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·27 de maio de 2026
"Zu viel über Schönheit": Sammer moniert fehlende Tugenden

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Dem Europameister von 1996 fehlen entscheidende Attribute im deutschen Spiel.
Matthias Sammer sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft nicht als ernsthaften Kandidaten auf den Siegerpokal. "Sie zählt zwar zur erweiterten Weltspitze, aber ich sehe immer wieder Dinge auf dem Platz, die nicht passieren dürfen, wenn man um den Titel mitspielen will", sagte der Europameister von 1996 dem Stern: "Die Mannschaft bringt ihre Spiele nicht konsequent zu Ende. Sie begnügt sich damit, eine Partie zu 80 bis 90 Prozent zu kontrollieren wie zuletzt gegen die Schweiz und Ghana."
Dann gebe es einen Spannungsabfall und "der Sieg gerät in Gefahr. Dieses Muster bereitet mir Sorgen", führte Sammer aus. Er vermisse die "ureigene Identität. Der deutsche Fußball war über viele Jahrzehnte gefürchtet, auch für seine Defensive. Aber die Kunst des Verteidigens ist uns abhandengekommen. Wir reden zu viel über die Schönheit des Spiels, über Ballbesitz - und zu wenig darüber, wie man es gewinnt." Es gehe ihm zu viel um die "B-Note".
Die Rückholaktion von Manuel Neuer sieht er positiv. "Ich bin ein Verfechter des Leistungsprinzips", betonte Sammer: "Der Beste soll spielen, und der beste deutsche Torhüter ist aktuell Manuel Neuer. Ich verstehe die Weinerlichkeit der Leute nicht, die sagen, der Wechsel sei eine große Ungerechtigkeit gegenüber Oliver Baumann. Diese Schmerzen muss man aushalten können, denn wir befinden uns hier im Hochleistungssport." Zudem sei Neuer ein dringend benötigter "Anführer".







































