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·21. September 2026
413 Minuten ohne Tor: Warum fehlt Deniz Undav im DFB-Kader?

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Deniz Undav fehlt im Aufgebot von Jürgen Klopp, weil er nach Einschätzung des Bundestrainers „noch nicht richtig in die Saison hereingefunden“ hat. 413 Bundesliga-Minuten ohne eigenen Treffer sprechen zunächst gegen den Kapitän des VfB Stuttgart. Der 30 Jahre alte Stürmer sieht die Ursache allerdings weniger bei sich als in seiner Rolle auf dem Platz. Seinem Frust hat er jetzt öffentlich Luft gemacht.

Deniz Undav am 19. September 2026 beim Bundesligaspiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund in der MHPArena. (Sona Maleterova / Getty Images)
Bei Sky beschrieb Undav seine Torflaute so: „Ich habe nicht die Aktionen wie letztes Jahr. Ich habe das Gefühl, dass ich zu weit hinten bin.“ Die Zahlen deutet er anders als viele Beobachter. „Wenn ich jetzt 20 Dinger gehabt hätte, würde ich sagen: Chancentod. Aber ich komme eben nicht zu Chancen.“
Undav sieht sich von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß falsch eingesetzt. Statt als klassischer Neuner im Sturmzentrum auf seine Momente zu lauern, muss er als hängende Spitze oder als Zehner arbeiten. Das Ergebnis dieser Rolle steht in der Statistik: keine Tore in den ersten vier Bundesliga-Spielen der Saison.
Für einen Stürmer, der von Abschlüssen im Strafraum lebt, ist das ein grundsätzliches Problem. Wer weit vor dem eigenen Tor beginnt und viele Wege nach hinten macht, kommt seltener in die Abschlusszonen. Genau das beschreibt Undav mit dem Gefühl, zu weit hinten zu sein.

Sebastian Hoeneß und Deniz Undav beim VfB Stuttgart. An der Rolle im Sturm scheiden sich derzeit die Geister. (Getty Images)

Im Nationaltrikot ist Deniz Undav derzeit nur in der adidas-Kampagne zu sehen. (Bild: adidas)
Zur sportlichen Krise kam die Nichtberücksichtigung im Nationalmannschaftskader. Klopps Begründung, Undav habe noch nicht richtig in die Saison hereingefunden, traf den Stürmer.
„Ich war kurz enttäuscht, weil ich mir gedacht habe, dass ich mir einen Puffer aufgebaut hätte durch die WM und die Spiele im Nationaldress“, sagte Undav. Und weiter: „Ich rede offen und sage meine Meinung, negativ wie positiv. Ich musste es oft beweisen. Ich hatte schon im Sommer einen Krieg.“ Gemeint ist damit sein Verhältnis zu Julian Nagelsmann.
Aufgeben will Undav nicht. Im Gegenteil, er kündigt an, sich zurückzumelden:
Im Wortlaut klingt das so: „Wenn ich im November hoffentlich wieder dabei bin, dann wird der Bundestrainer wissen, was ich für ein Typ bin. Ich habe bislang noch keine Tore gemacht, aber das kommt von selber.“ Die Gelegenheit dazu bieten Serbien gegen Deutschland am 13. November und Deutschland gegen die Niederlande am 16. November.
Bundestrainer Jürgen Klopp begründet die Nichtnominierung damit, dass Undav „noch nicht richtig in die Saison hereingefunden“ habe. In den ersten vier Bundesliga-Spielen blieb der Stürmer ohne Tor.
413 Bundesliga-Minuten. Das entspricht den ersten vier Spieltagen der laufenden Saison.
Er führt sie auf seine Position zurück. Er komme gar nicht erst zu Chancen und habe das Gefühl, zu weit hinten zu spielen. Von einem Chancentod will er deshalb nichts wissen.
Unter Sebastian Hoeneß wird er als hängende Spitze oder als Zehner eingesetzt, nicht als klassischer Mittelstürmer. Genau daran entzündet sich seine Kritik.
Frühestens bei den Länderspielen im November gegen Serbien am 13. November und gegen die Niederlande am 16. November.
Sein Verhältnis zu Julian Nagelsmann. Unter dem früheren Bundestrainer musste sich Undav nach eigener Aussage immer wieder neu beweisen.















