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·12 de julho de 2026

WM 2026 Pressestimmen: Bellingham rettet England gegen ein tapferes Norwegen

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Norwegen – England1/4

Sa 11.07. · 23:00 Uhr · MagentaTV


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Norwegen und England haben sich im Viertelfinale der WM 2026 ein zähes Duell geliefert, das die Three Lions erst in der Verlängerung mit 2:1 für sich entschieden. Andreas Schjelderup brachte die Skandinavier in der 36. Minute in Führung, doch Jude Bellingham glich kurz vor der Pause aus und traf in der 93. Minute zum Siegtreffer. Den kompletten Spielverlauf haben wir in unserem Ergebnis-Artikel festgehalten, hier sammeln wir die Pressestimmen zum langen Abend im Hard Rock Stadium von Miami.

Harry Kane bedankt sich nach dem 2:1-Sieg im WM-Viertelfinale gegen Norwegen bei den englischen Fans in Miami. Foto: Justin Setterfield/Getty Images

England feiert Bellingham und bleibt doch selbstkritisch

Auf der Insel drehte sich nach dem Abpfiff alles um einen Namen. TNT Sports, der übertragende Sender, feierte Jude Bellingham als den Mann, der England nach Rückstand mit zwei Toren ins Halbfinale schoss, der zweifache Torschütze habe in der Verlängerung den Siegtreffer erzielt und die Partie gedreht.

Trainer Thomas Tuchel selbst mochte in den Jubel nicht recht einstimmen. Gegenüber dem Sender ITV nannte er den Erfolg glücklich und forderte eine bessere Leistung, wie der Liveblog des Guardian festhielt, im englischen Original „overall we got lucky today … we need to play better“. Im offiziellen FIFA-Spielbericht klang er versöhnlicher und lobte den Charakter und die Beharrlichkeit seiner Mannschaft, die sie trotz spielerischer Mängel weitergebracht hätten.

Al Jazeera ordnete den Abend nüchtern ein. Schön sei der Auftritt nicht gewesen, doch das werde die Three Lions kaum kümmern, schrieb der Sender in seinem Liveblog („It wasn’t pretty, but the Three Lions won’t care a jot.“).

Deutschsprachige Presse Unsicherheit des norwegischen Keepers

Die Schweizer Zeitung Blick machte einen einzigen Moment als Wendepunkt aus. Entscheidend sei „eine Unsicherheit des norwegischen Keepers“ Ørjan Nyland vor dem Siegtor gewesen, schrieb das Blatt und zollte dem tapferen Norwegen zugleich Respekt. Die Rhein-Zeitung fasste in ihrer dpa-Presseschau die Nacht ähnlich zusammen, feierte Bellingham als Helden und vermerkte zugleich den Unmut auf norwegischer Seite über die Schiedsrichterleistung.

Dieser Unmut hatte einen konkreten Anlass. In der 55. Minute erkannte der Videobeweis Norwegen einen Treffer von Torbjørn Heggem wegen eines vorangegangenen Fouls ab, nur wenig nach Schjelderups Führung. Aus norwegischer Sicht war das eine der Szenen, an denen das Weiterkommen hing.

Was von der Nacht in Miami bleibt

Unterm Strich zeichnen die Stimmen ein klares Bild. England steht im Halbfinale, und das verdankt es fast im Alleingang Jude Bellingham, der vor der Pause ausglich und in der Verlängerung entschied. Zugleich lässt kaum ein Bericht Zweifel daran, dass die Mannschaft von Thomas Tuchel an diesem Abend weit unter ihren Möglichkeiten blieb und Norwegen dem Favoriten näher war, als es das Ergebnis von 2:1 vermuten lässt.

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