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·31 de julho de 2026
Zweite Liga vor dem Start: Die Fünf-Millionen-Frage

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Acht Tage bis zum Anpfiff im Ruhrstadion. Und die lauteste Debatte der Liga dreht sich nicht um Aufstiegsfavoriten oder Trainerstile, sondern um eine Vertragsklausel, die bis heute kein Verein bestätigt hat.
Erencan Yardımcı kam Mitte Juli auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim zum 1. FC Kaiserslautern, Leihgebühr rund 500.000 Euro. Sky-Reporter Florian Plettenberg brachte anschließend eine Kaufpflicht über fünf Millionen Euro ins Spiel – und damit eine Summe, die den FCK-Transferrekord sprengen würde. Der liegt seit 2001 bei Lincoln und vier Millionen.
Seitdem kocht das Umfeld. Die Fanforen rechnen durch, was ein Zweitligist mit dieser Verpflichtung riskiert. Der Verein dementiert nicht, bestätigt aber auch nicht. Aus Hoffenheim wurde die „Pflicht“ in der eigenen Mitteilung zur „Möglichkeit“ umformuliert. Nach Bild-Informationen greift die Klausel ausschließlich im Fall eines Aufstiegs – das würde die Rechnung entschärfen, ist aber bis heute nicht von den Klubs verifiziert.
Torsten Lieberknecht hat für die Debatte wenig übrig. „Ich kapiere die ganze Unruhe um diese Klausel überhaupt nicht“, wird der 52-Jährige zitiert; ihn interessiere der Spieler, nicht das Konstrukt. Man wisse, was man vereinbart habe. Wer Lieberknechts Trainingsplatz-Rhetorik kennt, weiß: Das ist keine Ausweichbewegung, sondern eine Ansage an alle, die schon vor dem ersten Spieltag rechnen statt zu schauen.
Deutlich geräuschloser lief es am Böllenfalltor. Der SV Darmstadt 98 verpflichtete am Mittwoch Hojae Lee von den Pohang Steelers – 25 Jahre alt, 1,92 Meter, dreifacher südkoreanischer Nationalspieler. Zur Vertragslaufzeit machte der Klub keine Angaben.
Die Zahlen tragen: 177 Pflichtspiele für Pohang, 53 Tore, davon 15 in 34 Ligapartien der Saison 2025 und acht in 20 Spielen der laufenden K-League-Runde. Sportgeschäftsführer Paul Fernie beschreibt einen wuchtigen Zielspieler mit Kopfballstärke und Abschlusshärte, der „bereit für den Schritt nach Europa“ sei. Lee ist der erste von zwei Mittelstürmern, die Florian Kohfeldt für diese Saison wollte. Der zweite fehlt noch.
Ein Absteiger, der nach 29 Jahren Bundesliga zurück ist, gilt bei fast allen Prognosen als Aufstiegsfavorit Nummer eins: der VfL Wolfsburg. Und derselbe VfL verhandelt seit Wochen über den Verkauf von Dzenan Pejcinovic, mit zwölf Toren in 34 Pflichtspielen sein bester junger Angreifer. Der VfB Stuttgart bot zuletzt 23,5 Millionen Euro, Wolfsburg beharrt auf einem Sockelbetrag von 25.
Sportchef Dieter Hecking argumentiert mit dem Vertrag bis 2029 und verweist darauf, dass man nicht verkaufen müsse. Das stimmt bilanziell. Sportlich beginnt in acht Tagen eine Saison, in der Wolfsburg als Gejagter startet – mit einem Kader, in dem Robert Glatzel, Fabian Reese und Fraser Hornby die Breite liefern sollen, während der Mann mit dem Torriecher noch keine Rückennummer abgegeben hat.
Achtzehn Klubs, drei Bundesliga-Absteiger, zwei Aufsteiger aus Osnabrück und Cottbus, ein Auftakt zwischen Bochum und Hertha am Freitag um 20.30 Uhr. Die 53. Zweitliga-Saison startet drei Wochen vor dem Oberhaus – und, anders als das Oberhaus, mit einer Handvoll Kader, die noch nicht fertig sind.
In Kaiserslautern diskutieren sie eine Zahl, die niemand bestätigt. In Darmstadt fehlt der halbe Sturm. In Wolfsburg steht der beste Angreifer mit gepackten Koffern im Trainingslager. Wer glaubt, diese Liga sei am 7. August fertig sortiert, hat noch nie einen Zweitliga-August erlebt.
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