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·19 de fevereiro de 2026

Vor dem Abstiegskracher gegen St. Pauli: Diese 4 Änderungen muss Thioune vornehmen

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So richtig konnte Daniel Thioune das Ruder bei Werder Bremen noch nicht herumreißen. Aus zwei Spielen gab es bislang zwei Niederlagen, wenngleich die Grün-Weißen vor allem gegen den FC Bayern ein ordentliches Spiel zeigten.

Trotz der leicht aufsteigenden Leistung reißen die Grün-Weißen dennoch mit einem ordentlich schweren Rucksack zum Abstiegskracher ans Millerntor nach St. Pauli. Schließlich ist Werder seit elf Spielen sieglos und ist gegen die Kiezkicker quasi schon zum Siegen verdammt.


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Damit Bremen die Serie des Grauens durchbrechen kann, braucht es allerdings Anpassungen von Daniel Thioune. Dabei sollte er sich in einigen Aspekten auf seine Zeit in Düsseldorf zurückbesinnen.

Das muss Thioune verändern

1. Rückkehr zur Viererkette

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Felix Agu gibt Daniel Thioune neue Optionen / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Bei der Fortuna ließ Thioune hauptsächlich mit einer Viererkette verteidigen. Das sollte er jetzt auch bei Werder etablieren. Mit Felix Agu ist schließlich ein Außenverteidiger wieder fit, der die Personalnot etwas entzerrt. Denn wenn diese Saison eins gezeigt hat, dann, dass Werder und Dreierkette nicht funktioniert. Es fehlt hier schlicht an ausreichend Personal und vor allem an Sicherheit. Seit die Bremer am 15. Spieltag zur Dreierkette wechselten, gewannen sie kein Spiel und spielten nur einmal zu Null. Es zeigt, dass die Grün-Weißen sich mit einer Viererkette wohler fühlen bzw. besser mit ihr zurechtkommen. Der Kader hat einfach keine typischen Schienenspieler, sondern klare Außenverteidiger oder Außenstürmer. Diese Umstellung würde zudem einem bestimmten Spieler sehr gut tun.

2. Mehr Freiheiten für Samuel Mbangula

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Samuel Mbangula kann Werders Unterschiedspieler sein – wenn er richtig eingesetzt wird / FOCKE STRANGMANN/GettyImages

Werders zweitteuerster Neuzugang der Vereinsgeschichte hat nach einem starken Start in den letzten Wochen ordentlich abgebaut. Das ist allerdings nicht ihm alleine anzulasten, sondern auch dem taktischen Korsett, in das ihn Ex-Trainer Horst Steffen zwängen wollte. Der 56-Jährige wollte Mbangula zu einem Schienenspieler umfunktionieren. Warum er das tun wollte, bleibt dabei sein Geheimnis. Der Belgier war dann am besten, wenn er sich auf die Offensive konzentrieren und so wirbeln konnte, wie er wollte. Das sah man in der Hinrunde gegen Gladbach oder auch gegen St. Pauli, wo er in beiden Spielen überragte. Thioune muss den 22-Jährigen wieder genau diese Freiheiten geben. Er ist Bremens bester Offensivspieler und hat in der Theorie eine Qualität, die gegen alle Abstiegskonkurrenten den Unterschied ausmachen kann. Thioune muss sie, anders als Horst Steffen, nur auch richtig einsetzen.

3. 4-3-3 als Grundordnung

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Justin Njinmah würde von einer Systemumstellung profitieren / Eurasia Sport Images/GettyImages

Thiounes Mannschaften waren immer dann am besten, wenn er sie im 4-3-3 spielen ließ. Dasselbe sollte er folgerichtig auch bei Werder implementieren. Das Personal dafür ist schließlich da und würde bei einigen Spielern auch ihre Stärken besser zur Entfaltung bringen. Zum Beispiel bei Justin Njinmah. Der 24-Jährige wurde in dieser Saison häufig als Stürmer eingesetzt, doch seine wahre Stärke liegt im Tempo und 1-gegen-1. Als klarer rechter Flügelstürmer würden seine Trümpfe also deutlich besser ausgespielt werden, als es bislang der Fall war. Mit Mbangula auf links und Njinmah auf rechts hätte Werder auf Anhieb eine richtig gute Flügelzange.Gleichzeitig bleibt das Zentrum trotzdem dicht. Senne Lynen und Jens Staige räumen weiterhin auf und halten Romano Schmid den Rücken frei. Allerdings würde der Österreicher dann nicht als Zehner, sondern als Achter eingesetzt. So behält Bremen gleichzeitig Kontrolle über das Zentrum, während Schmid als tiefstehender Spielmacher die Angreifer in Szene setzen, oder bei Bedarf selbst mit nach vorne gehen kann.

4. Mehr Minuten für Keke Topp und Jovan Milosevic

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Jovan Milosevic erzielte bislang einen Treffer für Werder / picture alliance/GettyImages

Gegen Bayern München gab Marco Grüll den vordersten Stürmer – eine Entscheidung, die verwunderte. Vor allem, weil die beiden etatmäßigen Stürmer Keke Topp und Jovan Milosevic das ganze Spiel über draußen saßen. Thioune muss ihnen wieder mehr Vertrauen schenken und mehr Minuten geben. Sowohl Topp als auch Milosevic haben in der Rückrunde bereits wichtige Treffer für die Grün-Weißen erzielt. Außerdem ist die Zeit für Experimente mit etatmäßigen Außenstürmern im Sturmzentrum, wie Grüll es einer ist, vorbei. Topp oder Milosevic können dem Spiel eine neue Dimension geben, wenn sie richtig eingesetzt werden. Vor allem der Serbe kommt als alleiniger Stürmer deutlich besser zurecht als im Tandem mit einem weiteren Angreifer. Bei Partizan Belgrad erzielte er als einzige Spitze in der Hinrunde zwölf Treffer in 17 Spielen. Er weiß also, wie er sich dort zu verhalten und zu bewegen hat.

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