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·13 de maio de 2026
Vierkampf um die 2. Liga: Was für und was gegen die Teams spricht

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Energie Cottbus, MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock: Vor dem letzten Spieltag herrscht im Aufstiegsrennen ein Vierkampf um die 2. Liga. liga3-online.de analysiert, was jeweils für und gegen den Aufstieg spricht.

Was für den Aufstieg spricht: Ein Sieg in Regensburg, und Energie Cottbus ist nach zwölf Jahren zurück in der 2. Liga! Von allen vier verbliebenen Aufstiegskandidaten hat Energie Cottbus die besten Chancen auf das Bundesliga-Unterhaus und kann dieses aus eigener Kraft erreichen. Schon ein Remis würde reichen, wenn Duisburg und Essen keine hohen Siege einfahren. Hinzukommt, dass die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Last-Minute-Siegtreffer gegen Wiesbaden mit Rückenwind anreist und von rund 6.000 Fans begleitet wird. Darüber hinaus hat in der Geschichte der 3. Liga noch nie ein Team den Aufstieg verspielt, das vor dem 38. Spieltag auf Platz 2 stand. Passend dazu hat Cottbus in der Historie noch nie gegen Regensburg verloren und kann auch wieder auf die gegen Wiesbaden gesperrten Tolcay Cigerci und Axel Borgmann setzen.
Was gegen den Aufstieg spricht: So gut die Ausgangslage auch ist: Von allen Teams kann Cottbus auch am meisten verlieren. Dass der Druck da ist und der Kopf längst eine Rolle spielt, wurde in den letzten Wochen immer mal wieder deutlich. Zudem ist der Jahn derzeit ganz gut in Form. In Mannheim mussten sich die Regensburger am Samstag durch ein kurioses Eigentor zwar unglücklich geschlagen geben, konnten davor aber zweimal in Folge gewinnen – darunter mit 5:2 in Rostock. Des Weiteren wird der SSV sicherlich alles daran setzen, eine Aufstiegsfeier des Gegners im eigenen Stadion zu verhindern.

Was für den Aufstieg spricht: Als einziges der vier Teams darf der MSV Duisburg vor heimischer Kulisse antreten. Für die Zebras ein besonderer Vorteil. Schließlich sind die Meidericher als einziger Klub der 3. Liga im eigenen Stadion noch ungeschlagen und konnten sogar Meister VfL Osnabrück, der zuvor sieben Partien in Folge gewonnen hatte, sowie Energie Cottbus schlagen. Mit über 30.000 Zuschauern ist die Schauinsland-Reisen-Arena restlos ausverkauft, sogar Teile des Gästeblocks wurden für die MSV-Fans freigegeben. Ein Sieg, und zumindest die Relegation wäre den Meiderichern nach menschlichem Ermessen sicher. Verliert Cottbus, geht es bei einem Sieg sogar direkt hoch. Die Ausgangslage könnte wahrlich schlechter sein.
Was gegen den Aufstieg spricht: In elf Spielen gegen die Viktoria ging der MSV nur dreimal als Sieger vom Platz, auch im Hinspiel kam die Hirsch-Elf nicht über ein 0:0 hinaus. Darüber hinaus werden die Höhenberger unbedingt Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt gegen Alemannia Aachen betreiben wollen. Dass Sportvorstand Franz Wunderlich öffentlich von einem "Klassenunterschied" und einer "Vorführung" gesprochen hatte, werden die Spieler kaum auf sich sitzen lassen wollen. Besonders motiviert wird die Mannschaft auch deshalb sein, um sich in den Diskussionen um die Klausel bei Ex-Spieler Lex Tyger Lobinger nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung schuldig zu machen.

Was für den Aufstieg spricht: Gerade rechtzeitig zum Saisonfinale hat Rot-Weiss Essen mit dem 1:0-Heimsieg gegen Verl wieder in die Spur gefunden. Vor allem für den Kopf, der nach dem Spiel in Cottbus große Probleme bereitet hatte, war der Erfolg überaus wichtig. Dass die zuvor so wacklige Defensive (13 Gegentore aus den letzten drei Spielen) ausgerechnet gegen die beste Offensive zu Null blieb, macht Mut für die Partie gegen Ulm. Über 4.000 Fans werden die Essener dank eines vergrößerten Gästeblocks begleiten und für Heimspiel-Atmosphäre sorgen. Schon ein Remis könnte für die Relegation reichen, sollte Duisburg gegen Köln verlieren. Auch der direkte Aufstieg ist noch möglich, wenn neben dem MSV auch Cottbus keine Punkte mitnimmt.
Was gegen den Aufstieg spricht: Auf dem Papier hat RWE mit dem bereits abgestiegenen SSV Ulm den leichtesten Gegner der vier Teams, doch Obacht: Die Spatzen werden die Partie keinesfalls abschenken. Das stellten sie schon am letzten Samstag bei Meister Osnabrück unter Beweis, dem sie ein 1:1 abtrotzten und zwischenzeitlich sogar führten. Weil die Ulmer bereits aus dem Landespokal ausgeschieden sind, stellt die Partie gegen Essen für alle Spieler die letzte Möglichkeit dar, sich vor einem großen Publikum für andere Vereine ins Schaufenster zu stellen. Diese Chance wird sich kaum jemand entgehen lassen.

Was für den Aufstieg spricht: Von allen vier Teams hat die Kogge zwar die schlechteste Ausgangslage, doch genau darin liegt auch eine Chance. Während Cottbus, Duisburg und auch Essen, das mindestens Vierter werden muss, um in der nächsten Saison im DFB-Pokal dabei zu sein, etwas zu verlieren haben, kann Hansa als Jäger vergleichsweise befreit aufspielen – und im Prinzip nur gewinnen. Zudem gibt der furiose 5:3-Sieg gegen Stuttgart II Aufwind. Über 2.000 Fans werden im Ludwigspark dabei sein, sogar der Gästeblock wurde vergrößert, damit keine Hansa-Fans im Heimbereich sitzen.
Was gegen den Aufstieg spricht: Direkt aufsteigen kann Hansa als einziges der verbliebenen Aufstiegsanwärter nicht mehr, und selbst der Relegationsplatz ist drei Punkte entfernt. Es braucht somit nicht nur einen Sieg in Saarbrücken, sondern auch noch Niederlagen von Duisburg und Essen. Kurzum: Es müsste schon viel passieren, dass die Kogge noch Dritter wird. Hinzukommt, dass der FCS überaus heimstark ist und vor heimischer Kulisse erst dreimal verloren hat. Unter Trainer Argirios Giannikis sind die Saarländer in sieben Heimspielen sogar noch ungeschlagen. Außerdem konnte Hansa in acht Partien im Ludwigspark erst einmal gewinnen – zuletzt vor über 20 Jahren.







































