REAL TOTAL
·15. September 2026
2:0, 2:2, 3:2: Real Madrid duselt sich beim Letzten zum Sieg

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Carlos Espí kam, sah und traf – Foto: Francisco Macia/Getty Images
ELCHE. Dort, wo der FC Barcelona vor rund drei Wochen einen 5:0-Kantersieg zum Saisonstart gefeiert hatte, ist Real Madrid ebenfalls erfolgreich – letzten Endes aber mit reichlich Dusel. Die Königlichen haben ihre Pflicht am Dienstagabend erfüllt und auswärts gegen den FC Elche ein 3:2 bejubelt. Sie verspielten ein 2:0, wurden in der Nachspielzeit von Carlo Espí gerettet (90.+1). Ein beinahe peinlicher Sieg, immerhin war man beim Tabellenletzten der Primera División (jetzt zwei Unentschieden und vier Niederlagen) zu Gast. Dennoch: Damit geht es siegreich in das große Stadtderby am kommenden Sonntag bei Atlético Madrid im Estadio Metropolitano (16:15 Uhr).
Und damit konnten sie im Fernduell mit ihrem Erzrivalen einmal mehr vorlegen und zu ihm aufschließen. Barça, bisher immer erst nach Real im Einsatz, empfängt am Mittwoch Aufsteiger Racing Santander (21:30 Uhr), wird dann die Chance haben, seinen Drei-Punkte-Vorsprung wiederherzustellen.
Im Estadio Manuel Martínez Valero nahm der Sieg der Madrilenen schon in der ersten Halbzeit konkrete Formen an. Nach einer vergleichsweise noch mutigen ersten Viertelstunde von Elche gewann José Mourinhos Ensemble zunehmend die Kontrolle. Die Folge: ein Doppelschlag. Ein Freistoß von Arda Güler aus halbrechter Position führte zum 1:0 (25.). Weil der Ball vom linken Innenpfosten noch an den Handschuh von Keeper Matías Dituro sprang, ehe er die Linie passierte, wurde es als Eigentor gewertet. Bitter für Güler.
Dafür konnte nicht nur er sich knapp zehn Minuten später bereits über das 2:0 freuen. Yan Diomande brachte das Spielgerät von der rechten Seite in die Mitte, wo Kylian Mbappé umgehend abschloss und einnetzte (33.). Nach seinem achten Saisontor blieb der Superstar zunächst mit Schmerzen am Boden liegen. Er hatte im Zuge des Treffers das Knie von Torwart Dituro gegen den Oberschenkel abbekommen. Mbappé spielte nach einer Behandlungspause weiter – und erhöhte auf 3:0 (41.). Jedoch zählte es wegen einer knappen Abseitsposition nicht. Real hatte den Ball vorher ausgehend von Thibaut Courtois nach vorne getrieben.
Mbappé traf erneut – Foto: Francisco Macia/Getty Images
Real spielte nach dem Seitenwechsel nicht mit aller Macht auf das dritte Tor, hätte es im Laufe des zweiten Abschnitts aber durchaus erzielen können. Zum Beispiel, als Vinícius Júnior nach einer Güler-Vorarbeit per Querpass direkt abschloss (65.). Sein Versuch ging aber knapp links vorbei. Stattdessen gelang es dem Underdog tatsächlich, den Anschluss zu erzielen und das Spiel noch einmal spannend zu machen. Abiel Osorio verwertete eine Hereingabe von der linken Seite im Strafraum per Kopf (71.).
Und es kam noch schlimmer: Fer Niño glich sogar noch aus, ließ das Spielgerät mit einem Schuss aus halbrechter Position im Strafraum im langen Eck einschlagen (83.). Beinahe hektisch winkte Mourinho die aufwärmenden Espí und Endrick zu sich. Der 1,94-Meter-Mann bewahrte Real am Ende vor einer Blamage, schob nach einem Querpass von Mbappé ein. 90 Minuten stehen nun noch an, ehe es in die neuerdings dreiwöchige Länderspielpause geht.
Mourinho nahm gleich fünf Veränderungen vor, ließ unter anderem Jude Bellingham auf der Bank. Dafür durfte Yan Diomande erneut von Anfang an mitwirken und Arda Güler auf der Zehner-Position agieren. Interessant auch: Aurélien Tchouaméni feierte sein Startelf-Debüt in dieser Saison, bildete dabei erstmals mit Federico Valverde die Doppelsechs, nachdem beide Anfang Mai zweimal aneinandergeraten waren.
Diomande verblieb in der ersten Elf – Foto: Francisco Macia/Getty Images
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