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·21. September 2026
0:3 in Brentford: Alonsos Chelsea-Problem ist älter als er selbst

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·21. September 2026

0:3 in Brentford, drei Gegentore in gut einer halben Stunde, ein Trainer, der hinterher von fehlendem Gefühl spricht. Klingt nach dem ersten Kratzer im Lack von Xabi Alonso. Tatsächlich ist es der dritte – und der Rost darunter ist älter als seine Amtszeit.
Eine Halbzeit lang hatte Chelsea das West-London-Derby am Freitagabend im Griff, ohne daraus Torgefahr zu machen. Dann kam die 61. Minute, Brentfords erste Ecke nach der Pause, ein Ball an den langen Pfosten, Jaidon Anthony köpft ein. Bemerkenswert ist, was Brentfords Kapitän danach bei Sky erzählte. There was a big gap at the far post, sagte Vitaly Janelt – die Lücke sei in der Kabine besprochen worden, man habe sie gezielt angespielt.
Der Mann, der das so trocken referierte, steht übrigens in Jürgen Klopps zweitem Länderspielkader. Und das 3:0 durch Fábio Carvalho in der Nachspielzeit bereitete mit Kevin Schade ein weiterer deutscher Nationalspieler vor. Dazwischen hatte Igor Thiago einen Konter zum 2:0 abgeschlossen (83.). Brentford bleibt ungeschlagen, Chelsea geht mit sieben Punkten aus fünf Spielen in die Pause.
Chelseas Defensive in vier Zahlen
22
Ligaspiele in Folge ohne Zu-null-Spiel
5 von 5
Ligaspiele unter Alonso mit mindestens zwei Gegentoren
11
Niederlagen im Kalenderjahr 2026 – schon jetzt mehr als im gesamten Jahr 2025
3
Ligaspiele ohne Sieg: Arsenal, Hull, Brentford
Quelle: Sky Sports, Stand nach dem 5. Spieltag
22 Premier-League-Spiele ohne weiße Weste: Diese Serie reicht weit in die vergangene Saison zurück, dafür kann Alonso nichts. Für die andere Zahl schon. In jedem seiner fünf Ligaspiele hat Chelsea mindestens zwei Gegentore kassiert, auch bei den beiden Siegen zum Auftakt. Seither: Niederlage bei Arsenal, Remis gegen Aufsteiger Hull, nun das 0:3. Und das, obwohl der Klub mit Austin MacPhee den wohl renommiertesten Standardtrainer der Liga beschäftigt. Kapitän Levi Colwill räumte ein, man lasse sich bei ruhenden Bällen phasenweise herumschubsen.
Mildernde Umstände gibt es. Reece James und João Pedro fehlten verletzt, Alonso rotierte auf fünf Positionen, ließ Jordan Henderson debütieren und brachte spät den 16-jährigen Mahdi Nicoll-Jazuli. Dazu eine Woche, in der Clearlake Capital die Anteile von Todd Boehly und Mark Walter übernahm und der Klub mal wieder mit sich selbst beschäftigt war. You need to feel it. We’re not feeling it, sagte Alonso – ein Satz, der für einen so kontrollierten Trainer erstaunlich ratlos klingt.
Wie schnell kippt es also? Vorerst gar nicht. Sieben Punkte sind kein Krisenwert, und wer Alonso aus Leverkusen kennt, weiß, dass seine Mannschaften Zeit brauchen, bis die Abstände stimmen. Am 10. Oktober kommt Bournemouth an die Stamford Bridge, danach wird man klarer sehen.
Nur hat Chelsea diesen Trainer geholt, damit er Ordnung in ein talentiertes Durcheinander bringt. Ordnung beginnt hinten. Wer das nach fünf Spieltagen noch als Detail behandelt, hat die Tabelle des Vorjahres nicht gelesen.















