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·18. Februar 2026
„Abi“ wird 70 – Enfant terrible und Urgestein des FC Schalke

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Am 18. Februar 1956 erblickte Rüdiger, genannt „Abi“, Abramczik das Licht der Welt im Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Von dort aus war es nicht weit für den äußerst talentierten Fußballer zu den Profis des FC Schalke 04 und bis in die Nationalmannschaft. Einfach machte er es sich und seiner Umwelt in all den Jahren dabei aber nicht immer.
Schon 1966 wechselte Rüdiger Abramczik von seinem Heimatverein Erler SV 08 in die Jugend des FC Schalke. Dort durchlief er die Jugendmannschaften von S04 – damals noch ohne Knappenschmiede – so erfolgreich, dass er schon am 13. August 1973 als damals jüngster Spieler der Bundesliga zu seinem Profidebüt kam.
Der quirlige Außenstürmer war ein trickreicher Straßenfußballer vom alten Schlage, der sieben Jahre lang für den FC Schalke 04 die gegnerischen Verteidiger oftmals verzweifeln ließ. Für den Sieg im DFB-Pokal 1972 kam sein Debüt etwas zu spät und so wechselte Rüdiger Abramczik 1980 aufgrund finanzieller Probleme von Schalke 04 ohne Titel zum Revierrivalen Borussia Dortmund.
Kurz danach schaffte sein jüngerer Bruder Volker ebenfalls den Sprung zu den Profis von S04, zog aber 1984 weiter zum MSV Duisburg, wodurch die beiden Gelsenkirchener Brüder niemals zusammen für Schalke 04 aufliefen. Dabei kehrte Rüdiger Abramczik 1987 noch einmal zu Schalke 04 zurück, nachdem seine Stationen nach dem BVB 1. FC Nürnberg, Galatasaray Istanbul und Rot-Weiß Oberhausen geheißen hatten. In ungewohnter Rolle als Libero kam „Abi“ jedoch nur noch viermal zum Einsatz und beendete 1988 seine Karriere im Profifußball.

Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Diese hatte dem heutigen Jubilar bis in die Nationalmannschaft geführt, mit der er 1978 an der WM in Argentinien teilnahm. Ein Jahr zuvor hatte er sein Debüt in der DFB-Auswahl erlebt, kam bei der WM auch zu drei Einsätzen, in denen ihm ein Tor gelang. Im folgenden Jahr war die Karriere von Rüdiger Abramczik beim DFB aber nach nur 19 Einsätzen schon wieder beendet.
Seine fürs Ruhrgebiet typische Art hatte mit flapsigen Sprüchen und lockerem Mundwerk hatte zu einem Konflikt mit DFB-Präsident Hermann Neuberger geführt, in dessen Folge Abramczik nicht mehr berufen wurde.
In der Bundesliga hatte Rüdiger Abramczik insgesamt 316 mal gespielt, dabei 77 Tore erzielt. 206 Partien davon bestritt „Abi“ für den FC Schalke 04, für den er 44 mal einnetzte.
Anschließend starte er noch eine kurze Karriere als Trainer. Zudem investierte er erfolgreich in Immobilien, betrieb ein Sportgeschäft und sogar ein Reisebüro. Heute ist der 70-Jährige mit wöchentlichen Talkrunden zu seinem Herzensclub noch präsent, betreut auch immer wieder mal die Traditionself von Schalke 04. Dort dürfte seine immer noch flapsige Art auf mehr Gegenliebe stoßen als einst beim DFB.









































