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·13 de julho de 2026

WM-Halbfinale: Die Bundesliga findet nur noch mit München plus Leverkusen statt

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Sechs Bundesliga-Spieler stehen in den WM-Halbfinals, alle von Bayern oder Leverkusen. Die Premier League stellt 41 Profis, La Liga 28, die Ligue 1 13.

Sechs Spieler. Das ist die Zahl, die von der Bundesliga bleibt, wenn vier Nationalmannschaften ins WM-Halbfinale einziehen. Sechs von einem Kontingent, das sich auf England, Frankreich, Spanien und Argentinien verteilt. Wer die Liga in ihren eigenen Marketingversprechen ernst nehmen will, muss diese Zahl gegen eine andere halten: 41. So viele Profis der vier Halbfinalisten stehen in der Premier League unter Vertrag. La Liga kommt auf 28, die Ligue 1 auf 13. Die Bundesliga teilt sich mit der Serie A den vierten Platz.


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Man kann diese Bilanz kleinreden und auf den einen sicheren Weltmeister verweisen, den die Liga am Ende stellen wird, weil sich das Sextett auf alle vier Halbfinalisten verteilt. Doch dieser Trost ist statistischer Zufall, kein Ausweis von Stärke. Er beschreibt eine Liga, die überall ein bisschen mitspielt und nirgends den Ton angibt. Wo die Premier League ganze Achsen von Nationalmannschaften beschäftigt, liefert die Bundesliga Einzelstücke.

Und selbst diese Einzelstücke konzentrieren sich auf zwei Adressen. Alle sechs Bundesliga-Vertreter kommen entweder von Bayern München oder von Bayer Leverkusen. Harry Kane und Jarell Quansah für England, Michael Olise und Dayot Upamecano für Frankreich, Exequiel Palacios für Argentinien, dazu Alejandro Grimaldo für Spanien, der zum 1. Juli ohnehin zu Atlético Madrid wechseln soll. Von achtzehn Klubs stellen also zwei das gesamte deutsche Kontingent. Die Bundesliga ist auf der Weltbühne kein Verbund von achtzehn Vereinen, sie ist München plus Leverkusen.

Wie groß der Abstand ist, zeigt sich am deutlichsten im Vergleich der Duelle. Allein im argentinischen Kader stehen sechs Profis aus der Premier League, darunter Enzo Fernández vom FC Chelsea und Cristian Romero von Tottenham Hotspur. Argentinien schöpft aus England ebenso viele Spieler, wie die gesamte Bundesliga über alle vier Halbfinalisten hinweg beisteuert. Umgekehrt steht kein englischer Nationalspieler in Argentinien unter Vertrag – die Bewegung läuft in eine Richtung, und diese Richtung führt nicht nach Deutschland.

Ähnlich verhält es sich zwischen Frankreich und Spanien. Mit Aurélien Tchouaméni von Real Madrid und Jules Koundé vom FC Barcelona spielen zwei französische Halbfinalisten im Land des kommenden Gegners. Umgekehrt gilt das nur für Fabian Ruiz bei Paris Saint-Germain. Die großen Ligen tauschen ihr Spitzenpersonal untereinander aus, sie ziehen die Besten an und geben sie ab. Die Bundesliga taucht in diesem Kreislauf kaum noch auf.

Das ist keine Momentaufnahme, die man mit einem guten Transfersommer korrigiert. Eine WM-Halbfinalrunde ist eine Bestandsaufnahme des internationalen Spitzenpersonals, und die Bundesliga findet dort nur noch am Rand statt. Wer Weltklasse sehen will, schaut nach England, nach Spanien, zur Not nach Frankreich. Die deutsche Liga verkauft sich weiter als eine der großen fünf. Diese WM stellt eine unbequeme Frage: Auf welcher Grundlage eigentlich noch?

Sechs Spieler, verteilt auf zwei Klubs, gleichauf mit der Serie A. Das ist der Befund, und er ist unmissverständlich. Die Bundesliga ist international nicht abgestürzt, aber sie ist zur Nebenrolle geworden. Solange das Spitzenpersonal woanders spielt, entscheidet sich das große Fußballgeschäft ohne sie.

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