REAL TOTAL
·8. September 2026
2:1 statt 3:0: Real Madrid killt Inter nicht und muss zittern

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Mbappé und Co. hatten direkt zum CL-Start einen Top-Gegner – Foto: Denis Doyle/Getty Images
MADRID. Es ist wichtig, wie eine Saison endet – und weniger, wie sie anfängt. Und dennoch: Einen guten Start nimmt man gerne mit. Und den hat Real Madrid am Dienstag in der Champions League erlebt, wenngleich am Ende mit mehr Kampf und Einsatz als Klarheit und Ruhe.
Gegen Inter Mailand, Ex-Klub von José Mourinho und Denzel Dumfries, ist den Königlichen im Estadio Santiago Bernabéu ein 2:1 gelungen. Kylian Mbappé (14.) und Federico Valverde (23.) ließen den Fußballtempel an der Concha Espina jubeln. Die ersten Punkte auf dem Weg zum erhofften Direkt-Einzug in das Achtelfinale, nachdem sie in den vergangenen beiden Spielzeiten nach der Vorrunde noch in die Playoffs gemusst hatten.
Es war ein ungewöhnliches Bild, das sich dem Zuschauer im Bernabéu fußballerisch bot: Der Gegner spielte, hatte in der ersten Halbzeit um die 70 Prozent Ballbesitz, während die Blancos auf Gegenanstöße und ein teilweise hohes Anlaufen setzten – mit Erfolg. Inter lud das pressende Real zweimal förmlich zu Toren ein. Erst, als Yann Aurel Bisseck das runde Leder in der gefährlichen Zone vor dem eigenen Strafraum fahrlässig vertändelte. Brahim Díaz bediente Mbappé mit einem direkten Zuspiel, der Franzose verwandelte schließlich aus zentraler Position zum 1:0 (14.). Mit der ersten richtigen Chance im Spiel ging Real sofort in Führung.
Und nur knapp zehn Minuten später erhöhten die Hausherren auf ähnliche Art und Weise. Kapitän Valverde stresste Inter-Keeper Josep Martínez, indem er mit Tempo auf ihn zulief. Der Spanier spielte den Ball mit der Sohle, doch Valverde fuhr seinen linken Fuß aus, kam heran an das Spielgerät heran, beförderte es mit dem einen Kontakt in die Maschen (23.). Eine Slapstick-Aktion des Schlussmanns. Bitter für seine Mannschaft, die spielerisch bestimmend auftrat und daraufhin durch Curtis Jones einen Lattenschuss verbuchte (36.).
Mbappé brachte die Blancos auf Kurs – Foto: Angel Martinez/Getty Images
Beinahe machte sich Mourinhos Ensemble sogar mit einem 3:0 auf den Weg in die Halbzeitpause. Die eine Minute an Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als Mbappé aus spitzem Winkel links im Strafraum abzog. Jude Bellingham staubte ab, doch Martínez rettete in höchster Not erneut (45.+2).
Auch nach dem Seitenwechsel boten sich Möglichkeiten auf das 3:0. Mbappé scheiterte im Zuge eines Gegenstoßes am herausgeeilten Martínez, wählte nicht den Heber (49.). Dann zögerte Bellingham nach einer Brahim-Hereingabe zu lange, köpfte das runde Leder nicht in das freie Tor, nahm es stattdessen noch einmal an, sodass Martínez wieder die Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen (58.).
Dieser dritte Real-Treffer wollte einfach nicht fallen – auch in der Folge. Mbappé schoss nach einem Querpass von Brahim zu zentral (67.), Brahim verfehlte den linken Pfosten nach einem Zuspiel von Mbappé knapp (69.). Das Publikum reagierte mit Unverständnis und Ungeduld auf die vergebenen Chancen, trotz der Zwei-Tore-Führung waren sogar teilweise Pfiffe im Stadion zu vernehmen. Und noch mehr, als irgendwann das passierte, was passieren musste: 2:1 statt 3:0. Carlos Augusto brachte Inter zu Beginn der Schlussphase zurück ins Spiel (77.).
Schlimmer wurde es aus der Sicht der Blancos nicht, sie brachten ihre Führung über die Zeit. Für sie geht es in der Königsklasse am 14. Oktober auswärts gegen die AS Roma weiter.
In Abwesenheit der gesperrten Bernardo Silva, Arda Güler und Eduardo Camavinga entschied sich Mourinho für Trent Alexander-Arnold neben Federico Valverde auf der Doppelsechs. Aurélien Tchouaméni feierte sein Kader-, aber noch nicht sein Startelf-Comeback.
Alexander-Arnold wurde erstmals bei Real als zentraler Mittelfeldspieler aufgeboten – Foto: Angel Martinez/Getty Images
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