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·11. September 2026
2. Bundesliga Prognose 5. Spieltag: Quoten und Tipps zu allen Partien

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·11. September 2026

Hertha BSC führt mit dem Punktemaximum, Miroslav Klose lässt Nürnberg als Tabellenzweiten die treffsicherste Offensive der Liga stellen, und im Tabellenkeller treffen mit St. Pauli und Wolfsburg zwei gefallene Bundesligisten am Millerntor aufeinander. Die Übersicht zum 5. Spieltag der 2. Bundesliga mit Quoten und kurzer Einordnung zu jeder Begegnung.
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Vier Runden sind gespielt, und die Spitze hat sich bereits spürbar vom Feld gelöst. Hertha BSC steht als einziges Team ohne Punktverlust da, Nürnberg unter Miroslav Klose folgt mit der besten Offensive der Liga. Am Tabellenende kämpfen mit Darmstadt, Dynamo Dresden und Holstein Kiel drei Absteigerkandidaten bereits früh gegen den Rückstand.
Stand: 10.09.2026, vor dem 5. Spieltag.
Unter Miroslav Klose, seit gut zwei Jahren Cheftrainer, hat Nürnberg 13 Tore in vier Spielen erzielt, den besten Wert der Liga, kassierte aber in drei von vier Partien mindestens ein Gegentor. Hannover liefert das Gegenstück: Alle vier Saisontore kamen aus dem Mittelfeld, die nominellen Stürmer haben noch nicht getroffen – ein strukturelles Warnsignal für Trainer Christian Titz. Die Direktbilanz spricht auffällig für die Gäste, doch die klarere Datenspur ist das Torniveau, denn vier der letzten fünf Duelle brachten mehr als zwei Treffer. Nürnbergs bester Heimsieg der Saison, ein 4:1 gegen Bielefeld, und Hannovers zuletzt torreiches 2:2 gegen Karlsruhe stützen die Erwartung an ein weiteres offenes Spiel zusätzlich. Klose ist mittlerweile seit über zwei Jahren im Amt, für einen Zweitligaklub eine ungewöhnlich lange Kontinuität, die sich in der offensiven Klarheit der Mannschaft widerspiegelt. Sollte die Defensive im Saisonverlauf nachziehen, wäre Nürnberg ein ernstzunehmender Aufstiegskandidat. Beide Mannschaften kommen zudem aus torreichen jüngsten Auftritten, was die Erwartung an ein weiteres Spiel mit überdurchschnittlichem Torniveau zusätzlich stützt.
Quoten: 1: 2,50 | X: 3,75 | 2: 2,42 | Über 3,5: 2,05 | Unter 3,5: 1,71 | DC 1X/12/X2: 1,47 / 1,25 / 1,42
Darmstadt wartet seit drei Ligaspielen auf ein eigenes Tor, beide Saisontreffer fielen am ersten Spieltag. Trainer Florian Kohfeldt, mit 0,25 Punkten pro Spiel der schwächste Wert der Liga, muss zusätzlich auf den gesperrten Innenverteidiger und Torschützen Aleksandar Vukotić verzichten. Arminia trifft durch Toptorjäger Joel Grodowski regelmäßig, verliert seine Struktur aber komplett außerhalb der eigenen Arena – sechs Gegentore aus zwei Auswärtsspielen belegen das. Die beiden jüngsten Duelle in Darmstadt endeten remis, eine Serie, die zur aktuellen Ausgangslage passt: eine Heimmannschaft ohne Offensivproduktion trifft auf einen auswärts wackligen Gast, was eher für ein zähes, torarmes Spiel spricht als für einen klaren Favoritenerfolg. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen und der schwächsten Tordifferenz der Liga steht Darmstadt bereits strukturell abgeschlagen da, während Bielefeld unter dem erst seit zwei Monaten amtierenden Oliver Kirch noch dabei ist, eine eigene Handschrift zu etablieren – ein Prozess, der sich in der wackligen Auswärtsform bislang deutlich zeigt. Ein gesperrter Innenverteidiger wiegt bei Darmstadts ohnehin dünner Kaderbreite besonders schwer, zumal Vukotić auch bei Standardsituationen zu den wenigen Torgefahren zählte.
Quoten: 1: 2,62 | X: 3,60 | 2: 2,37 | Über 2,5: 1,58 | Unter 2,5: 2,28 | DC 1X/12/X2: 1,48 / 1,26 / 1,40
Bochum hat in zwei Heimspielen noch kein eigenes Tor erzielt, beide endeten 0:1 – ein auffälliger Widerspruch zur Auswärtsbilanz, wo beide Saisonsiege fielen. Mit nur drei erzielten Toren ist der VfL zudem die abschlussschwächste Mannschaft der oberen Tabellenhälfte. Fürth hängt offensiv fast vollständig an Felix Klaus, mit fünf Toren Torschützenkönig der Liga, kassiert aber unter den zwölf oberen Teams die meisten Gegentore. Vier Siege in Serie hat Bochum zuletzt gegen Fürth eingefahren, eine Bilanz, die im Kontrast zur aktuellen Heimschwäche steht, aber ein strukturelles Übergewicht dokumentiert – gegen eine ebenfalls limitierte Fürther Offensive spricht das eher für ein knappes als für ein torreiches Ergebnis. Trainer Uwe Rösler, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, steht damit vor der Aufgabe, ausgerechnet zu Hause eine strukturelle Schwäche zu beheben. Fürths Trainer Heiko Vogel kann sich auf Klaus‘ individuelle Form verlassen, muss aber mittelfristig eine breitere Offensivstruktur aufbauen, um nicht dauerhaft von einem einzelnen Spieler abhängig zu bleiben. Beide Mannschaften kommen aus vergleichsweise limitierten Auftritten, was ein torarmes statt ein offenes Ergebnis strukturell wahrscheinlicher macht.
Quoten: 1: 1,90 | X: 3,60 | 2: 3,60 | Über 2,5: 1,60 | Unter 2,5: 2,25 | DC 1X/12/X2: 1,26 / 1,25 / 1,70
Ein Gegentor aus vier Spielen ist ligaweit der mit Abstand beste Defensivwert – die Grundlage für Kaiserslauterns bislang ungeschlagene Saison unter dem seit eineinhalb Jahren amtierenden Torsten Lieberknecht. Magdeburg liefert das Gegenteil: sieben erzielte, acht kassierte Tore unter dem seit zehn Monaten amtierenden Petrik Sander, eine Mannschaft, die vorne für Betrieb sorgt, hinten aber regelmäßig Räume öffnet. Der eigentliche Reiz liegt im taktischen Kontrast: Magdeburgs Risikobereitschaft trifft auf eine Mannschaft, die das Spiel verengt und auf Konter lauert. Die Ergebnisrichtung ist weniger klar als das Torniveau, das durch Kaiserslauterns defensive Kontrolle strukturell gedämpft bleiben dürfte. Lieberknecht gehört mit seiner Amtszeit mittlerweile zu den dienstältesten Trainern der Liga, was sich in der taktischen Reife der Mannschaft zeigt, während Magdeburg unter Sander noch an einer eigenen, wiederholbaren Spielidee arbeitet – ein struktureller Nachteil, der über die reine Tabellensituation hinausgeht. Kaiserslauterns acht Punkte bei nur einem Gegentor sind auch im Vergleich mit den Tabellenführern bemerkenswert – keine andere Mannschaft der oberen Hälfte kombiniert derart geringe Fehleranfälligkeit mit konstantem Punktgewinn.
Quoten: 1: 2,16 | X: 3,66 | 2: 2,90 | Über 3,5: 2,20 | Unter 3,5: 1,62 | DC 1X/12/X2: 1,33 / 1,26 / 1,55
Zehn erzielte und zehn kassierte Tore aus vier Spielen – Braunschweig liefert unter Lars Kornetka eine der unterhaltsamsten, aber unkontrolliertesten Bilanzen der Liga, mit bereits zwei Fünf-Gegentore-Spielen vor eigenem Publikum. Dresden liefert das Gegenstück in der Offensive: nur fünf Tore, aber ebenfalls zehn Gegentore, und lebt fast ausschließlich vom schnellen Umschalten über Bobzien und Vermeij. Auswärts ist Dresden bislang punktlos geblieben. Sechs der acht bisherigen Saisonspiele beider Teams brachten mindestens drei Tore, die letzten beiden direkten Duelle gewann jeweils die Eintracht – eine Kombination, die klar für ein torreiches Spiel mit leichtem Braunschweiger Vorteil spricht. Zwei Fünf-Gegentore-Spiele innerhalb von vier Partien sind kein statistischer Ausreißer, sondern ein wiederkehrendes Muster in der Braunschweiger Restverteidigung nach Ballverlusten – gegen eine Mannschaft wie Dresden, die genau auf schnelles Umschalten ausgelegt ist, könnte sich diese Schwäche besonders deutlich zeigen. Bobzien und Vermeij tragen dabei einen überproportionalen Anteil an Dresdens Offensivproduktion, ein Muster, das gegen eine offene Mannschaft wie Braunschweig genau die Räume findet, die es für seine Wirkung braucht.
Quoten: 1: 2,66 | X: 3,60 | 2: 2,33 | Über 3,5: 2,30 | Unter 3,5: 1,57 | DC 1X/12/X2: 1,48 / 1,26 / 1,40
Vier Monate ist es her, dass Wolfsburg St. Pauli am Millerntor mit 3:1 in die Zweitklassigkeit schoss und dabei selbst mit abstieg. Jetzt sind die Rollen neu verteilt: Wolfsburg steht unter dem neuen Trainer Tobias Strobl als Tabellenvierter ungeschlagen da, offenbarte beim 4:4 gegen Cottbus aber erhebliche defensive Lücken. St. Pauli sucht unter Marcel Rapp weiterhin den ersten Saisonsieg und blieb in keinem Ligaspiel ohne Gegentor. Beide Klubs brauchen dringend drei Punkte, was ein vorsichtiges, kontrolliertes Spiel unwahrscheinlich macht – zwei durchlässige Abwehrreihen und zwei auf Sieg angewiesene Offensiven sprechen strukturell für einen offenen Schlagabtausch am Millerntor. Sowohl Rapp als auch Strobl übernahmen ihre Mannschaften erst zum Saisonstart nach dem gemeinsamen Abstieg – ein paralleler Neuanfang, der das Duell auch zu einem direkten Vergleich zweier neuer Konzepte macht: mutiger, aber löchriger Offensivfußball bei Wolfsburg gegen ein strukturierteres, aber bislang zu torarmes St. Pauli. Ein Spiel dieser Art bekommt am Millerntor traditionell eine zusätzliche Note, die sich schwer in Quoten fassen lässt: die Erinnerung an den gemeinsamen Abstieg im Mai.
Quoten: 1: 2,50 | X: 3,66 | 2: 2,45 | Über 3,5: 2,25 | Unter 3,5: 1,60 | DC 1X/12/X2: 1,45 / 1,25 / 1,44
Frank Schmidt ist seit fast 19 Jahren Cheftrainer in Heidenheim – eine Kontinuität ohne Beispiel im deutschen Profifußball. Charakteristisch bleibt die offensive Herangehensweise: In allen drei Saisonsiegen erzielte die Mannschaft mindestens drei Tore, zu-Null-Spiele sind die Ausnahme. Kiel reist mit einer Ausfallliste an, die drei etatmäßige Innenverteidiger umfasst – eine Häufung, die gegen Heidenheims schnelles Umschaltspiel über die Außenbahnen besonders schwer wiegt. Trainer Tim Walter hat mit drei Unentschieden immerhin gezeigt, dass die Mannschaft grundsätzlich konkurrenzfähig ist, wenn die Abwehr steht – gegen Heidenheim fehlt genau diese Voraussetzung, was ein deutliches Heidenheimer Torplus naheliegend macht. Wo andere Zweitligisten im Schnitt alle ein bis zwei Jahre den Trainer wechseln, hat Heidenheim unter Schmidt eine Kaderphilosophie über fast zwei Jahrzehnte verfeinert – eine Wiederholbarkeit der Spielmuster, die gegen eine personell geschwächte Kieler Mannschaft besonders zum Tragen kommen dürfte. Drei Unentschieden aus vier Spielen zeigen zumindest, dass Kiel grundsätzlich konkurrenzfähig ist, wenn die Abwehr steht – gegen Heidenheim fehlt genau diese Voraussetzung.
Quoten: 1: 1,93 | X: 3,80 | 2: 3,33 | Über 3,5: 2,16 | Unter 3,5: 1,61 | DC 1X/12/X2: 1,27 / 1,23 / 1,71
Karlsruhe geht als klarer Heimfavorit ins Spiel, kassierte aber in den vergangenen zwei Partien sieben Gegentore und wartet seit drei Spielen auf einen Sieg. Aufsteiger Cottbus trifft dank Ligatorjäger Tolcay Ciğerci am laufenden Band, kassiert unter Trainer Claus-Dieter Wollitz mit zwölf Gegentoren aber noch häufiger und ist auswärts wacklig – das jüngste 4:4 in Wolfsburg unterstreicht das Muster. Cottbus war in dieser Saison bereits an 22 Toren beteiligt. Trifft eine offensive Heimelf mit wackliger Abwehr auf einen Gegner mit demselben Profil, spricht die Struktur klar für ein torreiches Spiel statt für ein kontrolliertes Ergebnis. Wollitz, mit mehr als fünf Jahren der dienstälteste Trainer der Liga, hat aus begrenzten Mitteln eine der torgefährlichsten Aufsteiger-Offensiven der jüngeren Zweitliga-Geschichte geformt, während der erst seit zwei Monaten amtierende Maximilian Senft in Karlsruhe nach drei sieglosen Spielen erstmals unter Druck gerät. Zehn Tore Beteiligung binnen vier Spielen für einen einzelnen Spieler ist selbst in einer torreichen Liga ein herausstechender Wert – Karlsruhes Defensive muss Ciğerci früh aus dem Spiel nehmen, statt auf die eigene, zuletzt löchrige Restverteidigung zu vertrauen.
Quoten: 1: 1,68 | X: 4,25 | 2: 4,00 | Über 3,5: 1,90 | Unter 3,5: 1,80 | DC 1X/12/X2: 1,20 / 1,20 / 1,95
Hertha BSC hat vier Spiele gewonnen, stellt mit zwölf Treffern die beste Offensive der Liga und traf in jeder Partie mindestens zweimal – allerdings fehlt der gesperrte Paul Seguin im Mittelfeld. Osnabrück wechselt starke und schwache Auftritte ab und offenbarte seine größte Schwäche ausgerechnet daheim, wo es zum Auftakt ein 0:3 gab. Herthas fünf Gegentore in vier Spielen zeigen aber, dass die Berliner hinten durchaus zu knacken sind. Statt allein auf den reinen Sieger zu setzen, lohnt sich deshalb der Blick auf die Gästetore – eine Mannschaft, die in jedem Spiel getroffen hat, dürfte das auch gegen eine wechselhafte Osnabrücker Defensive schaffen. Hertha hat in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel bestritten, ohne selbst zu treffen, während Leitls Arbeitspapier zum Saisonende ausläuft, ohne dass bislang eine Verlängerung vermeldet wurde – für das Spiel in Osnabrück derzeit eine reine Randnotiz ohne sportliche Relevanz. Für den Aufsteiger bedeutet das: Ein Zu-Null-Ergebnis gegen diesen Gegner wäre die bislang größte defensive Leistung der jungen Saison.
Quoten: 1: 3,00 | X: 3,75 | 2: 2,08 | Über 2,5: 1,57 | Unter 2,5: 2,25 | DC 1X/12/X2: 1,61 / 1,23 / 1,33
Vier Spieltage sind wenig, aber ein Muster zeichnet sich bereits ab: Die beiden Tabellenführer Hertha und Nürnberg treffen in praktisch jeder Partie mindestens zweimal – Konstanz, die der Rest der Liga bislang nicht liefert. Am unteren Ende dominiert das Gegenteil: Darmstadt, Dresden und Kiel eint eine Kombination aus fehlender Offensivproduktion und einer Defensive, die strukturell noch keinen Halt gefunden hat. Auffällig ist zudem die hohe Zahl an Teams mit deutlicher Heim-Auswärts-Schieflage – ein Hinweis darauf, dass die frühe Tabelle mehr über einzelne Spielorte als über die tatsächliche Mannschaftsstärke aussagt.
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