liga3-online.de
·05 de março de 2026
"Sache sauber zu Ende bringen": Ulm bereits auf Abschiedstour?

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·05 de março de 2026

Jetzt hat Ulm nichts mehr zu verlieren! Das ist es, was Cheftrainer Pavel Dotchev nach der 1:3-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim II im Abstiegskampf vermitteln will. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt sei noch da, doch angesichts von einem Rückstand von acht Punkten auf das rettende Ufer schwinden die Chancen. Der 60-Jährige wirkte resigniert.
Am Samstag (14 Uhr) treten die Spatzen beim 1. FC Schweinfurt an. Cheftrainer Pavel Dotchev kann dort wieder auf Marcel Seegert und Lukas Mazagg zurückgreifen, doch die Ansprache vor der Partie beim Tabellenletzten glich einem Abgesang. "Wir haben in der Kabine eine lange Besprechung gemacht und viele Sachen angesprochen", erzählte der Fußballlehrer nach der Pleite am Dienstagabend. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der Mannschaft und sicherlich auch bei mir. Das hat man nach dem Spiel auch gesehen."
Das fünfte sieglose Spiel in Serie hatte zur Folge, dass sich der Abstand zum rettenden Ufer vergrößerte. Acht Punkte und 19 Tore muss Ulm aufholen, weshalb die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt enorm gesunken ist. "Es ist verständlich, dass die Mannschaft momentan geknickt ist. Das ist keine gute Situation, aber es ist jetzt nicht alles hoffnungslos", versuchte Dotchev zu motivieren. Wie ein echtes Aufbäumen kam es nicht herüber. "Hoffnung ist auf jeden Fall da. Mir ist aber auch bewusst, dass es sehr schwierig wird und immer schwieriger wird." Eine Reaktion soll gegen Schweinfurt folgen. Doch in welcher Form?
"Kämpferisch und läuferisch" stellte sich Dotchev mehr von seiner Mannschaft vor. "Normalerweise brauchen wir jetzt gar keinen Druck mehr haben", griff der Cheftrainer zudem auf, dass die Spatzen angesichts des großen Rückstandes nun vielleicht befreiter aufspielen. "Gerade zuhause war mir aufgefallen, dass wir verkrampft gespielt haben. Das ist die Angst vor dem Versagen. Und jetzt glaube ich, dass wir gar nichts mehr zu verlieren haben. Wir können nur noch gewinnen", so Dotchev. Ob sich die Mannschaft dadurch motivieren lässt, bleibt abzuwarten.
Aber angesichts der großen Leistungsschwankungen, die mit fehlender Kaltschnäuzigkeit in der Offensive und zu häufigen Fehlern in der Defensive einhergehen, blieb Dotchev einfach realistisch. "Wir müssen kämpferisch an die Sache herangehen und das Beste daraus machen. Wir sind dazu verpflichtet, alleine schon wegen der Fans und der Liga, dass wir das sauber zu Ende bringen", sprach der 60-Jährige bereits vom drohenden Ergebnis der Endtabelle. Dotchev versuchte den Fokus zu halten: "Wir haben vielleicht noch eine kleine Chance von 20 Prozent. Wir sollten uns darauf konzentrieren und an uns glauben, und nicht auf die anderen 80 Prozent." Mit jedem Erfolgserlebnis könne der Rückstand möglicherweise verkürzt werden. Eine Hoffnung, die bleiben muss, denn für einen Neustart in Ulm fehlt die Zeit.









































