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·21. September 2026
Ohne Füllkrug und Undav: Klopp verzichtet auf diese Top-Startelf

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Bild: Alex Grimm/Getty Images
Jürgen Klopp nominiert für die Länderspielperiode insgesamt 44 Spieler für die Nationalmannschaft. Und dennoch: Einige prominente und interessante Namen fehlen im Kader.
Vier Länderspiele warten nun auf die deutsche Nationalmannschaft mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Der 59-Jährige hat deshalb die sensationelle Zahl von 44 Spielern nominiert und teilt sie in zwei Kader für jeweils zwei Spiele auf.
Klopp hat dabei 16 Neulinge nominiert, während elf Spieler der WM 2026 aus unterschiedlichen Gründen nicht dabei sind. Auch fehlen Klopp einige verletzte Spieler wie Leipzigs Assan Ouédraogo. Und dennoch verzichtet Klopp auch freiwillig auf einige Spieler, die durchaus formstark sind oder mit ihrer Erfahrung die Nationalmannschaft bereichern können.
Von Loris Karius bis Niclas Füllkrug: Auf diese Top-Elf verzichtet Jürgen Klopp freiwillig.
Tor: Loris Karius
Loris Karius ist mit Schalke 04 überragend in die Saison gestartet. Der Keeper hielt gegen den FC Bayern und die SV Elversberg die Null fest, auch am Sieg des Aufsteigers bei Union Berlin (3:1) hatte er seinen Anteil. Gepaart mit seiner internationalen Erfahrung, darunter das Champions-League-Finale 2018, zählt Karius zu den besten deutschen Torhütern. Jürgen Klopp wollte aber nur einen erfahrenen Torhüter im DFB-Team haben, und das ist die Nummer eins Marc-André ter Stegen.
Innenverteidiger: Matthias Ginter
Matthias Ginter ist Weltmeister von 2014, auch wenn er damals nicht zum Einsatz kam. Der Innenverteidiger hat maßgeblichen Anteil am sportlichen Aufstieg des SC Freiburg, dennoch ist er für Jürgen Klopp kein Thema. Ginter führte beim kicker aus: „Ich hatte ein sehr gutes und auch anerkennendes Gespräch mit dem Bundestrainer. Die Leistungen werden gesehen, natürlich ist aber jetzt einfach das Alter bei mir das ausschlaggebende Thema, dass ich eben beim nächsten Turnier 34 wäre.“ Und: „Klar kann man auch mit 34 noch gut Fußball spielen, aber aufgrund der Altersstruktur und der vielen guten, jüngeren Spieler auf der Position ist das für mich auch absolut nachvollziehbar.“
Innenverteidiger: Jeff Chabot
Der Innenverteidiger des VfB Stuttgart ist seit 2024 eine feste Größe beim VfB Stuttgart. Die Schwaben spielen nun zum zweiten Mal in der Champions League, hinzu wurde auch mit Chabot zweimal das DFB-Pokalfinale erreicht und einmal der Cup gewonnen. Chabot wurde immer wieder als Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft gehandelt, schließlich durchlief er auch die Jugendauswahlen des DFB-Teams, doch bislang hat es für den 28-Jährigen nicht für die A-Nationalmannschaft gereicht. Auch bei Klopp nicht.
Außenverteidiger: Robin Gosens
Der 32-Jährige hat ebenfalls einen großen Anteil am guten Schalker Saisonstart. Gosens erfuhr vor allem bei der EM 2021 einen großen Hype, unter anderem durch seine Scorerpunkte gegen Portugal. Danach geriet Gosens in Formschwankungen, doch seine Erfahrung aus der Serie A (u.a. Inter Mailand) kann in schwierigen Momenten helfen. Der 32-Jährige wartet aber bislang vergeblich auf eine Nominierung durch Klopp.
Außenverteidiger: Thilo Kehrer
Bei Thilo Kehrer handelt es sich um einen erfahrenen Spieler, dem einst über die Schalker Akademie der Sprung in den Profifußball gelang. Der 32-Jährige kommt auf 28 Länderspiele für Deutschland. Sein Höhepunkt dürfte sicherlich das Champions-League-Finale 2020 mit Paris Saint-Germain gewesen sein, das damals allerdings gegen den FC Bayern mit 0:1 verloren ging. Kehrer kann als Innen- und rechter Außenverteidiger agieren. Derzeit spielt der 30-Jährige, wie Keeper ter Stegen, auf Leihbasis bei Ajax Amsterdam. Klopp braucht ihn vorerst nicht.
Defensives Mittelfeld: Nicolai Remberg
Beim Hamburger SV hatte man durchaus darauf gehofft, dass Nicolai Remberg eine Chance in der deutschen Nationalmannschaft erhält. Der 26-Jährige gilt seit seinem Wechsel aus Kiel 2025 als Leistungsträger im defensiven Mittelfeld. Aggressiv in den Zweikämpfen, ein guter Spielüberblick und druckresistent: Das wären eigentlich Qualitäten für den Klopp-Fußball.
Zentrales Mittelfeld: Julian Brandt
Julian Brandt verließ im Sommer Borussia Dortmund und wagte bei Ajax Amsterdam einen Neuanfang. Obwohl Brandt dort etwas weiter zurückgezogen im Mittelfeld spielt, glückte der Start hervorragend mit sechs Toren in elf Pflichtspielen. Der 30-Jährige bringt es zudem bereits auf 48 Länderspiele für Deutschland. Sein letztes war allerdings im November 2024. Noch kommt unter Klopp kein weiterer Einsatz im DFB-Team hinzu.
Offensives Mittelfeld: Deniz Undav
Dass elf WM-Fahrer nicht mehr im Team von Jürgen Klopp dabei sind, hat unterschiedliche Gründe. Die größte Überraschung dürfte aber wohl sein, dass Klopp auf Publikumsliebling Deniz Undav verzichtet. Die Begründung sinngemäß: Undav solle beim VfB Stuttgart erst wieder richtig fit werden und ins Rollen kommen. Der Angreifer zeigte sich nach der Nichtnominierung bei Sky enttäuscht und motiviert zugleich:
„Ich war kurz enttäuscht, weil ich mir gedacht habe, dass ich mir einen Puffer aufgebaut hätte durch die WM und die Spiele im Nationaldress. Das ist anscheinend wieder nicht der Fall. Ich muss mich neu beweisen, alles neu geben und noch einmal einem Trainer beweisen, dass ich dazugehöre. Das ist zwar anstrengend, es jedem Trainer zu beweisen, aber ich habe es oft genug gemacht und deswegen werde ich es wieder tun und hoffentlich im November dabei sein.“
Offensives Mittelfeld: Ansgar Knauff
Der Allrounder von Eintracht Frankfurt hatte zu Beginn der Saison noch mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen. Gegen den SC Freiburg kam Knauff wieder zum Einsatz. Der 24-Jährige zählt wohl zu den am meisten unterschätzten Spielern in Deutschland. Knauff war einer der wichtigsten Spieler beim Europa-League-Sieg der Eintracht 2022. Er kann zudem beide Außenbahnen, rechts wie links, auf konstantem Niveau bespielen. Selten, dass Knauff mit einer miserablen Leistung oder einem schweren Patzer auffällt. Auch bringt er viel Speed mit, ein Element, das Deutschland bei der WM zum großen Teil fehlte. Bei weiterhin guten Leistungen muss sich Klopp sicherlich noch einmal Gedanken über eine Nominierung machen.
Mittelstürmer: Paris Brunner
Paris Brunner war einst Kapitän der deutschen U17-Nationalmannschaft, die Welt- und Europameister wurde. Bei Borussia Dortmund gab es dann allerdings unterschiedliche Vorstellungen über seine Perspektiven, sodass Brunner ins Ausland wechselte. In der aktuellen Saison glückte dem 20-Jährigen nun ein Traumstart bei der AS Monaco. Sechs Tore in sieben Pflichtspielen stehen für den Mittelstürmer zu Buche – und Monaco ist Tabellenführer in Frankreich.
Mittelstürmer: Niclas Füllkrug
Bis vor Kurzem musste kein Bundestrainer Niclas Füllkrug mehr auf dem Schirm haben. Seine Zeit bei West Ham United war von Pleiten, Pech und Pannen geprägt, auch auf seiner Leihstation bei der AC Mailand klappte nahezu nichts. Füllkrug nahm sich im Sommer ein Herz und kehrte auf Leihbasis zu Werder Bremen zurück. Nachdem er am 1. Spieltag noch eine Großchance kläglich verstolpert hatte, traf der 33-Jährige nun dreimal in Folge in einem Bundesligaspiel für Werder. Zudem ist er sofort wieder Führungsspieler bei den Bremern. Klopp sollte den einstigen Fan-Liebling im DFB-Team weiter im Blick behalten, auch wenn es jetzt noch nicht für eine Nominierung ausreichte.
Die Top-Elf der Nicht-Nominierten im Überblick:
Karius – Gosens, Ginter, Chabot, Kehrer – Remberg – Brandt, Undav, Knauff – Brunner, Füllkrug















