DFB-Frauen
·17. Mai 2026
1:0 gegen Frankreich: U 17 ist Europameister!

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·17. Mai 2026

Die deutschen U 17-Juniorinnen sind Europameisterinnen! Das Team von Sabine Loderer besiegte im Finale von Belfast die französische Auswahl mit 1:0 (1:0) und holt somit den neunten deutschen EM-Titel in dieser Altersklasse. Das goldene Tor für die DFB-Auswahl erzielte Marie Kleemann (29.).
"Es war ein sehr schwieriger Kampf heute. Die Franzosen waren ein sehr gutes Team. Wir haben gut verteidigt und hatten heute das Glück auf unserer Seite. Die Mädels haben so hart gearbeitet. Dass am Ende der Titel rausspringt, ist großartig. Jetzt wollen wir nur den Moment feiern. Wir wollen in diesem Moment bleiben und das wirklich genießen. Heute werden wir nicht viel schlafen, wir werden viel singen und eine lange Nacht mit dem Team genießen", sagte Loderer nach dem Spiel.
Auch DFB-Geschäftsführer Sport Andreas Rettig gratulierte: "Glückwunsch zum Titelgewinn! Es waren am Ende die deutschen Tugenden, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Das Team hat den Turniersieg mit einer unglaublichen Leidenschaft verdient nach Deutschland geholt."
DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich meinte: "Gratulation zum EM-Titel. Unsere Mannschaft hat sich vorgenommen, das Turnier unter dem Motto "füreinanGER" zu spielen – und das haben sie perfekt umgesetzt. Man hat immer gespürt, hier steht ein Team auf dem Feld. Auch schon in den Spielen zuvor, haben sie das auf beeindruckende kämpferische Art und Weise umgesetzt. Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft, das Trainer*innen-Team und den Staff, alle haben zu diesem Erfolg beigetragen. Ein großes Dankschön für diese tolle Leistung."
Kai Krüger, Leiter Trainer*innen der U-Nationalmannschaften, sagt: "Glückwunsch an diese tolle Mannschaft! Wahnsinn, was dieses Team in den vergangenen Wochen geleistet und wie es sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Auf die 21 Spielerinnen, das Trainer*innen-Team und den gesamten Staff können wir unheimlich Stolz sein. Sie haben in den vergangenen beiden Jahren ihre eigene Story geschrieben - und nun den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Unser Team war stets 'füreinanGER' da! Wir dürfen uns schon bald auf das nächste Kapitel bei der FIFA U 17-WM freuen! Heute und in den kommenden Tagen sollen sie aber erst einmal den Erfolg genießen und das Erlebte realisieren. Mein großer Dank gilt dabei aber nicht nur den Spielerinnen, unserem grandiosen Trainer*innen-Team und dem ebenso tollen Staff: Er gilt auch den Heimatvereinen der Spielerinnen. Denn ein solcher Erfolg ist immer das Zusammenwirken des gesamten deutschen Fußballs. Heute ist ein toller Tag für den deutschen Frauen- und Mädchenfußball!"
Vor 1230 Zuschauer*innen im Windsor Park erwischten die Französinnen den besseren Start ins Spiel. Nach mehreren Annäherungsversuchen in der Anfangsphase kam Méhisane Zidi (9./12.) gleich zweimal in drei Minuten zu ersten gefährlichen Abschlüssen. Die DFB-Auswahl konnte nach und nach auf die gute Abwehrleistung aufbauen und wurde offensiv, zunächst noch über Standards, immer präsenter.
In der 21. Minute kam die deutsche Auswahl durch Victoria Säring zur bis dahin besten Torchance der Partie. Kleemann steckte unter Bedrängnis mehrerer Französinnen auf die rechte Seite durch, wo Säring durchlief, einen Haken schlug und erst am Fuß von Frankreichs Torhüterin Clélia Ducreux scheiterte. Nach der folgenden Ecke köpfte Laura Ernst eine Flanke aus wenigen Metern an Ducreux Arm (22.).
Doch Deutschland steigerte sich weiter und münzte das Momentum schließlich in die Führung um. Clara Choisy behauptete den Ball im französischen Strafraum gegen ihre Gegenspielerin und zog ab. Ducreux hielt den Schuss, blockte ihn jedoch genau in die Laufrichtung Kleemanns ab, die die Verwirrung im Fünferraum nutzte und zum 1:0 einschob (29.). Das schien die Équipe Tricolore wieder wachzurütteln, denn nur vier Minuten später prüfte Mayra Bento DFB-Keeperin Mirja Kropp gleich zweimal gefährlich (33.). In der Folge wurde Frankreich auch aktiver, Léa Motyka schoss aus kurzer Distanz über das deutsche Tor - die beste Chance der Französinnen in der ersten Hälfte (43.).
Mit Johanna Putzer (für Clara Choisy) ging die deutsche Mannschaft in den zweiten Durchgang und kam dort zur ersten Gelegenheit. Säring wurde auf der linken Seite freigespielt, aus spitzem Winkel traf sie allerdings nur das Außennetz (54.). Anschließend versuchte Frankreich sich angesichts des Rückstands aufzubäumen. Die deutsche Defensive konnte die Versuche in dieser Phase souverän entschärfen, sich selbst aber auch kaum vor das französische Tor spielen. Somit verlagerte sich das Spielgeschehen ins Mittefeld, wo viele kleine Fouls und Wechsel (Lena Martens für Mia Giesen/66.) das Spieltempo verlangsamten.
In der Schlussviertelstunde kam Deutschland dem gegnerischen Gehäuse wieder nah. Ernst köpfte einen Freistoß aus dem Halbfeld kanpp am linken Pfosten vorbei (78.). Danach wurden Dana Kessler und Lynn Feiertag für Johanna Hebben und Victoria Säring eingewechselt. Die Deutschen störten Frankreichs Aufbauspiel effektiv und kamen durch Muriel Dürrs Distanzschuss zur nächsten Torannäherung (88.).
Die Französinnen konnten sich keine Chancen mehr erarbeiten und mussten immer wieder gegen deutsche Ballbesitzphasen anlaufen. Stattdessen hatte Putzer die Vorentscheidung auf dem Fuß, ihr Versuch ging aber über den Kasten (90.+2). Anschließend kam Mia Kuhn noch für Kleemann auf das Feld (90.+3). Und nach fünf Nachspielminuten war es geschafft - die dänische Schiedsrichterin Frederikke Lydia Sökjær pfiff ab - Deutschland ist Europameister!
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