10 Millionen Gehalt – und keiner spielt? Gladbachs brisantes Spielmacher-Dilemma | OneFootball

10 Millionen Gehalt – und keiner spielt? Gladbachs brisantes Spielmacher-Dilemma | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: BMG-News

BMG-News

·7. Januar 2026

10 Millionen Gehalt – und keiner spielt? Gladbachs brisantes Spielmacher-Dilemma

Artikelbild:10 Millionen Gehalt – und keiner spielt? Gladbachs brisantes Spielmacher-Dilemma

Stöger bleibt – Gladbachs ungelöstes Spielmacher-Problem

In den vergangenen Wochen kursierten immer wieder Transfergerüchte um Kevin Stöger. Vor allem dem FC Augsburg wurde Interesse am Spielmacher von Borussia Mönchengladbach nachgesagt. Nun hat der Österreicher selbst für Klarheit gesorgt und die Spekulationen um einen möglichen Winter-Abgang beendet.

Im Interview mit Sport BILD stellte Stöger unmissverständlich klar:


OneFootball Videos


„Ich bleibe bei Borussia! Natürlich war ich mit meinen Einsatzzeiten und meinen Leistungen, für die es teils auch zu Recht Kritik gab, nicht zufrieden. Aber ein Winterwechsel ist für mich überhaupt kein Thema. Klar hat es Anfragen gegeben, ich habe aber sofort gesagt: Nein. Ich will hierbleiben und wieder in Topform kommen. Gladbach ist der größte Verein, für den ich in meiner Karriere gespielt habe. Für mich ist das Kapitel Borussia Mönchengladbach noch lange nicht beendet. Ich möchte Gladbach den wahren Kevin Stöger zeigen.“

Damit steht fest: Ein Transfer von Kevin Stöger im Winter wird es nicht geben. Der 32-Jährige will sich bei Borussia Mönchengladbach durchsetzen und um mehr Spielzeit kämpfen. Doch genau hier beginnt das eigentliche Problem.

Stöger vor schwerer Aufgabe im Gladbacher Mittelfeld

Die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld der Fohlen ist groß. Mit Gio Reyna, Florian Neuhaus und dem formstarken Wael Mohya stehen gleich drei Spieler vor Stöger in der internen Rangordnung. Für den Österreicher geht es zunächst sogar darum, sich überhaupt einen Platz im 20-Mann-Spieltagskader zu sichern.

Die Chancen auf regelmäßige Einsätze erscheinen aktuell gering – vor allem aufgrund der taktischen Ausrichtung unter dem neuen Trainer.

Artikelbild:10 Millionen Gehalt – und keiner spielt? Gladbachs brisantes Spielmacher-Dilemma

Stöger und das Gladbach-Problem -Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Gladbach-System kommt Stöger nicht entgegen

Unter Eugen Polanski agiert Borussia Mönchengladbach meist ohne klassischen Zehner. Stattdessen tendiert das Spielsystem zunehmend zu einem 3-4-3, das auf schnelles Umschalten und dynamische Flügelspieler setzt.

In dieser Formation fungiert Tabakovic als Zielspieler im Sturmzentrum, während Franck Honorat und Wael Mohya über die Außenbahnen für Tempo sorgen. Gerade Mohyas Entwicklung spricht aktuell klar für dieses System.

Hinzu kommt: Mit der baldigen Rückkehr von Robin Hack und Nathan Ngoumou stehen weitere Offensivspieler bereit, die ebenfalls besser in ein 3-4-3 passen als Kevin Stöger. Ein klassischer Spielmacher ist in diesem System schlicht nicht vorgesehen.

Wenig Einsatzzeit in Sicht

Bislang kommt Kevin Stöger auf fünf Startelfeinsätze, die meisten davon noch unter Gerardo Seoane. Unter Polanski hingegen setzt Gladbach bevorzugt auf Reyna und Neuhaus, wenn ein spielstarker Mittelfeldakteur gefragt ist.

Daher darf zumindest bezweifelt werden, dass Stöger in der Rückrunde deutlich mehr Spielzeit erhalten wird – trotz seines klaren Bekenntnisses zum Verein.

Gladbachs Fehlplanung im offensiven Mittelfeld

Die aktuelle Situation offenbart eine problematische Kaderplanung im Sommer. Unter der sportlichen Leitung von Roland Virkus und Trainer Gerardo Seoane wurde mit Gio Reyna für rund vier Millionen Euro ein weiterer Spielmacher verpflichtet.

Damals nachvollziehbar: Neuhaus spielte keine Rolle, Stöger enttäuschte und Seoane setzte regelmäßig auf ein 4-2-3-1, in dem ein klassischer Zehner gebraucht wurde.

Doch unter Polanski gibt es häufig keinen klaren Spielmacher mehr – und damit ein strukturelles Problem im Kader.

Mit Stöger, Reyna und Neuhaus stehen gleich drei offensive Mittelfeldspieler im Aufgebot, die zusammen rund zehn Millionen Euro Jahresgehalt verdienen. Je nach System droht im schlimmsten Fall allen dreien die Bank.

Eine Rückkehr zum 4-2-3-1 erscheint allerdings fraglich, da Borussia Mönchengladbach mit einer Viererkette in der Vergangenheit defensiv äußerst anfällig war.

Wie geht es weiter mit Kevin Stöger bei Borussia Mönchengladbach?

Bleibt Stöger der große Verlierer des Systemwechsels? Oder schafft er es, sich trotz aller Widrigkeiten zurückzukämpfen?

Wie bewertet ihr die Situation rund um Kevin Stöger und das offensive Mittelfeld der Fohlen?Schreibt eure Meinung in die Kommentare! 🟢⚪

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Impressum des Publishers ansehen