Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle | OneFootball

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·02 de abril de 2026

Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

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Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

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Simon Bartsch

2 April, 2026

Der FC hat kurz vor Saisonende die Reißleine gezogen und hofft, so den anhaltenden Negativtrend abwenden zu können. Dabei setzen die FC-Bosse aber auf den bisherigen Co-Trainer und sorgen damit bei dem ein oder anderen Fan für Unverständnis rund um den 1. FC Köln: Diesen Impuls soll René Wagner setzen. Come-on-fc hat mit einem Experten über die Auswirkungen der Psyche im Abstiegskampf gesprochen.

Mit neuem Coach geht der FC in die letzten sieben Saisonspiele. Und da René Wagner bislang an der Seite des gefeuerten Lukas Kwasniok arbeitete, sorgen sich einige Fans um den erhofften Neuanfang. Eine wichtige Komponente könnte der Kopf im Kampf um die Klasse spielen.

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René Wagner soll den Abstieg verhindern

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Trotz des aufopferungsvollen Kampfes und des späten Ausgleichs wollte sich bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem 3:3 im Rheinderby gegen Mönchengladbach nicht so wirklich die ganz große Freude einstellen. Die Mannschaft hatte sich einen Sieg auf die Fahne geschrieben. Zudem dürften auch die Akteure geahnt haben, dass es nun für Lukas Kwasniok in der Funktion des Cheftrainers eng werden könne. Nur zwölf Punkte aus den vergangenen 18 Spielen, sieben sieglose Begegnungen in Serie werden bei den Akteuren ihre Spuren hinterlassen haben. Auch in den Köpfen. Und daraus kann sich für eine angeschlagene Truppe ein Problem ergeben. „Die Gefahr, nach einer Niederlagenserie in eine Abwärtsspirale zu fallen, ist generell durchaus vorhanden. Man reibt sich auf, strengt sich an und dennoch belohnt man sich nicht und steht am Ende mit leeren Händen da“, sagt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch gegenüber come-on-fc.com.

Es droht die Abwärtsspirale

Es kann zu einer Dynamik kommen, in der wiederholte Misserfolge trotz hoher Anstrengung zu einer Form von „Learned Helplessness“ führen können. In dieser entwickeln Spieler das Gefühl, ihr Einsatz habe keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis, wodurch Motivation und Selbstvertrauen zersetzen. Auf Teamebene ist dann häufig von wachsender Frustration, schwindender Überzeugung und der Tendenz die Rede, in engen Momenten zu verkrampfen oder Aktionen zu erzwingen. Dieses Muster wird in Studien als typischer Mechanismus eines „collective team collapse“ beschrieben und kann von neuen Trainern mit einem klaren, aber nicht überladenen Plan durchbrochen werden. Und alleine der Wechsel auf der Chefetage kann bereits etwas auslösen.

Gerade Akteure, die zuletzt eher außen vor waren oder kritisiert wurden wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Denis Huseinbasic, zeigen sich dementsprechend mehr, scheinen motivierter, die Leistung innerhalb der Mannschaft steigert sich und hat damit auch Einfluss auf alle Spieler. „Aus jener Kraft soll ein Team wieder den Glauben entwickeln, aus eigener Kraft erfolgreich agieren zu können und eine realistische Chance zu haben“, sagt Loch. Die Chance ist bei den Geißböcken ja definitiv da. Immerhin belegen die Kölner aktuell einen Platz über dem Strich. Es stehen noch sieben Spiele aus, darunter auch noch direkte Duelle. „Modelle wie die Theory of Challenge and Threat States in Athletes zeigen, dass Leistung stark davon abhängt, ob Athlet:innen eine Situation als Herausforderung oder Bedrohung wahrnehmen“, erklärt der Experte.

Positiver Impuls

Eine mögliche Euphorie kann aber schnell umschwappen. „Vorsicht ist geboten, wenn sich die Pläne und Visionen schnell als unrealistisch erweisen. In diesem Fall hat es den gegenteiligen Effekt“, erklärt Loch. Tatsächlich gibt es in der Psychologie den Honeymoon-Effekt, der besagt, dass auf eine Veränderung eine euphorisierende Phase folgen kann. Alles ist neu, neue Chancen, ein neuer Ton. Doch oft stellt sich schon bald die Ernüchterung ein. Beim FC gibt es zudem einen etwas anderen Ansatz. Immerhin ist mit der Beförderung von René Wagner kein ganz neuer Trainer am Start. Gerade das wurde von vielen Fans hinterfragt. Wie kann der bisherige Co-Trainer für einen neuen Impuls sorgen? „Ein ,Impuls auf der Kopfebene‘ ist im Leistungssport ein zentraler Wirkfaktor. Allerdings wird dieser häufig zu stark an die Person des Trainers geknüpft“, sagt Loch.

Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass der Trainerwechsel wenn nur einen kurzfristigen Schub auslöst. „Entscheidend ist dabei jedoch weniger der Wechsel selbst, sondern die Frage, ob sich für die Spieler die Bewertung der Situation verändert“, so der Experte weiter. „Auch ein bereits bekanntes Trainerteam kann einen positiven Impuls auslösen, wenn es gelingt, glaubwürdig neue Orientierung zu geben und die Wahrnehmung der Spieler zu verändern. Bleiben hingegen zentrale Faktoren wie Kommunikation, Rollenverständnis oder der Umgang mit Fehlern unverändert, ist auch kein nachhaltiger mentaler Effekt zu erwarten – unabhängig davon, ob eine neue Person an der Seitenlinie steht oder nicht.“

Und so lautet das generelle Fazit des Experten: „Der entscheidende Hebel liegt weniger im Trainerwechsel selbst, sondern darin, ob es gelingt, bei den Spielern einen echten Perspektivwechsel zu erzeugen und ihre Überzeugung zu stärken, die Situation aus eigener Kraft bewältigen zu können.“


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