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·5. Juni 2026

4 teuer Fehlgriffe: Gladbachs größte Virkus-Flops

Artikelbild:4 teuer Fehlgriffe: Gladbachs größte Virkus-Flops

Gladbachs größte Fehltransfers unter Roland Virkus

Roland Virkus wurde am 30.09.2025 von seinen Aufgaben bei Borussia Mönchengladbach entbunden. Der ehemalige Sportvorstand war von Februar 2022 bis September 2025 für den sportlichen Bereich bei den Fohlen zuständig. In der Amtszeit von Roland Virkus konnte sich der Verein jedoch nicht nachhaltig weiterentwickeln. Mit Adi Hütter, Daniel Farke und Gerardo Seoane mussten innerhalb kürzester Zeit drei Trainer ihre Koffer packen. Auch tabellarisch blieb Borussia hinter den Erwartungen zurück: Dreimal Platz 10 und einmal sogar Platz 14 standen am Ende zu Buche.

In dieser Zeit wurden auch zahlreiche Transfers getätigt. Heute werfen wir einen Blick auf die größten Transferflops, die Gladbach während der Amtszeit von Roland Virkus verpflichtet hat.


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Teure Fehleinschätzungen in den ersten Jahren

Ein schwieriges Jahr aus Transfersicht für Borussia Mönchengladbach war direkt die Saison 2022/2023. Damals wurden folgende Spieler verpflichtet:

  • Jonas Omlin – Montpellier – 9,00 Mio. €
  • Nathan Ngoumou – FC Toulouse – 8,00 Mio. €
  • Ko Itakura – Manchester City – 5,00 Mio. €
  • Oscar Fraulo – FC Midtjylland – 2,00 Mio. €
  • Julian Weigl – Benfica – Leihe (später für 7,18 Millionen Euro verpflichtet)

Omlin war gerade in den ersten sechs Monaten ein echter Rückhalt, doch danach verfolgte ihn das Verletzungspech. Ngoumou konnte sich nie in der Bundesliga durchsetzen und auch der junge Fraulo schaffte über Jahre nicht den Durchbruch bei den Profis. Insgesamt investierte Borussia Mönchengladbach in diese drei Spieler knapp 20 Millionen Euro zuzüglich Gehalt, ohne daraus einen nachhaltigen sportlichen oder finanziellen Mehrwert zu schaffen.

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Omlin Abschied aus Gladbach fix – Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Im darauffolgenden Jahr 2023/2024 wurden folgende Spieler verpflichtet:

  • Tomas Cvancara – AC Sparta Prag – 10,50 Mio. €
  • Franck Honorat – Stade Brest 29 – 8,00 Mio. €
  • Julian Weigl – Benfica Lissabon – 7,18 Mio. €
  • Fabio Chiarodia – SV Werder Bremen – 2,00 Mio. €
  • Robin Hack – Arminia Bielefeld – 1,10 Mio. €
  • Maximilian Wöber – Leeds United – Leihgebühr: 500 Tsd. €
  • Jordan – 1. FC Union Berlin – Leihgebühr: 200 Tsd. €
  • Lukas Ullrich – Hertha BSC II – ablösefrei
  • Grant-Leon Ranos – FC Bayern München II – ablösefrei

Grundsätzlich muss man sagen, dass Virkus gerade bei den kostengünstigeren Transfers in diesem Jahr ein gutes Händchen bewiesen hat. Mit Chiarodia, Ullrich und Hack wurden echte Werte geschaffen und auch mit Honorat gelang dem 59-Jährigen ein guter Transfer. Doch der Rekordtransfer in diesem Sommer war Tomas Cvancara und dieser Transfer gehört im Nachhinein leider zu den größten Transferflops der Borussia-Geschichte. Nach einem herausragenden Start mit zwei Toren in Augsburg baute der 25-Jährige immer weiter ab. Anschließende Leihen zu Antalyaspor und Celtic Glasgow brachten ebenfalls nicht den erhofften Erfolg.

Rouven Schröder sucht derzeit händeringend nach einem Abnehmer für Cvancara, da der Stürmer keine Zukunft mehr am Niederrhein hat und mit Isac Lidberg bereits ein weiterer Mittelstürmer vor der Verpflichtung steht.

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Cvancara könnte nach Gladbach zurückkehren –

IMAGO / News Licensing

Im Jahr 2024/2025 verpflichtete Borussia Mönchengladbach folgende Spieler:

  • Tim Kleindienst – 1. FC Heidenheim – 7,00 Mio. €
  • Philipp Sander – Holstein Kiel – 1,00 Mio. €
  • Kevin Stöger – VfL Bochum – ablösefrei
  • Charles Herrmann – Borussia Dortmund U19 – ablösefrei

Eine solide Transferphase mit ordentlichen Verpflichtungen und einer bis zum 27. Spieltag überraschend starken Saison. Die Borussia stand zwischenzeitlich auf Platz 5, enttäuschte jedoch im Saisonendspurt und verspielte die große Chance auf einen europäischen Startplatz. Am Ende stand erneut Rang 10.

Die letzte Transferperiode, für die Virkus verantwortlich war, war der Sommer 2025. Damals verpflichteten die Fohlen folgende Spieler:

  • Shuto Machino – Holstein Kiel – 8,00 Mio. €
  • Jens Castrop – 1. FC Nürnberg – 4,50 Mio. €
  • Giovanni Reyna – Borussia Dortmund – 4,00 Mio. €
  • Haris Tabakovic – TSG Hoffenheim – Leihgebühr: 750 Tsd. €
  • Kevin Diks – FC Kopenhagen – ablösefrei
  • Yannik Engelhardt – Como 1907 – Leihe

Mit den Transfers von Kevin Diks und Jens Castrop hat Roland Virkus echte nachhaltige Werte geschaffen. Doch ähnlich wie im Fall Cvancara lag er bei seinem „Königstransfer“ Shuto Machino bislang daneben. Virkus zahlte 8 Millionen Euro für den Japaner zuzüglich möglicher Bonuszahlungen in Höhe von 2 Millionen Euro. Rückblickend erscheint diese Summe gemessen an den bisher gezeigten Leistungen sehr hoch.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Roland Virkus mit Kevin Diks, Jens Castrop, Robin Hack, Philipp Sander, Tim Kleindienst, Lukas Ullrich und auch Fabio Chiarodia durchaus gute bis sehr gute Transfers gelungen sind. Gerade bei den hochpreisigen Verpflichtungen lag der ehemalige Sportvorstand jedoch oftmals daneben. Insgesamt investierte man in Ngoumou, Omlin, Cvancara und Machino inklusive Gehältern und möglicher Bonuszahlungen rund 60 Millionen Euro, ohne bislang einen nennenswerten Wiederverkaufswert geschaffen zu haben.

Dass man bei einzelnen Transfers danebenliegt, ist im Fußball völlig normal. Innerhalb kurzer Zeit wurden jedoch mehrere kostspielige Fehlentscheidungen getroffen, die den Verein sportlich und finanziell über Jahre belastet haben.

Wie beurteilt ihr die Einkaufspolitik des ehemaligen Sportvorstands? Schreibt es in die Kommentare!

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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