Bayern München

·16 de maio de 2026

Rot-weißer Meisterjubel, Abschiede & ein letztes großes Ziel

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Der Konfettiregen hat sich noch nicht ganz gelegt, da gehört die Allianz Arena noch einmal einem Mann ganz allein. Nach dem 5:1 im letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Köln steigt Leon Goretzka vor der Südkurve auf die Vorsängerplattform, unter ihm reihen sich seine Mitspieler auf dem Rasen auf. In den Händen hält er die Schale, dazu trägt er einen besonderen Fan-Schal mit der Aufschrift „Danke, Leon“ und den Wappen des FC Bayern und seines Jugendclubs VfL Bochum. „Ohhh der deutsche Meister – ohhh Bayern München Meister“, schallt es von den Rängen, Tausende stimmen ein, Goretzka stemmt die Trophäe in den Abendhimmel. Es ist der Moment, in dem Meisterjubel, Abschied und Aufbruch Richtung Berlin ineinander übergehen.

Erinnerungen an 2001 – und ein Auftrag für heute

Schon lange vor dem Anpfiff liegt besondere Spannung in der Luft. Der FC Bayern feiert nicht nur die aktuelle Meistermannschaft, sondern blickt auch in die Vergangenheit: Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Doubles von 2001 kehren die Helden von damals in die Arena zurück. Oliver Kahn, Stefan Effenberg und Co. werden auf dem Rasen begrüßt. „Es waren schöne Erlebnisse, die wir hatten. Die Mannschaft hat ausgezeichnet, immer wieder aufzustehen“, sagt Effenberg – verbunden mit der Botschaft ans aktuelle Team, den Pokal nach sechs Jahren wieder nach München zu holen und in der Champions League im kommenden Jahr wieder anzugreifen. Als Sammy Kuffour sich anschließend das Mikrofon schnappt und „rot-weiße Trikots“ anstimmt, ist klar: Die Geschichte dieses Vereins wird weitergeschrieben, das nächste Kapitel soll in Berlin folgen.


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Kurz darauf gehört die Bühne den Protagonisten von heute – und jenen, die der Verein verabschiedet. Leon Goretzka, Raphaël Guerreiro und Nicolas Jackson werden vor dem Anpfiff in der Allianz Arena geehrt. Für Goretzka, der vor acht Jahren nach München kam, spielt das Stadion beim Warmmachen die Bochum-Hymne von Herbert Grönemeyer – ein Gruß an seine Wurzeln. Die Südkurve bereitet ihm Sprechchöre, Banner und später den besonderen Schal, mit dem sie „ihren“ Mittelfeldspieler verabschiedet. Goretzka, mehrfacher Deutscher Meister, Champions League-Sieger 2020 und über Jahre zentrale Figur im Bayern-Mittelfeld, wird an diesem Nachmittag sichtbar zum emotionalen Zentrum. Guerreiro, drei Jahre lang feiner Linksfuß und Ballverteiler, und Leihstürmer Jackson, der sich mit wichtigen Toren einbrachte, erhalten ebenfalls warmen Applaus.

Ein Spiel wie die Saison: mutig, offensiv, torhungrig

Als der Ball rollt, knüpft der Rekordmeister nahtlos an seine Saisonidee an. Schon in der zweiten Minute setzt Harry Kane aus rund 22 Metern den ersten Abschluss, kurz darauf schnürt der Engländer einen frühen Doppelpack: Erst verwertet er eine präzise Flanke von Lennart Karl am zweiten Pfosten volley zum 1:0 (10. Minute), wenig später nutzt er einen einstudierten Freistoß über Joshua Kimmich und schiebt den Ball durch die sich öffnende Mauer zum 2:0 ein (13.). Es ist bereits Kanes zehnter Mehrfachpack in dieser Bundesliga-Spielzeit – eine Marke, die sonst nur Gerd Müller, Erling Haaland und Robert Lewandowski erreicht haben.

Köln meldet sich durch Said El Mala zwar mit dem 2:1 zurück, doch die Münchner lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Tom Bischof erhöht nach kluger Rücklage von Karl aus der Distanz auf 3:1 (22.), Jamal Musiala scheitert kurz vor der Pause am Pfosten. Mit 72 Prozent Ballbesitz und den letzten sieben Abschlüssen der ersten Hälfte demonstriert der FCB eindrucksvoll, warum er diese Bundesliga-Saison geprägt hat: mit mutigem Offensivfußball, hoher Präsenz und viel Tempo im letzten Drittel.

Kane-Show, Jackson-Treffer – und ein Signal vor Berlin

Nach der Pause bleibt das Bild ähnlich. Karl trifft den Außenpfosten (53.), Luis Diaz verpasst freistehend das vierte Tor (56.), bevor Kane noch einmal einen seiner typischen Momente hat: In der 69. Minute nimmt er den Ball zentral vor dem Tor mit, zieht aus gut 20 Metern ab und jagt ihn unhaltbar ins linke Eck – 4:1, Dreierpack. Mit seinem 36. Bundesliga-Saisontor krönte sich unsere Nummer neun zum Torschützenkönig. Später setzt Nicolas Jackson nach einem schnellen Umschalten das 5:1 (53.). Der Leihstürmer bleibt sich damit treu: nicht immer im Rampenlicht, aber zur Stelle, wenn es darum geht, Tore zu erzielen. Bezeichnend für diese Mannschaft: Selbst beim Stand von 5:1 fordert Michael Olise sofort den Ball für einen schnellen Wiederanstoß. „Dieser Wille, immer noch mehr Tore und mehr Siege einzufahren, war eine unglaubliche Stärke von uns“, beschreibt Bischof den Ansatz, der die Bayern durch die Saison getragen hat – und der nun auch in Berlin gefragt sein wird.

Goretzka im Zentrum – sportlich und emotional

Mitten in diesem Abschluss steht immer wieder Leon Goretzka. Auf dem Platz agiert er, wie man ihn über Jahre kannte: präsent im Zentrum, ständig anspielbar, zweikampfstark an der Seite von Joshua Kimmich auf der Doppelsechs. In der 78. Minute legt er sich noch einmal einen Freistoß zurecht, bleibt jedoch an der Mauer hängen – ein Versuch, der zeigt, dass er bis zum Schluss aktiv ins Spiel eingebunden ist.

In der 82. Minute folgt der Moment, in dem die Allianz Arena spürbar den Atem anhält: Auf der Auswechseltafel leuchtet seine Nummer acht auf. Goretzka blickt kurz hinauf, setzt sich dann in Richtung Seitenlinie in Bewegung. Auf dem Weg nach draußen wird er von jedem Mitspieler umarmt, abgeklatscht, ein Lächeln mischt sich in seine Konzentration. Kurz vor der Linie dreht er sich noch einmal zur Südkurve um, applaudiert – die Antwort sind laute Sprechchöre. Nach Abpfiff hängt über der Kurve ein Banner: „Bochumer Junge in Rot und Weiß – Danke für acht Jahre, Leon.“ Dazu der Schal um seinen Hals, der Bochum und Bayern verbindet. Es sind Bilder, die bleiben. „Das hat mir einfach gezeigt, dass ich hier Teil der Familie war und bin. Darauf bin ich einfach stolz“, sagte der 31-jährige Mittelfeldspieler.

Mit dem letzten Schlusspfiff von Deniz Aytekin, der an diesem Nachmittag zum 254. und letzten Mal als Bundesliga-Schiedsrichter zum Einsatz kam, verwandelt sich der Rasen in eine Bühne. Aus den Katakomben kommen die Bayern ein weiteres Mal über einen roten Teppich zurück, empfangen von Feuerfontänen und Kanonenschüssen, und reihen sich zur Schalenübergabe auf. Einer nach dem anderen erhält seine Medaille um den Hals gelegt. Dann ist der Moment für den Kapitän gekommen: Manuel Neuer nimmt die Meisterschale mit breitem Grinsen entgegen – und zieht Leon Goretzka zu sich nach vorne. Der dreht sich zur Mannschaft, holt aus und stemmt die Trophäe in die Höhe. „Münchens wahre Liebe“ schallt durchs Stadion, rot-weißes Konfetti fliegt über den Rasen, die Spieler lachen, klatschen, fallen sich in die Arme. „Den Tag können wir heute gebührend feiern“, sagt Kapitän Manuel Neuer später. „Für mich fühlt sie sich wundervoll an, weil wir verdient Meister geworden sind.“

Bayern feiern mit Weißbier und Kakadu

Danach geht der Abend nahtlos in eine große Meisterparty über – Weißbierduschen inklusive. Co-Trainer Aaron Danks erwischt als Erster Vincent Kompany, Tom Bischof sprintet mit Sonnenbrille über den Rasen und kippt Lennart Karl ein Glas über den Kopf. Goretzka hält dem Kakadu symbolisch einen Schluck hin – ehe Konrad Laimer seinen Mittelfeldkollegen selbst komplett durchnässt. Die Kult-Porzellanfigur ist selbstverständlich mittendrin statt nur dabei, während die Fans „Deutscher Meister wird nur der FCB“ und später „FC Bayern – forever number one“ anstimmen.

Marienplatz & Pokalfinale in Berlin: Was jetzt noch kommt

„Es sind pure Emotionen. Wir freuen uns extrem über eine überragende Saison. Wir haben in 34 Spielen 122 Tore geschossen. Die Meisterschaft fühlt sich großartig an, wir haben eine großartige Gemeinschaft“, sagte Sportvorstand Max Eberl. Auch Harry Kane betonte: „Es war ein großartiger Abschluss der Bundesliga-Saison. Wir wollen immer nach vorne spielen, hoch pressen, den Ball schnell zurückerobern und möglichst viele Tore schießen. So abzuschließen, ist natürlich ein perfekter Weg.“ Nach diesem Samstag richtet sich der Blick schnell auf die nächsten Stationen. Am Sonntag geht es für die Mannschaft zur traditionellen Meisterfeier auf den Marienplatz, wo die Schale auf dem Rathausbalkon präsentiert wird und die Fans ihren Titelträgern ganz nah kommen. Danach steht alles im Zeichen des DFB-Pokalfinals gegen den VfB Stuttgart. Nach dem Aus im Champions League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain kann der FC Bayern die Saison mit dem Double vergolden.

Am Ende dieses Abends steht Leon Goretzka auf der Vorsängerplattform vor der Südkurve, die Meisterschale in den Händen, den Schal um den Hals. Der Gesang setzt ein, die Kurve trägt den „Bayern München Meister“-Chor durch die Arena. Es ist ein Moment zwischen Abschied und Vorfreude: Ein prägender Spieler sagt Servus, eine Mannschaft, die die Bundesliga-Saison mit einem klaren Statement beendet hat, nimmt Anlauf – auf die Feier am Marienplatz und auf ein Pokalfinale in Berlin, mit dem sie diese Spielzeit endgültig veredeln will.

Weißbierduschen, Kakadu und Co – das war nach Schlusspfiff in der Arena geboten:

Der Meisterjubel der Bayern auf dem Rasen

Nach Abpfiff des Heimspiels gegen Köln bekam der FC Bayern die Meisterschale für den Titelgewinn 2026 überreicht. Weißbierduschen, Jubel und mehr - hier gibt es die Bilder der Meisterparty auf dem Rasen.

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