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·2. Oktober 2026
Ausgang England? Was ein Abgang von Rav van den Berg für Folgen für den 1. FC Köln hätte – „Es liegt an Rav selbst“

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Simon Bartsch
2 Oktober, 2026
Rav van den Berg spielt beim 1. FC Köln derzeit sportlich kaum eine Rolle. Umso überraschender kam in den vergangenen Tagen plötzlich ein unerwartetes Transfergerücht auf. West Ham United soll sich mit dem Niederländer beschäftigen, sogar eine Ablösesumme von mehr als 15 Millionen Euro steht im Raum. Eine solche Summe würde angesichts der bisherigen Entwicklung des 22-Jährigen durchaus überraschen. Für den FC wäre ein potenzielles Angebot nicht nur finanziell ein Thema. Auch mit Blick auf die Kaderplanung ist die Personalie van den Berg interessant.
Rav van den Berg soll angeblich auf dem Zettel von West Ham stehen
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Sportlich konnte van den Berg die Erwartungen, die mit seiner Verpflichtung verbunden waren, bislang nicht erfüllen. Die Domstädter hatten im vergangenen Sommer rund acht Millionen Euro für den Innenverteidiger an den englischen Zweitligisten Middlesbrough überwiesen, nachdem dieser dort mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Auch in Köln begann van den Berg durchaus vielversprechend, ehe ihn eine Verletzung zurückwarf. Danach gelang es ihm nicht, dauerhaft an die ersten guten Eindrücke anzuknüpfen. Mit dem Trainerwechsel verlor er zusätzlich an Boden und steht inzwischen deutlich hinter anderen Innenverteidigern in der Rangfolge. Immerhin saß der Abwehrspieler bei der U21 der Niederlande am Freitag wieder auf der Bank.
Mehr zum Thema:>> Gerücht um Rav van den Berg>> Rene Wagner im Interview
Zuletzt schaffte es der Niederländer beim FC wiederum zweimal in Folge nicht in den Kader. Insgesamt kommt der 22-Jährige unter FC-Coach René Wagner auf gerade einmal einen Einsatz. „Wir haben aktuell vier Innenverteidiger – davon spielen zwei. Joel Schmied war zuletzt derjenige, der die Position auf der Bank bekommen hat“, sagte der FC-Coach im Interview mit come-on-fc.com. „Jetzt liegt es an Rav selbst: Er kennt die Gründe, warum er im Moment nicht zum Zug kommt, genauso kennt er aber auch die Mittel und Wege, wie er zurück in die Mannschaft finden kann.“ Bislang scheint der Weg aber ein recht weiter zu sein.
Gerade deshalb dürften mögliche Abwanderungsgedanken des jungen Innenverteidigers nicht wirklich überraschend kommen. Dennoch erscheint ein ein möglicher Vorstoß von West Ham in dieser finanziellen Größenordnung derzeit nur schwer greifbar. Einen Spieler, der beim FC aktuell keine sportliche Rolle spielt, für mehr als 15 Millionen Euro zu verpflichten, wäre angesichts seiner bisherigen Zeit in Köln eine durchaus ungewöhnliche Konstellation. Komplett ausgeschlossen ist ein solches Szenario bei englischen Vereinen mit Blick auf ihre Transferaktivitäten allerdings nicht. Zusätzlich kennt Van den Berg den englischen Fußball aus seiner Zeit bei Middlesbrough und hat dort bereits Erfahrungen in der Championship gesammelt und sich so einst ins Visier des FC gespielt. Für den Spieler selbst dürften die Hammers also eine spannende Option sein. Zumal der Niederländer seine Zukunft auch in England sieht.
Viel entscheidender wäre für den FC ohnehin die Frage, wie ein möglicher Abgang aufgefangen werden könnte. In der Innenverteidigung ist die Situation bereits jetzt speziell. Timo Hübers arbeitet nach seiner langen Verletzungspause weiter an seinem Comeback und ist für einen Einsatz zum Winter derzeit keine sichere, sogar eher eine sehr unwahrscheinliche Option. Gleichzeitig sind mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda zwei weitere Innenverteidiger verliehen. Pauli spielt bei Odense BK, Bakatukanda beim VfL Osnabrück – beide sollten bei ihren Leihstationen eigentlich wichtige Spielpraxis sammeln. Eine vorzeitige Rückkehr im Winter wäre zwar denkbar, könnte aber ihre persönliche Entwicklung negativ beeinflussen.
Sollte aus dem bislang kolportierten Interesse tatsächlich ein konkreter Vorstoß werden, müsste sich der FC deshalb eigentlich schon vorher mit möglichen Alternativen beschäftigen. Denn ein Abgang van den Bergs wäre zwar angesichts seiner aktuellen sportlichen Rolle nicht ohne Weiteres ein Verlust für die Startelf, würde die Breite im Abwehrzentrum aber trotzdem verringern. Das Gerücht um die vermeintlich hohe Ablöse erscheint derzeit angesichts der bisherigen Leistungen schwer vorstellbar. Sollte West Ham daraus allerdings tatsächlich ein konkretes Angebot machen, müsste Köln bereits wissen, wie die entstehende Lücke geschlossen werden soll. Dann wäre es nicht mehr nur ein überraschendes Transfergerücht, sondern eine Frage, auf die die sportliche Führung möglichst schon eine Antwort in der Hinterhand haben sollte.







































