Miasanrot
·05 de fevereiro de 2026
Sacha Boey per Leihe zu Gala: Ein guter Deal für den FC Bayern?

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·05 de fevereiro de 2026

Sacha Boey verlässt den FC Bayern München mindestens bis zum Saisonende. Der Franzose wird nach Istanbul zu Galatasaray verliehen. Ein guter Deal für den FCB?
Eigentlich steht Sacha Boey seit seiner Ankunft auf dem Abstellgleis beim FC Bayern. Der Franzose wirkte einen Großteil seiner Zeit in München wie ein teures Transfermissverständnis. Und als er sich endlich einen Platz in der Mannschaft zu erspielen schien, machte ihm erneut sein Körper einen Strich durch die Rechnung.
Nun verlässt er den FC Bayern München mindestens bis zum Saisonende und schließt sich per Leihe Galatasaray Istanbul an. In der Türkei ist das Transferfenster nämlich noch bis Freitag offen. Gala zahlt laut eigenen Angaben eine Leihgebühr von 500.000 Euro für Boey und übernimmt dessen volles Gehalt. Zudem besitzt der türkische Rekordmeister eine Kaufoption, die laut Sky 15 Millionen Euro betragen soll.
Ein guter Deal für Spieler und Club? Oder ist der Kader des FC Bayern nicht schon dünn genug? Eine Einordnung.
Ganze 30 Millionen Euro legte der FC Bayern im Januar 2024 für Sacha Boey auf den Tisch. Vor allem Christoph Freund war dem Vernehmen nach überzeugt vom 25-Jährigen. Doch statt einer Dauerlösung auf der Rechtsverteidigerposition bekam der Rekordmeister einen Dauergast im Lazarett.
Verletzungen und Krankheiten bremsten den Abwehrspieler immer wieder aus in seiner Zeit bei den Münchnern. Sowohl bei Thomas Tuchel als auch bei Vincent Kompany bekam der Franzose jedenfalls keinen Fuß in die Tür. In der laufenden Saison kommt Boey lediglich auf 630 Spielminuten – trotz zwischenzeitlichem Engpass auf den Außenverteidigerpositionen.
Einerseits lässt sich dessen Leistungsfähigkeit zwar aufgrund der Krankheits- und Verletzungsmisere nicht seriös beurteilen. Wer weiß, wie er sich entwickelt hätte, wenn sein Start in München besser gewesen wäre? Oder wenn er einmal für einen längeren Zeitraum fit gewesen wäre?
Doch trotz einiger solider Auftritte zu Beginn der Saison schien der Franzose stets ein Stück weit entfernt vom Niveau eines Verteidigers beim FC Bayern München. Die Erwartungen, die mit einem Transfer für eine solche Summe automatisch einhergehen, konnte Boey jedenfalls nicht erfüllen.
Eine Trennung schien früher oder später für beide Seiten unausweichlich. Denn ein Verbleib des Außenverteidigers wäre wohl eine Wette mit zu großem Risiko für den Rekordmeister. Und für Boeys Karriere wäre ein weiteres halbes Jahr ohne Spielzeit wohl auch nicht förderlich.
Mit Galatasaray Istanbul scheint der passende Club für den Verteidiger gefunden. Bei seinem Ex-Club findet der Franzose möglicherweise wieder zu alter Stärke und kann das tun, was er seit Monaten kaum kann und darf: Fußballspielen. Für Boey ist der Wechsel dementsprechend mehr als sinnvoll.
Und der FC Bayern hat damit einen Abnehmer für seinen Flop und kann ihn (vorerst) von der Gehaltsliste streichen. Galatasaray bekommt dagegen eine Verstärkung für die Abwehr – und das für ein kleine Leihgebühr und ohne ein weiteres Risiko. Auf den ersten Blick ein guter Deal für alle beteiligten Parteien.
Doch auf dem zweiten Blick birgt der Abgang auch ein paar Risiken für den FC Bayern. Risiken, die bei einer Leihe mit Kaufoption üblich sind. Zwar entspricht die Option, die 15 Millionen Euro betragen soll, ziemlich genau Boeys derzeitigem Marktwert (laut transfermarkt), doch falls der Abwehrspieler in der Türkei enttäuscht, wäre die Summe wohl zu hoch für eine permanente Verpflichtung – und der Verteidiger stünde im Sommer wieder auf der Matte.
Die Bayern hätten also eigentlich einen sofortigen Verkauf anstreben oder sich vertraglich auf eine Kaufverpflichtung einigen sollen. Der Rekordmeister scheint allerdings einfach nur froh, den Franzosen (vorerst) los zu sein. Ohne die Zustimmung von Kompany wäre dieser Transfer jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht möglich gewesen. Ein Verbleib Boeys hätte dessen Situation also nicht verbessert.
Denn mit Boey stünden neben Konrad Laimer und Josip Stanišić weiterhin drei Rechtsverteidiger im Kader des FC Bayern. Viel Aussicht auf Spielzeit hätte es also nicht für den 25-Jährigen gegeben. Auch wenn Laimer ebenso links in der Viererkette sowie im Mittelfeld spielen kann und Stanišić zusätzlich als Links- und Innenverteidiger eingesetzt werden könnte, wären beide in der Hackordnung klar vor Boey.
Und im Notfall können Rotationsspieler wie Raphael Guerreiro und Tom Bischof oder ein Joshua Kimmich die Position ebenfalls bekleiden, was sie ja während der krankheitsbedingten Abwesenheit des Franzosen in der laufenden Saison ohnehin getan haben. Der FCB nimmt damit zwar bewusst qualitative Einbußen in Kauf. Doch diese Einbußen wären bei einem Einsatz von Boey für einen Laimer oder einen Stanišić ohnehin vorhanden gewesen.
Lediglich aus quantitativer Sicht kann man den Transfer kritisieren. Denn der ohnehin schon dünne Kader der Bayern verliert damit einen weiteren Profi. Da der Rekordmeister zudem einige Talente im Winter verkauft oder verliehen hat, sind kaum noch Nachrücker oder Ergänzungsspieler übrig, falls das Verletzungspech in der Rückrunde doch mal wieder etwas heftiger zuschlagen sollte.
Ob ein Verbleib von Boey dann den Unterschied gemacht hätte, darf jedoch ebenso bezweifelt werden. Der Transfer macht demensprechend auch der Perspektive des FC Bayern Sinn, der (fürs Erste) einen Spieler von der Gehaltsliste bekommt, der kaum Chancen auf Einsatzzeiten hätte. Zudem erhöht der Rekordmeister damit die Chance, einem Transfermissverständnis im Sommer endgültig ein Ende zu bereiten.








































