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·30 de janeiro de 2026
Timo Werner geht nach San Jose – und damit endet eine Karriere, die nie ihr Potenzial entfaltete

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·30 de janeiro de 2026

RB Leipzig lässt seinen Rekordtorschützen ein halbes Jahr vor Vertragsende ziehen. Nach nur drei Kurzeinsätzen in dieser Saison sucht Werner in der MLS einen Neuanfang.
Timo Werner geht nach San Jose. Nicht nach Miami, wo Messi spielt. Nicht nach Los Angeles, wo die großen Namen landen. Sondern zu den Earthquakes, einem Klub, der in der MLS seit Jahren im Mittelmaß feststeckt. Das sagt alles über den Zustand eines Spielers, der einmal als Deutschlands Sturmhoffnung galt.
Ein halbes Jahr vor Vertragsende lässt RB Leipzig seinen Rekordtorschützen ziehen. 113 Tore in 216 Pflichtspielen, diese Bilanz bleibt in den Geschichtsbüchern. Doch die Gegenwart erzählt eine andere Geschichte: drei Kurzeinsätze in der laufenden Bundesliga-Saison, kein einziges Tor. Werner war nicht mehr Teil des Plans, er war ein Fremdkörper im eigenen Kader.
Der Wechsel ist konsequent. Für beide Seiten. Leipzig befreit sich von einem Gehalt, das in keinem Verhältnis mehr zur sportlichen Leistung stand. Werner bekommt die Chance auf Spielzeit, auf einen Neuanfang in einer Liga, die weniger gnadenlos ist als die Bundesliga. Die MLS verzeiht Tempoverlust, sie verzeiht taktische Schwächen. Sie bietet Spielern wie Werner eine Bühne, auf der sie noch einmal glänzen können.
Ob das gelingt, steht auf einem anderen Blatt. Werners Karriere nach dem Chelsea-Wechsel 2020 gleicht einer Abwärtsspirale. Der Champions-League-Sieg 2021 war der letzte große Erfolg, danach folgte der schleichende Niedergang. Die Rückkehr nach Leipzig 2022 brachte keine Wende, die Leihe nach Tottenham wurde zum Desaster: 41 Spiele, drei Tore. Zahlen, die für einen Stürmer vernichtend sind.
Werner ist 29 Jahre alt. In diesem Alter stehen Spieler normalerweise in ihrer besten Phase. Bei ihm wirkt es wie das Ende einer Ära, die nie ihr volles Potenzial entfaltet hat. Die 28 Bundesliga-Tore aus der Saison 2019/20 bleiben der Höhepunkt. Alles danach war Stückwerk.
Die warmen Worte zum Abschied können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein Spieler geht, der seine beste Zeit längst hinter sich hat. Marcel Schäfer spricht von der Erfolgsgeschichte, mit der Werner verbunden bleibt. Das stimmt. Aber es ist eine Geschichte, die vor fünf Jahren ihren Höhepunkt erreichte.
San Jose wird Werner Spielzeit geben. Die Frage ist, was er daraus macht. Die MLS hat schon viele europäische Spieler aufgenommen, die ihre Karriere in Würde ausklingen lassen wollten. Manche fanden dort tatsächlich noch einmal zu alter Stärke. Andere verschwanden in der Bedeutungslosigkeit.
Für den deutschen Fußball ist Werners Abgang ein Symbol. Ein Spieler, der einmal für die Zukunft stand, verabschiedet sich ohne großes Aufsehen. Das sagt viel über ihn. Und noch mehr über die Bundesliga, die solche Abschiede längst gewohnt ist.








































