15 Jahre am Mikro: Tim Thoelkes beste RBL-Geschichten | OneFootball

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·15. August 2026

15 Jahre am Mikro: Tim Thoelkes beste RBL-Geschichten

Artikelbild:15 Jahre am Mikro: Tim Thoelkes beste RBL-Geschichten

Seit 2011 gehört seine Stimme zu unseren Heimspielen. Tim Thoelke ist seit 15 Jahren Stadionsprecher von RB Leipzig und hat in dieser Zeit einiges erlebt. Warum Joshua Kimmich nicht einfach Joshua war, wie Emil Forsberg zu seiner eigenen Angelbewegung kam und bei welchem Tor Tim dachte, das Dach der Red Bull Arena fliegt weg.

„Bis dahin hatte die Red Bull Arena noch ein Dach“

Regionalliga, Aufstiege, Champions League, vier DFB-Pokalfinals und zwei Titel in Berlin: Tim hat die großen Momente der vergangenen 15 Jahre aus nächster Nähe begleitet.


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Ein Tor ist ihm bis heute besonders im Gedächtnis geblieben: Fabio Coltortis legendärer Last-Second-Siegtreffer gegen Darmstadt.

„Die Leute haben einfach nicht aufgehört auszurasten. Über Minuten wurde es nicht leiser“, erinnert sich Tim. Seine Beschreibung für diesen Moment: „Bis zu diesem Tag hatte die Red Bull Arena noch ein Dach.“

Noch emotionaler waren für ihn der Aufstieg in die Bundesliga und der erste Titel in Berlin, bei dem Tim auch im Olympiastadion am Mikro stand: „Da haben wir alle geheult.“

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Warum Kimmich für Tim nicht einfach Kimmich war

Wer regelmäßig die Namen der RBL-Spieler durchs Stadion ruft, sollte wissen, wie sie richtig ausgesprochen werden. Für Tim ist das eine Frage des Respekts. Deshalb hört er bei neuen Spielern genau hin und lässt sich bei schwierigeren Namen auch mal eine Sprachnachricht der Spieler schicken.

Dass selbst vermeintlich einfache Namen ihre Tücken haben, lernte er bei Joshua Kimmich. Der spätere Nationalspieler erklärte Tim zu gemeinsamen RBL-Zeiten, wie seine Eltern seinen Vornamen aussprechen – und genau so kündigte ihn Tim fortan im Stadion an.

„Das ist dein Name, so hörst du auf den Namen.“ Gerade als Stadionsprecher habe man dabei eine gewisse Verantwortung.

Heute kann ihn bei Spielernamen kaum noch etwas erschrecken. Selbst El Chadaille Bitshiabu sitzt inzwischen. Dafür musste Tim anfangs allerdings üben: „Wenn du den Namen 23-mal laut gesagt hast, ist er irgendwann ganz tief in der DNA.“

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Upa und Forsbergs Angel

Nach vielen gemeinsamen Jahren entstehen zwischen Stadionsprecher und Spielern auch ganz eigene Gewohnheiten. Dayot Upamecano war für Tim irgendwann schlicht „Upa“ – so selbstverständlich, dass ihm bei einer Mannschaftsaufstellung statt des Vornamens plötzlich der Spitzname herausrutschte.

Auch die Gesten bei der Mannschaftsvorstellung haben teilweise ihre ganz eigene Geschichte. Emil Forsberg erzählte Tim einmal, dass er mit seinem Vater gerne Lachse angeln geht. Fortan bekam der Schwede bei seiner Vorstellung eine Angelbewegung von Tim verpasst.

Vieles davon war nie geplant. Es entstand über die Jahre – genau wie zahlreiche Rituale rund um die Heimspiele.

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Der eine Satz, der Tim noch fehlt

Fansong, Torhymne, das Wechselspiel zwischen „RB“ und „Leipzig“, die Mannschaftsaufstellung im Mittelkreis und natürlich das rote Sakko: Vieles gehört heute fest zu einem Heimspiel in der Red Bull Arena.

Auch die erhobenen Schals vor der Mannschaftsaufstellung haben sich irgendwann einfach entwickelt. „Das habe ich mir nicht ausgedacht“, sagt Tim. Die Fans machten es – und heute gehört es dazu.

Nach 15 Jahren am Mikro hat Tim trotzdem noch einen Satz auf seiner persönlichen Wunschliste. Einen, den er irgendwann unbedingt durch die Red Bull Arena rufen möchte:

„Und damit ist klar: RB Leipzig ist Deutscher Meister!“

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