Treffpunkt Betze
·3. November 2025
11 allein reichen nicht

In partnership with
Yahoo sportsTreffpunkt Betze
·3. November 2025

Pfälzer sind trinkfest. Eine Theke, die sie nicht bezwingen können, muss erst noch erfunden werden. Selbst von der längsten Theke der Welt, der Düsseldorfer Altstadt, ließ sich der Lautrer Anhang nicht beeindrucken. Mit mehr als 10.000 Schlachtenbummlern pilgerten die FCK-Fans zum Rheinstadion. Vor der Partie entrollten die Heimfans ein Banner mit der Aufschrift „Sieg oder Colaflasche”. Damit setzten sie direkt den passenden Ton und leisteten dem neutralen Zuschauer einen guten Dienst, da ihnen in drei Wörtern ins Gedächtnis gerufen wurde, warum dieses Spiel seit dem Flaschenwurf auf Ache von besonderer Brisanz ist. Das Spiel selbst, in dem der FCK wieder mit Simoni und Robinson, aber ohne Emreli startete, konnte schließlich nicht alles halten, was man sich aufgrund der aufgeladenen Atmosphäre versprochen hatte. Aber der Reihe nach.
Whatsapp-Channel
**Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal
Die Betzebuben starteten gut in die Partie und erspielten sich mehrere Einschussmöglichkeiten außerhalb des gegnerischen Strafraums. Der Wechsel zwischen Flanken und flachen Kombinationen wirkte zwar gefällig, blieb aber letztlich ohne zählbares Ergebnis. Dafür waren die Möglichkeiten nicht zwingend genug, wenngleich die Rückkehr von Ivan Prtajin die vermisste Physis in die Offensive des FCK zurückbrachte.
Mika Haas konnte über seine linke Seite offensiv nicht allzu viel bewirken und auch Semih Sahin fand über seine gesamte Einsatzzeit hinweg nur wenig Bindung zum Spiel. Ihre Pendants Paul Joly und Fabian Kunze sorgten hingegen dafür, dass der FCK mit einer stabilen Defensive nahezu alles verteidigen konnte, was Düsseldorf offensiv zustande brachte – was, gelinde gesagt, nicht wirklich viel war. Zur Sicherheit im Spiel der Pfälzer trug zudem die im Vergleich zum Pokalspiel deutlich verbesserte Passqualität bei.
Wenn die Hausherren mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine gegangen wären, hätte sich niemand bei der Fortuna beschweren dürfen. So war es nach der Pause nur logisch, dass die Lautrer ihre optische Überlegenheit durch einen traumhaften direkten Freistoß von Luca Sirch zur Führung nutzen konnten. Drei Minuten später durfte Leon Robinson nach einem erneuten Freistoß kurz über sein vermeintliches Tor zum 0:2 jubeln. Den Zuschauern der Fernsehübertragung war bei der Ansicht der ersten Bilder bereits klar, dass der VAR den Treffer aberkennen würde. Dem VAR selbst wurde dies jedoch erst nach fünf Minuten bewusst.
//
Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen.
Ja, der Videoassistent kann den Fußball gerechter machen. Ohne vollständige Transparenz über Prüfung und Entscheidungsfindung wird dieser Ansatz jedoch immer weniger Akzeptanz erfahren und womöglich sogar Einfluss auf die Psyche der Spieler nehmen. Denn nach dem zurückgenommenen Tor hingen die Pfälzer wie leicht angeschlagene Boxer in den Seilen und konnten plötzlich immer weniger offensive Akzente setzen.
Zur besseren Belastungssteuerung wechselten beide Trainer in der Folge mehrfach, wodurch sich die Spielanteile immer mehr zugunsten der Gastgeber verschoben. Ein klares Indiz dafür, dass die Optionen, die sich Torsten Lieberknecht bieten, qualitativ keinen gleichwertigen Ersatz darstellen. Die Düsseldorfer belagerten zwischenzeitlich den Strafraum der Gäste und kamen zu mehreren Chancen, sodass das 1:1 nach 85 Minuten folgerichtig fiel. Damit hatte das Spiel das Ergebnis, welches es unter dem Strich verdiente, und Markus Anfang hatte die ersten Punkte seiner Amtszeit im Sack.
Welche Schlüsse zieht man nun aus diesem Spiel? Auf der Habenseite stehen die Rückkehr von Prtajin, die starke Leistung von Simoni als Nummer zwei im Kader und die deutliche Verbesserung im Passspiel. Demgegenüber steht das zweite Ligaspiel in Folge, in dem der FCK zwar in Führung geht, seine Möglichkeiten aber nicht ausreichend nutzt, um den Gegnern im Sinne einer Spitzenmannschaft mit einem weiteren Treffer den Stecker zu ziehen. Dazu fehlen aktuell auch zündende Impulse, die der Trainer von der Bank aus einwechseln kann.
Am kommenden Samstag sollte es am „Zünden” nicht mangeln. Die Fans der Roten Teufel werden am Nachmittag geschlossen den Betzenberg hinaufmarschieren, um der Mannschaft vor dem Traditionsduell gegen Hertha BSC noch einen Motivationsschub zu geben. Dort bietet sich die nächste Gelegenheit, das Spiel frühzeitig für sich zu entscheiden und damit im Reifungsprozess zur Spitzenmannschaft den nächsten Schritt zu gehen.
Live


Live


Live


Live


Live


Live


Live


Live


Live

























