Saran rechnet ab: Fenerbahce-Boss spricht über Transfers, Schiedsrichter, En-Nesyri und die aufgeheizte Lage | OneFootball

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·12 de março de 2026

Saran rechnet ab: Fenerbahce-Boss spricht über Transfers, Schiedsrichter, En-Nesyri und die aufgeheizte Lage

Imagem do artigo:Saran rechnet ab: Fenerbahce-Boss spricht über Transfers, Schiedsrichter, En-Nesyri und die aufgeheizte Lage

Fenerbahce-Präsident Sadettin Saran hat sich in einer Live-Übertragung beim Vereinssender FBTV ausführlich zur aktuellen Lage des Klubs geäußert. Dabei sprach er über die Transferplanung für den Sommer, konkrete Namen wie Ademola Lookman, die Situation von Youssef En-Nesyri, interne Spannungen, die Schiedsrichterdebatte und die aufgeheizte Atmosphäre rund um den Verein. Seine Aussagen fielen dabei an mehreren Stellen deutlich, emotional und angriffslustig aus.

Saran kündigt Transfers an und nennt Details zu Lookman

Saran machte klar, dass Fenerbahce die Planungen für die neue Saison bereits aufgenommen hat. „Wir haben mit unserer Arbeit zum Saisonende begonnen. Wir kennen unsere Mängel. Wir führen Transfergespräche. Wir werden am Ende der Saison die richtigen Transfers tätigen„, sagte der Präsident. Damit stellte er heraus, dass der Klub den kommenden Sommer nicht dem Zufall überlassen will, sondern die Defizite im Kader klar erkannt habe.


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Besonders konkret wurde Saran beim Thema Lookman. Er erklärte, dass er nach dem Ende seines Auslandsverbots direkt nach Mailand gereist sei, um den Spieler zu treffen. Das Gespräch mit dem Offensivmann und den Verantwortlichen des Klubs sei zunächst sehr positiv verlaufen. „Die Gespräche verliefen sehr gut. Wir trafen uns mit Vereinsfunktionären. Es lief sehr gut„, sagte Saran. Danach habe sich der Prozess allerdings verändert, weil von italienischer Seite ein Garantieschreiben verlangt worden sei. Fenerbahce habe das abgelehnt, da der Klub niemandem Geld schulde. Später habe sich zudem Atletico Madrid eingeschaltet. Fenerbahce habe sein Angebot auf 35 Millionen Euro erhöht, doch als erneut ein Garantieschreiben verlangt worden sei, sei klar geworden, dass der Spieler offenbar nicht abgegeben werden sollte. Damit sei der Transferprozess beendet worden.

Klare Worte zu En-Nesyri und Jhon Duran

Auch die Situation um Youssef En-Nesyri sprach Saran offen an. Er beklagte, dass gerade jene Stimmen den Stürmer heute lautstark kritisierten oder seinen Abgang beklagten, die ihn zuvor massiv unter Druck gesetzt hätten. Nach Darstellung des Präsidenten habe En-Nesyri nach dem Africa Cup of Nations selbst geäußert, dass er gehen wolle, weil er die heftigen Proteste in den sozialen Medien und im Stadion nicht länger ertrage. Für Saran ist das ein Hinweis darauf, wie stark das Umfeld in bestimmten Phasen auf einzelne Spieler einwirkt.

Nicht weniger scharf fiel seine Einordnung zu Jhon Duran aus. Saran erklärte, dass der Klub die Mannschaft verraten hätte, wenn man mit ihm weitergemacht hätte. Der Spieler habe begonnen, sich über das Team zu stellen und etwa angekündigt, nicht zu einem Spiel in Bukarest zu reisen. „Das war der letzte Tropfen, der das Glas für mich zum Überlaufen brachte. In Fenerbahce kann sich niemand ein Spiel aussuchen„, sagte Saran. Mit dieser Passage setzte er bewusst ein Zeichen gegen Sonderrollen innerhalb der Kabine.

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Kritik an Leaks, Schiedsrichtern und der allgemeinen Atmosphäre

Ein zentrales Thema seiner Aussagen war erneut die Unruhe rund um den Klub. Saran beklagte, dass bei Fenerbahce Transferzahlen und Vertragsdetails oft schon bekannt würden, bevor ein Spieler überhaupt unterschrieben habe. „Wenn Fenerbahce einen Spieler transferiert, stellt sich heraus, wie viel Geld er bekommt, bevor seine Unterschrift trocken ist. Das ist kein Journalismus, das bringt Fenerbahce in eine sehr schwierige Situation„, sagte er. Damit griff er indirekt sowohl interne Leaks als auch den Umgang mit solchen Informationen in der Öffentlichkeit an.

Darüber hinaus sprach Saran ausführlich über die Schiedsrichterdebatte. Er verwies auf einzelne Szenen und verglich unterschiedliche Bewertungen von Torjubeln und Aktionen auf dem Platz. Gerade weil sich die Liga dem Ende nähere, seien die kommenden Wochen aus seiner Sicht besonders heikel. „Die nächsten neun Wochen sind entscheidend. Heute werden die Entscheidungen, die Sie in diesen Spielen treffen, Jahre dauern. Ihr Gewissen sollte beruhigt sein, wenn Sie nach Hause gehen„, sagte der Präsident in Richtung der Unparteiischen. Er stellte dabei klar, dass es gute und schlechte Schiedsrichterleistungen gebe, dass die Dimension der Entscheidungen in dieser Phase aber noch einmal deutlich größer sei.

Saran spricht über Sponsoren, Wahlen und das Klima im Klub

Neben den sportlichen und personellen Themen nahm Saran auch zur wirtschaftlichen und politischen Lage des Vereins Stellung. Sponsoren seien für Fenerbahce von großer Bedeutung, sagte er, zugleich aber auch stolz, mit dem Klub zusammenzuarbeiten. „Jeder Cent, der auf Fenerbahces Konto geht, ist halal“, erklärte Saran und verteidigte damit die finanzielle Linie des Vereins deutlich.

Zur Frage einer außerordentlichen Generalversammlung positionierte er sich ebenfalls klar. Er sei grundsätzlich dagegen, weil eine solche Entscheidung dem Verein in dieser Phase nicht nütze. Die Diskussion über Wahlen solle im Zeitraum Mai/Juni geführt werden, jetzt müsse sich der Fokus auf die verbleibenden Wochen der Saison richten. Dazu passt auch seine Aussage, dass die Atmosphäre in Kadiköy zwar nicht ihre Macht verloren habe, aber sichtbar schwanke. Diese Schwankung erklärte er mit der Erwartungshaltung der Community und dem langen Titelwarten.

Angriff auf Kritiker und deutliche Rückendeckung für Team und Trainer

Zum Abschluss wurde Saran besonders scharf. Er kündigte an, weder seinen Trainer noch seine Spieler jenen Kräften preiszugeben, die aus seiner Sicht von Chaos und Negativität lebten. „Ich werde meine Fußballer niemandem zum Fraß vorwerfen„, sagte er sinngemäß und legte nach, dass man auch intern nach Feinden suchen müsse. Besonders heftig fiel sein Angriff auf Personen aus, die sich öffentlich abfällig über einzelne Spieler oder den Trainer äußerten. Für Saran ist klar, dass es im Umfeld Stimmen gibt, die sich vom Schlechten ernähren und Unruhe bewusst verstärken wollen.

Auch deshalb zog er am Ende eine harte Grenze: „Ich werde meinen Trainer und meine Fußballer nicht an diese Leute verfüttern„, sagte der Präsident. Damit fasste er die Grundstimmung seines Auftritts zusammen. Die Botschaft war eindeutig: Fenerbahce will in den kommenden Wochen sportlich angreifen, intern geschlossen bleiben und sich nach außen nicht weiter auseinanderdividieren lassen.

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