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·03 de julho de 2026

Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

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Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

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Simon Bartsch

3 Juli, 2026

Der 1. FC Köln hat in diesem Sommer bereits rund 20 Millionen Euro investiert — und trotzdem sind zentrale Positionen noch unbesetzt. Wie viel Spielraum noch bleibt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern. Was sich aber lesen lässt: Dieser Transfer-Sommer ist noch lange nicht vorbei.

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner weitere Millionen investiert. Mittlerweile sind es nahezu 20 Millionen Euro. Doch noch zahlreiche Baustellen sind offen.

Luka Lochoshvili (Foto: Christof Koepsel / Getty Images)

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So ein wenig verwunderte der finanzielle Aspekt schon. Die Kölner haben Luka Lochoshvili für etwas mehr als vier Millionen Euro unter Vertrag genommen. Einen 28-jährigen Innenverteidiger. Das überrascht insofern, dass der FC bei der Verpflichtung und Finanzierung von Jakub Kaminski nicht weit von dem Preis für den Georgier entfernt war. Ob der Abwehrspieler das Geld wert ist, wird erst der Verlauf der Saison beantworten können. Fakt ist, dass die Kölner schon ziemlich viel Geld ausgegeben haben. Alleine für die festen Verpflichtungen von Tom Krauß, Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey legten die Geißböcke schon nahezu 15 Millionen Euro auf den Tisch. Nun weitere vier bis fünf. Wie viel tatsächlich noch in der Schatulle steckt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern — Vereine geben selten einen genauen Einblick in ihre Finanzen. Was sich aber aus den bekannten Zahlen lesen lässt: Der FC hat in diesem Sommer bereits substanziell investiert. Interessant: Alleine die „neue“ Innenverteidigung hat den FC nahezu zehn Millionen Euro gekostet. Die Ausgaben belaufen sich also Stand jetzt auf rund 20 Millionen Euro.

Müssen die Kölner auf Abgänge schielen?

Im vergangenen Sommer gab der FC nahezu 25 Millionen für seine elf neuen Spieler aus, das Budget der aktuellen Transferphase wird ähnlich hoch eingeschätzt. Wirklich viel dürfte sich also in den Kölner Kassen zurzeit nicht mehr befinden. Und das, obwohl nach zahlreiche zentrale Baustellen offen sind. Die der Innenverteidigung war eine große, aber eben auch nicht die auf den ersten Blick wichtigste. Immerhin gibt es im Kölner Kader keinen Linksverteidiger, die Geißböcke brauchen dringend einen klassischen Sechser und einen Backup für Ragnar Ache. Auf sechs bis sieben Positionen soll noch nachgebessert werden. Die Finanzierung ist ein wichtiger Punkt, der am Ende zwangsläufig über das Zustandekommen des Deals entscheidet. Der FC wartet nach wie vor auf lukrative Abgänge.

Die Verpflichtung von Lochoshvili könnte also durchaus so interpretiert werden, dass der FC schon auf den Weggang seiner beiden Topscorer Said El Mala und Jakub Kaminski schielt – oder zumindest einen davon. Das Problem: So wirklich viel Bewegung gibt es nach wie vor nicht. Im Falle von El Mala hat sich mit Newcastle United vielmehr ein kolportierter Interessent verabschiedet. Die Magpies werden wohl Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim unter Vertrag nehmen. Zwar wurde auch der FC Liverpool mit dem Shootingstar in Verbindung gebracht, doch aus England ist zu hören, dass El Mala eine Option, aber nicht die erste für die Außenbahn ist.

Leihen als Werkzeug, nicht als Notlösung

Der Verkauf von Kaminski wirkt von außen betrachtet einfacher. Es muss sich „nur“ ein Abnehmer finden, der bereit ist, die Ablösesumme von 20 Millionen Euro zu bezahlen. Doch ist das Risiko mindestens so groß wie die Versuchung, auf diesen Deal zu spekulieren. Die Kölner werden nicht jetzt schon Geld ausgeben, das noch mit dem „Konjunktiv“ versehen ist. Auch deswegen scheint der Fokus auf Spielern wie Chido Obi oder Gideon Mensah zu liegen. Obi käme für Manchester United und den FC wohl nur als Leihe in Frage. Der 18-Jährige ist ein großes Talent, aber eben keine Garantie, nun auch durchzustarten. Ähnlich wie bei Simpson-Pusey oder Krauß wäre ein Großteil einer solchen Rechnung erst im kommenden Sommer zu bezahlen, vorausgesetzt es gibt eine Kaufoption. Mensah gehört zu den Spielern, die vertragslos, ablösefrei zu haben sind. Auch davon gibt es auf dem Markt einige. Es gilt, schnell zu sein. Es gilt, die richtigen Argumente parat zu haben – finanziell, perspektivisch. Für einen Club wie den FC wohl nicht immer eine leichte Aufgabe.

Thomas Kessler wird die richtige Mischung finden müssen. Die FC-Bosse wurden zuletzt nicht müde zu betonen, dass sie auch in dieser Saison wieder auf Leihkonstrukte zurückgreifen. Aber eben nicht nur. Ob die fünf Millionen für Lochoshvili bedeuten, dass die Schatulle am Ende doch größer ist als angenommen — oder ob sie schlicht das letzte größere Investment dieses Sommers waren — das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Schwarz oder weiß ist das nicht. Selten ist es das im Transfermarkt.


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