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·27. September 2026
114 Schuldsprüche: Manchester City wartet auf die Strafe

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Manchester City ist laut Reuters in 114 von 115 Anklagepunkten wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League für schuldig befunden worden – ein Urteil, das laut The Athletic bereits jetzt Schadenersatzüberlegungen bei der Konkurrenz auslöst.
Die unabhängige Kommission befand City in 114 der 115 Vorwürfe für schuldig, wie Reuters unter Berufung auf The Athletic berichtet. Die mutmaßlichen Verstöße betreffen die Spielzeiten 2009/10 bis 2022/23, im Zentrum stehen laut Reuters unzutreffende Angaben zu Einnahmen, Sponsoringgeldern und Betriebskosten.
Die Premier League hatte den Klub im Februar 2023 an die Kommission verwiesen, die Anhörung lief vom 16. September bis zum 6. Dezember 2024. City bestreitet laut Reuters durchgehend jedes Fehlverhalten und hatte bereits 2020 eine UEFA-Sperre vor dem Court of Arbitration for Sport erfolgreich angefochten – ein separates Verfahren, das mit dem aktuellen Fall nicht zu verwechseln ist. Wie genau der Schuldspruch zustande kam und welche Fragen zur Strafzumessung noch offen sind, ordnet das Urteil in fast allen Anklagepunkten und die offene Straffrage ein.
City erklärte gegenüber britischen Medien laut Reuters, das Premier-League-Verfahren laufe weiterhin, wesentliche Elemente seien noch offen und unterlägen strenger Vertraulichkeit. Die Position des Klubs bleibe konsistent mit der Stellungnahme vom Februar 2023, man habe acht Jahre lang auf ein unabhängiges, unparteiisches Verfahren vertraut. Die Premier League selbst lehnte einen Kommentar ab und verwies auf die Vertraulichkeit des Prozesses.
Parallel dazu bereiten laut The Athletic mehrere Premier-League-Klubs rechtliche Schritte vor, um mögliche Schadenersatzansprüche prüfen zu lassen. Kanzleien hätten Klubs bereits kontaktiert, ob es zu einer gebündelten Klage oder Einzelverfahren kommt, ist demselben Bericht zufolge offen. Konkrete Forderungen, etwa wegen verpasster Champions-League-Qualifikation oder entgangener Sponsoringboni, würden nach Angaben von The Athletic ohnehin erst nach Abschluss des Berufungsverfahrens gestellt.
Reuters bezeichnet einen Schuldspruch dieses Ausmaßes als eine der bedeutendsten Entscheidungen der englischen Fußballgeschichte. Der Fall berühre Finanzregulierung, Wettbewerbsintegrität und die Frage, wie die Liga ihre Regeln gegen ihre erfolgreichsten Klubs durchsetzt – die Vorwürfe gegen City erstrecken sich über mehr als ein Jahrzehnt und übertreffen damit bisherige Fälle deutlich.

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Laut dem von Reuters zitierten Rechtsexperten Ian Hargreaves reicht die Bandbreite möglicher Strafen von einer Transfersperre am moderaten Ende bis zum Ausschluss aus der Liga am schwersten Ende des Spektrums – verhängt ist bislang nichts. Wie sich City sportlich unabhängig vom Verfahren derzeit präsentiert, zeigt Citys aktuelle Tabellenführung nach fünf Siegen zum Saisonstart.
City wird laut Reuters voraussichtlich Berufung einlegen, was belegt, dass das Verfahren trotz des Schuldspruchs nicht abgeschlossen ist. Zunächst muss eine separate Anhörung über die Sanktion erfolgen, ehe eine Berufung überhaupt greifen kann – konkrete Termine dafür liegen im vorliegenden Material nicht vor.
Erst nach Abschluss dieses Rechtswegs dürften die derzeit nur vorbereiteten Schadenersatzansprüche der Konkurrenz, wie sie The Athletic beschreibt, in ein förmliches Verfahren münden. Bis dahin bleibt der Fall das, was er seit Februar 2023 war: ein offenes Verfahren mit geschlossenem Ausgang.







































