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·07 de julho de 2026

Warum Deutschland nie wieder Weltmeister wird – und wer wirklich schuld ist

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Sag es laut. Sag es klar. Deutschland wird nicht mehr Weltmeister. Nicht 2030. Nicht 2034. Vielleicht nie wieder. Das ist keine Meinung – das ist die logische Schlussfolgerung aus zehn Jahren systematischem Versagen, drei WM-Gruppenaustritten in vier Turnieren und einem Verband, der sich selbst für besser hält als er ist.

Das Frustrationspotenzial ist enorm. Der DFB-Fanclub hört jetzt auf zu lesen. Alle anderen lesen weiter – weil sie im Inneren wissen, dass es stimmt. Deutschland hat ein Problem. Und das Problem ist nicht der Trainer.


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2018 war ein Schock. 2022 eine Warnung. 2026 ist die Quittung.

Nach Russland hieß es: „Einmaliger Ausreißer.“ Nach Katar: „Pech, schlechte Auslosung.“ Nach den USA 2026 gibt es keine Ausrede mehr. Dreimal Gruppenphase in vier Turnieren. Das ist kein Zufall. Das ist ein System. Und das Schlimmste: Deutschland sucht jedes Mal denselben Sündenbock. Den Trainer. Als ob man mit einem anderen Namen auf der Bank plötzlich einen Weltklasse-Neuner zaubert, der schlicht nicht existiert.

Der Kader lügt nicht

England hat Bellingham, Kane, Saka. Frankreich hat Mbappé, Griezmann, Tchouaméni. Norwegen hat Haaland – reicht das als Argument? Deutschland hat Kimmich (gut), Musiala (sehr gut, aber noch kein Weltklasse-Spielmacher), Havertz (inkonstant) und Füllkrug (fleißig, aber kein Weltklasse-Stürmer). Das ist ein solider Kader für ein Viertelfinale. Kein Titelkandidat.

Die Bundesliga-Lüge

„Aber die Bundesliga ist so stark!“ Ja. Aber was bringt das der Nationalmannschaft, wenn die besten Spieler in dieser Liga Spanier, Engländer und Franzosen sind? Die Bundesliga hat deutschen Nachwuchs nicht gefördert – sie hat ihn verdrängt. Die Plätze, die früher für Özil und Müller reserviert waren, belegen jetzt Bellinghams und Salibas. Marktwirtschaft. Aber die Konsequenz trägt das Nationalteam.

Was sich ändern müsste – und warum es nicht passiert

Spanien hat La Masia. Frankreich hat Clairefontaine. Was hat Deutschland? Ein Verband, der nach jedem Ausscheiden eine Pressekonferenz gibt und sagt, man habe „viel mitgenommen.“ Aus drei WM-Gruppenaustritten. Man hat offenbar nicht genug mitgenommen.

Eine echte Reform braucht eine Spielphilosophie, die jahrzehntelang gilt. Eine Akademienstruktur, die Spieler für den Weltfußball ausbildet. Und einen DFB, der aufhört, sich selbst zu feiern. Solange das nicht passiert, ist 2034 kein Zieldatum – sondern das nächste Turnier, nach dem Deutschland über den nächsten Trainerwechsel diskutiert.

Die unbequeme Prognose

Die WM 2014 war kein Grundstein. Sie war der letzte Ausläufer einer Generation, die Klinsmann und Löw aufgebaut hatten. Seitdem geht es bergab. Und solange niemand das ehrlich sagt – laut, ohne Ausrede, ohne Hintertür – wird es nicht besser. Der nächste WM-Titel für Deutschland? Eine Erinnerung an 2014.

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