Tottenham Hotspur braucht keinen neuen Trainer, sondern endlich eine Idee | OneFootball

Tottenham Hotspur braucht keinen neuen Trainer, sondern endlich eine Idee | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: feverpitch.de

feverpitch.de

·11 de fevereiro de 2026

Tottenham Hotspur braucht keinen neuen Trainer, sondern endlich eine Idee

Imagem do artigo:Tottenham Hotspur braucht keinen neuen Trainer, sondern endlich eine Idee

Nach dem Absturz auf Platz 16 trennen sich die Spurs von ihrem Trainer. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht, der Klub steckt in einer strukturellen Krise.

Die Entlassung von Thomas Frank bei Tottenham Hotspur ist keine Überraschung, sie war überfällig. Acht Ligaspiele ohne Sieg, vier Niederlagen in den vergangenen sechs Partien, Absturz auf Platz 16 – das sind Zahlen, die keinen Spielraum für Sentimentalitäten lassen. Fünf Punkte trennen einen Klub mit dem Selbstverständnis der Spurs von den Abstiegsrängen. Das ist keine Krise, das ist ein Alarmsignal.


Vídeos OneFootball


Frank hatte im Sommer einen Vertrag bis 2028 unterschrieben, als er den entlassenen Ange Postecoglou beerbte. Wenige Monate später ist auch er Geschichte. Die Schnelllebigkeit des Geschäfts mag man beklagen, doch sie folgt einer brutalen Logik: Wer nicht liefert, geht. Und Frank hat nicht geliefert. Die 1:2-Niederlage gegen Newcastle United, bei der Malick Thiaw den Führungstreffer für die Gäste erzielte, war nur der letzte Beweis einer Mannschaft, die unter ihrem Trainer keine Identität gefunden hat.

Tottenham Hotspur: Was bleibt, ist ein gespaltenes Bild

In der Champions League schlossen die Spurs die Ligaphase auf Platz vier ab und stehen im Achtelfinale. Das ist beachtlich, keine Frage. Doch es wirft die Frage auf, warum eine Mannschaft, die auf europäischer Bühne funktioniert, in der heimischen Liga derart versagt. Die Antwort liegt vermutlich in der taktischen Flexibilität, die Frank nicht herstellen konnte. Gegen internationale Gegner reichte das Talent im Kader, um Ergebnisse zu erzielen. Gegen die physische Intensität der Premier League fehlte ein Plan B.

Der Klub steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht, zumindest wurde keiner kommuniziert. Das ist bemerkenswert, denn normalerweise haben Vereine dieser Größenordnung längst einen Kandidaten in der Hinterhand, wenn sie einen Trainer entlassen. Entweder hat die sportliche Führung die Entwicklung unterschätzt, oder die Wunschkandidaten haben abgesagt. Beides wäre kein gutes Zeichen.

Tottenham befindet sich in einer strukturellen Krise, die über einzelne Trainer hinausgeht. Postecoglou scheiterte, Frank scheiterte – das Muster ist erkennbar. Der nächste Mann an der Seitenlinie wird dieselben Probleme erben: einen Kader, der auf dem Papier besser aussieht als auf dem Platz, und einen Verein, der seit Jahren Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammenbringt.

Die Spurs brauchen keinen neuen Trainer. Sie brauchen eine Idee davon, was sie eigentlich sein wollen. Solange diese Frage unbeantwortet bleibt, wird jeder Nachfolger von Frank nur der nächste Name auf einer Liste sein, die niemand führen möchte.

Saiba mais sobre o veículo