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·02 de janeiro de 2026
Vertrag gekündigt: Juristisches Nachspiel wegen Okpala-Transfer?

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Eigentlich schien der Transfer von Mannheims Kennedy Okpala zum SC Paderborn bereits in trockenen Tüchern, könnte nun allerdings ein juristisches Nachspiel haben. Denn offenbar kam der Transfer nicht über eine klassische Einigung zwischen den Vereinen zustande.
Wie die "Rheinpfalz" berichtet, soll Okpala seinen Vertrag in Mannheim fristlos gekündigt haben. Sowohl der SVW als auch Berater Horst Kletke bestätigten dem Blatt die einseitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Unterschiedliche Auffassungen gibt es jedoch darüber, ob dieser Schritt rechtlich zulässig war. Kern des Streits ist eine Ausstiegsklausel, die dem 21-Jährigen einen Wechsel im Winter ermöglichen sollte. Während die Spielerseite davon ausgeht, dass alle Voraussetzungen erfüllt wurden, bestreitet der SV Waldhof genau das.
Aus Sicht der Mannheimer steht Okpala weiterhin unter Vertrag, der sich laut der "Rhein-Neckar-Zeitung" per Klausel sogar über das Saisonende hinaus verlängert hat. Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber zeigte sich gegenüber der Zeitung überrascht über die offizielle Verkündung des Transfers durch den SC Paderborn und erklärte, der Spieler sei bis zuletzt als Teil des eigenen Kaders eingeplant gewesen. Mit der Kündigung habe Okpala seinen Wechselwunsch deutlich gemacht. "Jetzt werden andere Gremien entscheiden, ob das rechtens ist. Er wird sich etwas dabei denken, dass er das machen kann", so Zuber.
Der SV Waldhof will die fristlose Kündigung nun arbeitsrechtlich überprüfen lassen. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Verlust des Spielers, sondern auch um finanzielle Aspekte. Sollte die Kündigung vor Gericht Bestand haben, würde dem Klub eine mögliche Ablöse von rund 550.000 Euro entgehen. In dieser Höhe soll die Ausstiegsklausel angesetzt gewesen sein, die bei einem regulären Wechsel im Winter hätte greifen können. "Sein Management ist der Meinung, dass er wechseln dürfte. Jetzt werden wir schauen, ob das so ist. Wenn es so ist, dann haben wir wenig Handhabe", so Zuber
Okpalas Berater Kletke wiederum sieht den Verein in der Pflicht und verweist auf nicht eingehaltene vertragliche Zusagen: "Es ist einfach nicht dazu gekommen, dass sie das umsetzen, was vereinbart war. Dann kann man es nicht anders handhaben." Nach einer Abmahnung habe man konsequent gehandelt, der Wechsel sei aus Sicht der Spielerseite rechtlich sauber vollzogen worden. Auch das Verhalten des SC Paderborn sei korrekt gewesen. Der Offensivspieler ist inzwischen mit dem Zweitligisten ins Trainingslager nach Belek gereist und soll dort zeitnah ins Training einsteigen. Ob der Transfer rechtlich Bestand haben wird, hängt nun von der weiteren juristischen Bewertung ab. Eine Stellungnahme des SC Paderborn zu einem möglichen Nachspiel steht bislang noch aus.
Der SV Waldhof ließ am Abend über seine Vereinskanäle unter der Überschrift "Klarstellung zur Personalie Kennedy Okpala" verlauten, die Pressemitteilung des SC Paderborn "mit Verwunderung" zur Kenntnis genommen zu haben. Weiter heißt es: "Kennedy Okpala hat seinen laufenden Vertrag zum Jahresende gekündigt und ist heute nicht zum Training erschienen. Ein solches Verhalten wird vom SV Waldhof Mannheim 07 nicht toleriert. Kennedy Okpala ist weiterhin Spieler des SV Waldhof."
Neben Okpala fehlten am Freitag indes auch Stürmer Terrence Boyd und Innenverteidiger Nicklas Hoffmann beim Trainingsauftakt der Buwe. Allerdings nicht, weil sie den Klub verlassen haben, sondern aufgrund von Erkältungen. Sie dürften in Kürze zur Mannschaft zurückkehren. Bei Okpala wird das aller Vorrausicht nach dagegen nicht der Fall sein.









































