1860 benachteiligt wie noch nie, aber die eigenen Ultras fordern: "Nein zum VAR in Liga3!" | OneFootball

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·1. Februar 2026

1860 benachteiligt wie noch nie, aber die eigenen Ultras fordern: "Nein zum VAR in Liga3!"

Artikelbild:1860 benachteiligt wie noch nie, aber die eigenen Ultras fordern: "Nein zum VAR in Liga3!"

Dass TSV 1860 München längst nicht mehr viel mit dem einst stolzen Klub aus München-Giesing zu tun hat, weiß man. Doch seit Samstagnachmittag ist der Verein um ein weiteres bedauerliches Kapitel reicher. Denn obwohl die Löwen in dieser Saison zu den klar benachteiligten Teams der 3. Liga zählen (15 Fehlentscheidungen gegen sich seit dem ersten Spieltag und damit Spitzenreiter in dieser Wertung), zogen die eigenen Ultras in der Westkurve ein Plakat auf, das es in sich hatte. In dicken Lettern war zu lesen: „Emotionen verblassen – Fehlentscheidungen bleiben. Nein zum VAR in Liga 3!“ Nein, das ist kein Scherz!

Was man bei den Plakaten wissen muss: Die Ultras sprechen nicht für die komplette Fangemeinde des TSV 1860, sondern vermutlich nur für die Anhänger unter der Stadionuhr.


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Auch beim mageren 2:2 gegen Alemannia Aachen wurden den Sechzgern wieder Entscheidungen verwehrt. Beim Stand von 0:0 übersah der indisponierte Schiedsrichter Martin Wilke (db24-Note 5) ein klares Strafraum-Foul an David Philipp, der einen deutlichen Schlag aufs Sprunggelenk bekam. Kein Elfmeter.

Zwar nicht spielentscheidend, aber ebenso diskutabel: In der Schlussphase wurde der eingewechselte Sigurd Haugen bei einer Kontersituation von Marius Wegmann rücksichtslos abgeräumt – der Referee ließ zur Verwunderung aller weiterspielen.

Fakt ist: Ohne technische Hilfsmittel wirken viele Schiedsrichter in dieser Liga regelmäßig überfordert. Die Löwen haben sich vor kurzem für die Einführung des VAR stark gemacht: Ob Geschäftsführer Manfred Paula, Trainer Markus Kauczinski oder auch Rückkehrer Kevin Volland.

Seit Monaten wird in der Dritten Liga über einen MINI-VAR diskutiert, der möglicherweise schon in der neuen Saison eingeführt werden könnte. Warum ausgerechnet die Löwen-Ultras mit einem Banner dagegen mobilmachen, ist schwer nachvollziehbar – zumal diese Debatte bei einem Aufstieg ohnehin erledigt wäre. Ab der Zweiten Liga gehört der große VAR schließlich zum Standard.

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