FC Red Bull Salzburg
·14. September 2026
8 Fakten über Levski Sofia vor dem UEL-Duell

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Die internationale Bühne ruft wieder, und auf unsere Burschen wartet zum Auftakt in der UEFA Europa League eine Reise nach Bulgarien. Wenn das Flutlicht im Wassil Lewski-Nationalstadion angeht, treffen wir dort auf Bulgariens Spitzenklub Levski Sofia. Wir haben unseren Gegner genau analysiert und acht wissenswerte Fakten rund um unseren kommenden Kontrahenten gesammelt.

Die unumstrittene Ikone des Vereins ist Georgi Asparuhov. Der Ausnahmestürmer zählte in den 1960er-Jahren zu den torgefährlichsten Angreifern des Kontinents und belegte 1965 sogar Rang acht bei der Wahl zum Ballon d’Or. Europäische Topklubs, wie der AC Mailand, wollten ihn mit Rekordgagen verpflichten. Ein Wechsel in den Westen wurde vom damaligen Regime jedoch untersagt. Nach seinem tragischen Unfalltod im Alter von 28 Jahren wurde ihm zu Ehren Levskis Heimstadion benannt, das jedoch nicht UEFA-tauglich ist.

Die erste internationale Reise der Saison führt uns in eine faszinierende europäische Metropole. Die Heimat von Levski Sofia zählt heute knapp 1,3 Millionen Einwohner und blickt auf eine jahrtausendealte Vergangenheit zurück. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung vor über 5.000 Jahren, neuere Entdeckungen deuten sogar auf steinzeitliche Spuren vor rund 8.000 Jahren hin, was die bulgarische Hauptstadt zu einem der ältesten durchgehend besiedelten Orte Europas macht. Ähnlich wie Salzburg präsentiert sich auch Sofia als Stadt vor malerischer Bergkulisse und liegt direkt am Fuße des fast 2.300 Meter hohen Witoscha-Gebirges.
Seit Einführung der nationalen Liga 1937 ist Levski noch nie abgestiegen. In den 1930er- und 1940er-Jahren dominierte das Team die Meisterschaft nach Belieben, ehe um die Jahrtausendwende eine weitere Serie an Titeln folgte. Nach einer langen Durststrecke ohne Triumph an der Ligaspitze sicherte sich Levski im Mai 2026 erstmals seit 17 Jahren wieder die bulgarische Meisterschaft.
In der Spielzeit 2006/07 sorgte Levski für eine Premiere und qualifizierte sich als erstes bulgarisches Team überhaupt für die Gruppenphase der UEFA Champions League. Das Los bescherte den Hauptstädtern damals eine echte Hammergruppe mit dem FC Chelsea, dem FC Barcelona und Werder Bremen. Das Königsklassen-Abenteuer verlief sportlich deshalb auch wenig überraschend nach dem Motto „Dabei sein ist alles“. Die Bulgaren blieben in allen sechs Partien ohne Punktgewinn und erzielten beim 1:3 gegen Chelsea ihren einzigen Treffer der gesamten Gruppenphase.
27 bulgarische Meistertitel
26 bulgarische Pokalsiege
Wenn es um Torspektakel geht, hat sich Levski längst verewigt. Im Europapokal der Pokalsieger 1976 zerlegten die Bulgaren den finnischen Vertreter Lahden Reipas mit 12:2 und 7:1. Satte 22 Treffer bedeuteten am Ende ein 19:3 – Rekord für die torreichste K.-o.-Runde in einem der europäischen Vereinswettbewerbe überhaupt. Verrückte Torfestivals gehörten damals ohnehin zum Standardprogramm. Im selben Jahr bezwang Levski den FC Barcelona daheim mit 5:4 – und schied trotzdem aus.

Gegründet wurde der Klub 1914 von Gymnasiasten der bulgarischen Hauptstadt, die ihren Verein nach Vasil Levski benannten. Der Freiheitskämpfer gilt in seiner Heimat als verehrter Nationalheld, weshalb der Klub bis heute den Beinamen „Mannschaft des Volkes“ trägt. Aus dieser Identität stammt auch der populäre Kosename „Blaue Löwen“. Der Name Levski leitet sich nämlich direkt vom bulgarischen Wort für Löwe ab und wurde dem Revolutionär einst für seinen sprichwörtlich löwenhaften Mut verliehen. In Kombination mit den blauen Vereinstrikots formte sich so das Markenzeichen unseres kommenden Kontrahenten.
Die Vereinschronik war stark von politischen Weichenstellungen beeinflusst. Unter dem sozialistischen Regime verordneten die Behörden dem Klub gleich mehrfach Umbenennungen. So musste die Mannschaft zeitweise als Dinamo Sofia und in den 1980er-Jahren als Vitosha Sofia auflaufen, ehe nach der politischen Wende in den 1990ern die Rückkehr zum ursprünglichen Vereinsnamen Realität wurde.
45,25 Millionen Euro Marktwert hat der Levski-Kader

Den nationalen Alltag prägen vor allem die Duelle gegen den Erzrivalen ZSKA Sofia. Das traditionsreiche Aufeinandertreffen im Wassil Lewski-Nationalstadion gilt aufgrund der hitzigen Stimmung auf den Rängen als eines der intensivsten Derbys in Südosteuropa. Mit 87 Siegen in 224 Derbys (61 Remis, 76 Niederlagen) hat Levski die Nase in der Gesamtwertung zwar knapp vorne, musste sich allerdings gerade letzten Mittwoch im nationalen Supercup mit 2:4 geschlagen geben.


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