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·15. März 2026
„1:1 gewonnen“: FC Bayern überzeugt mit Widerstandskraft

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·15. März 2026

Der gefeierte Comebacker Sven Ulreich sprach mit leuchtenden Augen über den besonderen „Spirit“ der Münchner Mentalitätsmonster, Trainer Vincent Kompany zeigte sich „unglaublich stolz“ über den Kampfgeist seines Teams. Nach dem hart erarbeiteten Punktgewinn bei Bayer Leverkusen in doppelter Unterzahl durfte sich der FC Bayern für seine Einsatzbereitschaft selbst auf die Schulter klopfen. „Wir haben 1:1 gewonnen“, betonte Sportvorstand Max Eberl.
Leidenschaft, Widerstandsfähigkeit, Laufbereitschaft: Was der unaufhaltsame Rekordmeister aufgrund seiner Dominanz in der Fußball-Bundesliga nur selten über 90 Minuten auf den Platz bringen muss, zeigte er im Rheinland eindrucksvoll. Vor der ganz heißen Saisonphase mit der Titeljagd in drei Wettbewerben blieb die Erkenntnis: Die Mentalität bei den Münchnern stimmt, auch wenn der Ärger über Schiedsrichter Christian Dingert groß war.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß schimpfte über „die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“. Es habe sich „so angefühlt, als ob so alles, was 50:50 war, gegen uns war“, sagte auch Eberl. Der DFB ließ die drastischen Worte von Hoeneß so nicht stehen. „Das können wir nicht bestätigen“, konterte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, in der AZ: „Vor allem die spielrelevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar – mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat.“
Nach der Roten Karte gegen Nicolas Jackson (42.) hatten die Münchner lange in Unterzahl gespielt, in der Schlussphase flog auch Luis Díaz mit Gelb-Rot (84.) vom Platz. „Es ist eine Frage der Mentalität, jeder einzelne wollte heute alles geben“, sagte Jonathan Tah an seiner alten Wirkungsstätte: „Das zeugt von Stärke und zeigt, was wir für eine Mannschaft sind.“
In die gleiche Kerbe schlug auch Ulreich. Der Ersatzkeeper kehrte 539 Tage nach seinem letzten Einsatz ins Tor der Münchner zurück und trug maßgeblich zum Punktgewinn beim Vizemeister bei. „Wir haben eine tolle Truppe beieinander. Ich glaube, man sieht den Teamspirit jeden Tag im Training“, sagte Ulreich. Das Team habe trotz der Platzverweise „zusammengehalten“, fügte der 37 Jahre alte Vertreter von Manuel Neuer und Jonas Urbig an.
Diesen Zusammenhalt braucht der FC Bayern auch in den kommenden Wochen. Neun Punkte beträgt der Vorsprung in der Bundesliga auf Verfolger Borussia Dortmund, acht Ligaspiele stehen noch an. Im Halbfinale des DFB-Pokals geht es Ende April erneut zu den am Samstag starken Leverkusenern – und in der Champions League können die Bayern vor dem Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gegen Atalanta Bergamo aufgrund des 6:1-Polsters zumindest schon für das Viertelfinale planen.
Die gleiche Leidenschaft wie in Leverkusen will Kompany bei seiner Mannschaft nun bis Ende Mai sehen. „Man kann stolz sein auf die Leistung und konnte Dinge sehen, die wichtig sind in einer Saison“, sagte er. Es gebe keine Saison, in der „alles perfekt“ laufe, so Kompany, „in diesen Momenten kannst du aber noch etwas zeigen. Das haben die Jungs gemacht.“ Aber, sagte der Belgier in Bezug auf die widrigen Umstände mit zwei Platzverweisen und zwei aberkannten Toren: „Ich hoffe, dass das nicht allzu oft vorkommt.“









































