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·22. Mai 2026
1. Frauen: Interview vor dem Pokalfinale

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·22. Mai 2026

Am Sonntag um 15.00h trifft die 1. Frauen des FC St. Pauli um 15.00h an der Hoheluft im Pokalfinale auf den Walddörfer SV. Wir sprachen vor dem Spiel mit Ann-Sophie Greifenberg und Julia Hechtenberg.Titelfoto: Stefan Groenveld
Es ist das vierte Finale in Folge, es soll der dritte Sieg her. Dieser wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für Playoff-Runde im DFB-Pokal. Auch wenn das wichtige letzte Ligaspiel in der Folgewoche um den Klassenerhalt natürlich auch noch ansteht, ist das Endspiel an der Hoheluft natürlich auch für die Spielerinnen immer ein Highlight.Im Vorfeld der Begegnung sprach ich mit AnSo und Hechti, die während der Saison auch für die Spielberichte der 1. Frauen bei uns im Blog verantwortlich zeichnen.
Wenn Ihr Sonntag nicht auf den Stream beim HFV angewiesen sein, sondern vor Ort den Pokalsieg herbeisingen wollt, gibt es Tickets im Vorverkauf und auch noch an der Tageskasse.Einen Vorbericht gibt es außerdem auch auf fcstpauli.com.
MillernTon: AnSo, Hechti, vielen Dank für Eure Zeit. Am Sonntag steht ein echtes Saisonhighlight an, das Pokalfinale an der Hoheluft. Wie sieht bei Euch aktuell die Personallage aus? Reicht die Holztribüne bei Victoria überhaupt aus für die ganzen Verletzten?
Diese Saison hatten wir da wirklich extrem viel Pech. Positiv stimmt uns sicherlich, dass einige Verletzte gerade zurückkommen und uns in dieser wichtigen Phase der Saison wieder zur Verfügung stehen. Die letzten Rückrundenspiele haben uns aber auch gezeigt, dass wir die Qualität in der Breite haben und wichtige Siege einfahren können, auch wenn nicht alle fit sind.
MT: Wenn man im Finale steht, will man natürlich gewinnen. Wie sehr wurmt Euch noch die Niederlage aus dem letzten Jahr gegen Victoria?
Ach, das ist abgehakt. Natürlich ist uns dieses Spiel aber Lehre genug gewesen, dass in einem Pokalfinale viel passieren kann. So viel Pech wie mit dieser roten Karte im letzten Jahr werden wir diesmal hoffentlich nicht wieder haben. Klar ist aber auch, dass wir alles reinwerfen müssen um zum dritten Mal Pokalsieger zu werden.

Freude nach einem Heimsieg (von links): Ann-Sophie Greifenberg, Julia Hechtenberg, Vanessa Zawada, Lina Jubel, Tara Zimmermann
// (c) @eddy.photogr
MT: Auch für Euch beide ist es das vierte Finale in Folge. Nach zwei Siegen und einer Niederlage geht es diesmal den Walddörfer SV. Die sind gerade mit 18 Siegen und zwei Unentschieden sehr souveräner Oberliga-Meister geworden, haben außerdem bei den Deutschen Meisterschaften im Futsal Platz 4 erreicht. Seid Ihr überhaupt der Favorit?
Intern ist für uns klar, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Dass der WSV sowohl ETV als auch Vicky rausgeworfen hat im Pokal, spricht genau dafür. Dass von außen betrachtet die aktuelle Ligazugehörigkeit immer als erstes als Maßstab für die Favoritenrolle genommen wird, ist aber natürlich auch verständlich. Wer immer uns als Favorit sieht, soll jedenfalls am Sonntag gerne darin bestätigt werden.
MT: Wie bereitet Ihr Euch konkret auf die Gegnerinnen vor? Gibt es auf dem Level Videomaterial, oder lasst Ihr Euch von der II. erzählen, wie deren Spiele gegen den WSV waren? (Anmerkung: 0:4 und 1:7)
Wir haben natürlich verschiedene Quellen und demzufolge auch einen Plan, wie wir in dieses Spiel hineingehen werden. Nichtsdestotrotz wird unser Fokus darauf liegen, unseren Gegnerinnen unser Spiel aufzudrängen und sie eher in die reagierende Rolle zu zwingen.
MT: Klassische Sportjournalistenfrage: Nehmt uns mal mit – was unterscheidet solch ein Finale von anderen Spielen? Ab wann beginnt es zu kribbeln?
Man merkt in den Tagen davor schon eine gewisse Anspannung im Training. Jeder Spielerin ist bewusst, was wir erreichen können. Wir haben am Mittwoch nochmal im Millerntor trainieren können (Fotos bei Instagram). Das führt einem die Besonderheit des Spiels sicher auch nochmal vor Augen. Für viele von uns ist es zwar nicht das erste Pokalfinale, aber so richtig routiniert wird man im Umgang mit so einem Highlight-Spiel trotzdem nicht.
MT: Die mit einem Pokalsieg einhergehende Qualifikation für den DFB-Pokal ist sicher eine riesige Motivation, das Spiel am Millerntor gegen den HSV sicher vielen noch in Erinnerung. Wie vermeidet man, dass das positive Gefühl eines Finales in die Drucksituation eines Endspiels umschlägt?
Am Ende des Tages macht es wohl die Mischung. Ein wenig Druck zu verspüren, mit der richtigen Anspannung ins Spiel zu gehen, ist schon wichtig. Trotzdem haben wir auch in den letzten Spielen in der Liga, in denen wir auch schon unter Druck standen, bewiesen, dass die Spielfreude darunter nicht leiden muss. Mit dem Thema DFB-Pokal beschäftigen wir uns aber aktuell kaum. Wir wollen alle einfach diesen Pokal wieder gewinnen!
MT: Der Pokalsieg wäre natürlich super – aber leider habt Ihr nächste Woche dann noch ein mindestens ebenso wichtiges Spiel gegen den TSV Barmke. Mindestens ein Punkt muss es wahrscheinlich sein, um den Abstieg aus der Regionalliga zu verhindern.Könnt Ihr das für Sonntag ausblenden, oder spielt das Spiel im Kopf auch immer mit?
Für Sonntag wird es keine Rolle spielen, dafür ist es ein zu großes Highlight. Dadurch, dass wir uns in der Liga zuletzt so gar nicht ausruhen konnten, würden wir aber sagen, dass wir gerade ziemlich im Modus sind und bereit sind, die wichtigen Spiele zu gewinnen – am Sonntag im Pokal und die Woche drauf zuhause gegen Barmke.
MT: Das Spiel wird wie im Vorjahr live gestreamt, die Hoheluft dürfte fantechnisch wie in den Vorjahren fest in braun-weißer Hand sein. Irgendwelche letzten Worte an die Fans?
Kommt alle zahlreich, seid laut und lasst uns zusammen den Pokal gewinnen!MT: Vielen Dank – und jetzt holt Euch den Pokal!// Maik
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