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·20 de março de 2026

Vorbericht: FC St. Pauli – SC Freiburg (27. Spieltag, 25/26)

Imagem do artigo:Vorbericht: FC St. Pauli – SC Freiburg (27. Spieltag, 25/26)

Mit dem SC Freiburg empfängt der FC St. Pauli einen sehr defensivstarken Gegner, der trotz Problemen im Offensivspiel bisher eine erfolgreiche Saison spielt.(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Im „Vor dem Spiel“-Gespräch hat sich Casche mit Patrick vom Spodcast unter anderem lange über Vereinsstrukturen unterhalten, aber auch die Freiburger Saison und vor allem die bemerkenswert gedämpfte Stimmung eingefangen.Vor dem Spiel wird es um 15:30 Uhr einen Busempfang geben. Alle Infos dazu findet ihr hier. Alle hin da!


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FC St. Pauli: Wer kann spielen, wer fehlt?

Die personelle Situation beim FC St. Pauli ist unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Alexander Blessin erklärte auf der Pressekonferenz, dass neben Ricky-Jade Jones, Simon Spari und James Sands auch Karol Mets und Manos Saliakas weiterhin ausfallen werden. Bei den beiden Letztgenannten ergänzte er aber, dass diese aller Voraussicht nach für das Spiel beim 1. FC Union Berlin nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit sein werden.

Kader unverändert, aber trotzdem mehr Optionen

Und so ganz unverändert ist die personelle Situation auch nicht. Denn Andréas Hountondji, David Nemeth und Matti Rasmussen waren zwar für die Partie gegen Mönchengladbach so fit, dass sie wieder im Kader stehen konnten, ihnen wird aber die lange Trainingswoche gutgetan haben, um sich für noch mehr Spielzeit zu empfehlen. Nemeth sammelte zusammen mit Taichi Hara ein paar Minuten bei der U23 am vergangenen Wochenende, was beiden geholfen habe, um in den Rhythmus zu kommen, wie Blessin erklärte.

SC Freiburg: Wer kann spielen, wer fehlt?

Gemessen daran, dass der SC Freiburg in dieser Saison bereits 40 Pflichtspiele bestritten hat, ist die personelle Situation extrem gut. Aktuell fehlen den Breisgauern nur zwei Spieler. Diese beiden sind aber auch ganz besondere Pechvögel. Zum einen hat sich Innenverteidiger Max Rosenfelder schon wieder verletzt. Der 23-jährige ist extrem talentiert, aber leider auch sehr anfällig für Verletzungen, verpasste so sogar bereits eine Nominierung für das Nationalteam.Und dann ist da noch Daniel-Kofi Kyereh. Der ist inzwischen 30 Jahre alt und hat seinen letzten Einsatz vor etwas mehr als drei Jahren bestritten. Seitdem macht das Knie immer wieder Probleme. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, Zukunft ungewiss. Wir wünschen Dir, lieber Kofi, weiterhin alles, alles Gute!

Was haben die Freiburger zu bieten?

Der SC Freiburg tanzt aktuell noch auf allen Hochzeiten, hat in der Liga die Chance, sich erneut für das internationale Geschäft zu qualifizieren, steht im Viertelfinale der Europa League und im Halbfinale des DFB-Pokals. Eine kurze Schwächephase in der Liga (zuletzt nur ein Zähler aus drei Spielen) dürfte durch das überzeugende 5:1 gegen Genk am Donnerstag weggewischt worden sein. Trotzdem sind nicht Wenige beim SC Freiburg irgendwie nicht so richtig zufrieden mit der bisherigen Saison. Was ist da los?

Freiburger Fußball erfolgreich, aber nicht sexy?

Es ist wohl die Spielweise, die dazu führt, dass im Breisgau trotz der guten Ergebnisse der Hypetrain eher unterbesetzt ist. Zum einen passt Hype sowieso nicht so richtig in den Breisgau (das ist sogar eine Stärke des Clubs). Aber der SC Freiburg spielt zudem einen Fußball, der eher nicht dazu dient, um das Umfeld vollauf zu begeistern. Mit dem Ball wirkt das Team oft sehr behäbig, hat im Saisonverlauf immer wieder Probleme offenbart, wenn es darum ging, sich vielversprechend vor das gegnerische Tor zu kombinieren.Das äußert sich unter anderem in den Zahlen: Der SC Freiburg tritt gegen Teams aus unteren Tabellenregionen oft sehr ball-dominant auf, findet aber zu wenige Lösungen. Zwar liegt man mit der Anzahl an eigenen Pässen im Liga-Mittelfeld, pro Partie spielt der SCF aber nur rund 58 progressive Pässe, die wenigsten der Bundesliga. Das vertikale Spiel ist also nicht sehr ausgeprägt, Freiburg findet selten Lücken, um schnell den Weg nach vorne zu finden. So sind die Spiele mit Freiburger Beteiligung eher selten ein Hochgenuss für Fans von temporeichem Fußball.

Ganz grundsätzlich scheint es, als wenn es dem Team an gewissen Komponenten fehlt, um offensiv aufbrausender zu sein. Es fehlt Geschwindigkeit für Tempoläufe, mehr aber noch im Passspiel. Oft werden Bälle einen Ticken zu lange gehalten, oft sorgt dieses geringe Tempo dafür, dass es nicht gelingt, Seiten zu verlagern und Räume zu schaffen. So hakt es also auch am horizontalen Spiel. Weitere Zahlen zeigen, dass das Freiburger Aufbauspiel eine echte Problemzone sein könnte: 15 Gegentreffer fing sich der SCF nach Ballverlusten im Spielaufbau, nur Frankfurt hat sich mehr gefangen. Alexander Blessin erklärte dazu aber, dass es nach Freiburger Ballverlusten keineswegs einfach ist, erfolgreich zu sein: „Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die so schnell kompakt schließt. Deswegen geht es darum, diese Momente zu finden, wo es offen ist. Wenn wir das nicht nutzen und erkennen, dann ist es schwierig, dort Lösungen zu finden.“

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Wenn eine Mannschaft extreme Bereitschaft zeigt in der Arbeit gegen den Ball, dann ist das oft ein untrügliches Zeichen, dass der Trainer des Teams Vieles im Griff hat – entsprechend ist die Arbeit von Julian Schuster beim SC Freiburg sehr hoch einzuschätzen. // (c) Stefan Groenveld

Erfolgsfaktor defensive Stabilität

Viele Gegentreffer nach Ballverlusten und ein gegnerischer Trainer, der betont, dass der SC Freiburg extrem schnell in eine kompakte Formation findet – das passt nicht zusammen, oder? Zumindest ist das Zeitfenster, in dem Freiburg etwas unsortiert steht, ziemlich schmal. Und wenn es dem SCF gelingt, sich nach Ballverlusten oder nach Überspielen der ersten Pressinglinie in einer kompakten Formation zusammenzufinden, dann wird es sehr schwer für die Gegner. Nur der FCB und der BVB haben einen geringeren gegnerischen xG-Wert zugelassen, kein Team lässt weniger Großchancen zu, als der SC Freiburg. In den tiefen Phasen finden sich die Freiburger oft in einem 4-2-3-1 zusammen, manchmal, wenn gegnerische Außenverteidiger sehr hoch schieben, kann aus der Viererkette auch eine Fünfer-, teilweise sogar eine Sechserkette werden.

Warum steht der SC Freiburg, wenn er aus dem Spiel heraus offensiv eher nicht zu den besseren Teams der Bundesliga zu zählen ist, denn dann in der Liga auf Rang acht und ist in den anderen Wettbewerben noch dabei? Zum einen eben aufgrund der starken Defensive, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Stärke bei offensiven Standards. Nur knapp 16 Ecken benötigt der SCF durchschnittlich für einen eigenen Treffer (der FCSP ungefähr 60). Der FC St. Pauli hat mit dieser Stärke unliebsame Bekanntschaft gemacht im Hinspiel, als Suzuki nach einem Eckball traf, der einem bestimmten Muster folgte: Gegenspieler werden aus dem Rückraum und vom zweiten Pfosten herausgezogen.

Standards gefährlich – auf beiden Seiten

Insgesamt erzielte der SC Freiburg in dieser Saison schon 16 Treffer nach ruhenden Bällen in der Bundesliga. Das ist richtig, richtig stark. Doch komischerweise ist die Standardstärke der Freiburger nur in der Offensive vorhanden. Wenn es um die Verteidigung ruhender Bälle geht, dann ist es fast umgekehrt: Sechs Gegentreffer fing man sich nach Eckbällen – die zweitmeisten der Liga, obwohl man die zweitwenigsten Ecken zugelassen hat (diese Zahlen habe ich vom einmal mehr empfehlenswerten Gegnercheck auf der FCSP-Homepage).

Aufgrund dieser Statistiken ist völlig klar, dass der FC St. Pauli in dieser Trainingswoche einen besonderen Fokus auf ruhende Bälle gelegt hat. Blessin erklärte die Stärke der Freiburger Standards unter anderem damit, dass mit Grifo und Beste zwei gute Standardschützen im Team sind („Da haben sie richtig Qualität!“). Er lieferte damit auch eine Erklärung, warum Freiburg offensiv so erfolgreich mit Standards ist, obwohl das Team nicht unbedingt aus „Kopfballmonstern“ besteht (drittschwächste Quote der Liga bei Kopfballduellen), wenngleich der FCSP-Chefcoach unter anderem die Stärken von Ginter und Matanović im Kopfballspiel hervorhob. Woran es liegt, dass Freiburg gegen den Ball Probleme bei Standardsituationen hat, sei hingegen „schwer zu beantworten“, so Blessin. Aber natürlich habe man sich darauf vorbereitet: „Wir haben heute ein paar Sachen trainiert, die eigentlich ganz gut aussahen. Da waren ein paar Abläufe drin, die gut gepasst haben. Wenn es so am Sonntag läuft, dann wäre das schön. Wir wollen das nutzen als Dosenöffner.“

Mögliche Aufstellung

Es ist völlig unklar, in welcher personellen Aufstellung der SC Freiburg beim FC St. Pauli antreten wird. In dieser Saison wurde auch aufgrund der Belastung durch die vielen Englischen Wochen bereits einige Male kräftig rotiert. Das könnte auch am Sonntag wieder der Fall sein. Blessin vermutete aber, dass die Herren Matanović und Grifo in der Startelf stehen könnten, weil sie am Donnerstag gegen Genk relativ früh ausgewechselt wurden. Knapp hinter Matanović können entweder Suzuki oder Höler spielen. Auf der Doppelsechs ist Eggestein gesetzt, die Besetzung der Position neben ihm gibt auch Auskunft darüber, wie offensiv die Freiburger spielen wollen: Osterhage ist die defensivere, (der sehr talentierte, aber oft ineffiziente) Manzambi die offensivere Variante. Zudem könnten in der Innenverteidigung entweder Lienhart oder Ogbus neben Ginter starten. Und das sind nur die personellen Rotationen, die ich für möglich halte. Es gibt noch deutlich mehr, der Freiburger Kader ist insgesamt recht ausgeglichen.

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Erwartete Aufstellung FC St. Pauli – SC Freiburg

FCSP: Vasilj – Wahl, Smith, Andō – Pyrka, Rasmussen, Irvine, Ritzka – Fujita, Sinani, Pereira Lage

SCF: Atubolu – Treu, Ginter, Ogbus, Günter – Eggestein, Manzambi – Beste, Suzuki, Grifo – Matanović

Rückt Smith wieder eine Position nach hinten?

Beim FC St. Pauli drängen zwei Spieler in die Startelf, die nach ihren Verletzungen wieder voll mit dabei sind: Connor Metcalfe brennt nach seinen Knieproblemen auf mehr Spielzeit, wurde von Alexander Blessin auf der Pressekonferenz gelobt und fast wäre dem FCSP-Chefcoach womöglich so etwas wie eine Startelfgarantie über die Lippen gekommen, so zumindest mein Eindruck. Bezogen auf einen Startelfeinsatz sagte er: „Es war bitter, weil er vor seinen Knieproblemen nah dran gewesen ist. Jetzt geht es darum, einfach weiterhin Gas zu geben und für den Moment bereit zu sein. Das Gefühl habe ich und deswegen spricht nichts dagegen. Ich hätte ihn im letzten Spiel gerne früher reingebracht. Ich weiß auch, dass er selber brennt auf mehr Spielzeit.“Allerdings bleibt natürlich fraglich, wen er aus der Startelf verdrängen könnte – und auch, was mit Matti Rasmussen ist. Der spiele laut Blessin zwar lieber auf der Sechs, doch auf der Zehnerposition scheint Blessin ihn lieber zu sehen, „weil er sich da extrem gut in den Räumen bewegt und schwimmt“ und sowieso gehe es ja darum, „was für die Mannschaft besser ist.“

Das klingt für mich irgendwie danach, dass sowohl Metcalfe als auch Rasmussen in die Startelf drängen. Aber für wen? Eine wahrscheinliche Option ist, dass Eric Smith den Platz auf der Sechs neben Jackson Irvine räumt und wieder in die Innenverteidigung rückt (Adam Dźwigała würde dann rausrotieren). Zusätzlich müsste in der Offensive ein Spieler aus dem Trio Pereira Lage-Sinani-Fujita auf die Bank. Fujita wird das sicher nicht sein, bleiben Sinani und Pereira Lage. Bei beiden gäbe es Argumente für und gegen einen Bankplatz – Ausgang völlig offen, aber ich tippe mal darauf, dass erstmal nur Rasmussen ins Team rückt (auf der Sechs).

„Jeden Prozentpunkt rauskitzeln“

Für Sonntag wurde zum Busempfang aufgerufen. Was dieser bewirken kann, konnten wir letzte Saison beobachten, als das Team vor der Partie gegen die TSG Hoffenheim mit viel Licht empfangen wurde. Blessin: „Die Einfahrt zum Stadion war damals was Unglaubliches. Die Atmosphäre (…) hat noch ein paar Prozentpunkte geweckt.“Genau darum geht es auch jetzt. Der FC St. Pauli benötigt vor der Länderspielpause dringend Punkte gegen Freiburg. Damit das funktioniert, sind alle gefordert, so der FCSP-Cheftrainer: „Was ich mir wünsche ist, dass wir dieses gegenseitige Befruchten hinkriegen, dass die Fans sofort sehen, dass wir voll da sind und uns dann pushen und jeden möglichen Prozentpunkt aus uns rauskitzeln. Dass wir eine tolle Stimmung haben, ne tolle Atmosphäre, die wir zum Schluss genießen können, weil wir gewonnen haben. Das wäre der Best Case.“ Nehmen wir, Alex!Forza!// Tim

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