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·31 de julho de 2026

Super-Star ohne Bundesliga: Alajbegovic und seine Vorgänger

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Bayer Leverkusen und Juventus Turin sollen sich auf einen Transfer von Kerim Alajbegovic (18) geeinigt haben – bei einer kolportierten Ablöse von 35 Millionen Euro.

Laut SPORT BILD (aktuelle Ausgabe) ist Alajbegovic bei Transfer zu Juventus „der teuerste Bundesliga-Profi, der nie Bundesliga spielte“ und „der teuerste 18-Jährige, den ein deutscher Klub jemals verkauft hat.“


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Super-Star ohne Bundesliga: Alajbegovic und seine Vorgänger

  • Für Bayer Leverkusen hat Kerim Alajbegovic noch nie ein Bundesliga-Spiel oder überhaupt eine Partie im Profibereich bestritten.
  • Er kam unter dem Bayer-Kreuz nur in der U17, U19 und in der UEFA Youth League zum Einsatz.

„Dieser Deal“, schrieb der geschätzte Kollege Axel Hesse am Mittwoch in SPORT BILD, „macht deutlich, wohin sich das Fußballgeschäft und der Transfermarkt entwickeln. (…) Bei Bayer wollte der Nationalspieler Bosniens nicht bleiben, das 4-3-3-System des neuen Trainers Carles Martinez mit Hochgeschwindigkeits-Spielern auf der Außenbahn empfand der Offensivspieler nicht als optimal.“

  1. Einzige Profi-Liga, in der Alajbegovic bislang zu sehen war, ist die oft und völlig zu Unrecht geschmähte Admiral Bundesliga in Österreich.
  2. Für zwei Millionen Euro an Red Bull Salzburg transferiert, machte Kerim Alajbegovic bei den „Roten Bullen“ mit 17 Tor-Beteiligungen (13 Treffer) in 44 Pflichtspielen einen derart starken Eindruck, dass Bayer 04 von seinem Rückkaufsrecht Gebrauch machte und ihn Anfang Juli nach Leverkusen zurückholte.

Dass er zum Pflichtspiel-Start im DFB-Pokal bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden noch bei Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, ist nach den bisherigen Meldungen mehr als unwahrscheinlich.

Alajbegovic – Ein Superstar ohne Bundesliga. Damit steht der für Bosnien-Herzegowina spielende, in Köln geborene Linksaußen nicht allein. Wir nennen eine Auswahl dieser Spieler.

Superstar ohne Bundesliga-Spiel: Huth gewann drei Mal die Premier?League

Robert Huth (41), in England respektvoll „The Berlin Wall“ genannt, weil er als 1,91 m großer Innenverteidiger so ziemlich jedes Kopfballduell gewann, spielte in der Premier League für den FC Chelsea, der ihn 2001 vom 1. FC Union Berlin holte, für den FC Middlesbrough, Stoke und Leicester City.

  1. Er wurde mit Chelsea 2005 und 2006 sowie 2016 – sensationell – mit Leicester City insgesamt drei Mal englischer Meister.
  2. Für Deutschland machte er 19 Länderspiele, u. a. bei der WM 2006 im eigenen Land, aber eben bis zu seinem Karriere-Ende 2018 nie ein Bundesliga-Match.

„Traut, the Kraut“ – Vom Kriegsgefangenen zum Fußball-Idol

Bernd „Bert“ Trautmann († 2013) war wahrscheinlich das größte Transfer-Geschenk aller Zeiten für Manchester City.

Der Bremer Torhüter, als Kriegsgefangener in einem Camp in Ashton-in-Makerfield bei Wigan 1948 entdeckt, wechselte 1949 gegen alle Widerstände der Fans, die anfangs gegen seinen Wechsel demonstrierten, zu Manchester City.

„Traut, the Kraut“ wurde unter anderem durch seine unglaubliche Leistung im FA Cup-Finale 1956 gegen Birmingham City (3:1) in Wembley, als er mit angebrochenem Genick durchspielte, zur absoluten Klub-Ikone.

  1. 508-mal stand Bernd Trautmann bis 1964 bei den „Citizens“ zwischen den Pfosten.
  2. Er wurde als erster Deutscher „Fußballer des Jahres“ in England (1956). Ein Bundesligaspiel machte er nie, obwohl die neue deutsche Eliteliga noch zu seiner aktiven Zeit startete.

Erstaunlich auch die Karriere des Helmut Haller († 2012).

„Il Biondo“, der Blonde, wie der gebürtige Augsburger, der sich seine Italienisch-Kenntnisse über Micky-Maus-Hefte aneignete und schließlich Interviews in der Sprache seiner Gastgeberklubs FC Bologna und Juventus Turin geben konnte, wurde nach seinem Tod vom FC Bologna als „der größte Spieler, den wir jemals hatten“ geadelt.

  1. Haller, 1962 nach Italien gewechselt und drei Mal Serie-A-Meister mit Bologna (1964) und Juventus (1972 und 1973), spielte nie in der Bundesliga.

Nur sein 1961 geborener Sohn Jürgen Haller, mit dem er vor der EURO 1996 auf Druck der englischen Medien den WM-Finalball von 1966 auf die Insel zurückbrachte, machte 1986/87 für den Highflyer Blau-Weiß 90 Berlin 24 Bundesliga-Spiele.

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