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·8. Februar 2026

"Absolute Frechheit, das nicht zu pfeifen": Elfmeter-Ärger bei Hansa

Artikelbild:"Absolute Frechheit, das nicht zu pfeifen": Elfmeter-Ärger bei Hansa

Trotz 2:0-Führung nur einen Punkt mitgenommen: Nach dem 2:2 im Auswärtsspiel bei Hoffenheim II war der Frust bei Hansa Rostock groß. Zum einen haderten die Gäste mit sich selbst, zum anderen aber auch mit Schiedsrichter Nico Fuchs, der in gleich zwei Elfmeter-Szenen gegen die Kogge entschied.

"Also wenn das kein Elfmeter ist …"

Für gewöhnlich gehört Daniel Brinkmann eher zu den ruhigen Trainern der 3. Liga. Doch als er nach Spielende im Interview mit "MagentaSport" die Szene aus der 86. Minute gezeigt bekam, als Hoffenheims Honajzer bei einem Luftzweikampf gegen Florian Carstens den Arm nach oben nahm und den Ball anschließend klar mit diesem spielte, brach es aus dem 40-Jährigen nur so heraus: "Also wenn das kein Elfmeter ist, weiß ich auch nicht mehr. Es ist eine absolute Frechheit, das nicht zu pfeifen, weil die Hand da auch nichts zu suchen hat. Ein glasklarer Elfmeter."


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Im direkten Gegenzug danach gab es dann Elfmeter – allerdings auf der anderen Seite, nachdem Hencke von Bergh im Gesicht getroffen worden war und zu Boden ging. Und auch hier konnte Brinkmann nicht an sich halten: "Das ist schon strittig, weil der Ball ins Aus geht, er gar nicht mehr eingreifen und Bergh den Spieler auch gar nicht sehen kann." Rostocks Coach sprach von einem "minimalen Kontakt", der den Gegner zwar "ein Stück weit aus dem Rhythmus" bringe, "aber dann müssten wir zehn Elfmeter pro Spiel pfeifen".

Im Strafraum herrsche eben Gerangel, da werden die Hände benutzt, meinte der 40-Jährige. Zeitler verwandelte den Elfmeter anschließend (87.), nachdem Hör zuvor zum Anschluss getroffen hatte (70.). Am Ende hätten zwei Entscheidungen dazu beitragen, dass Hansa nicht als Gewinner vom Platz ging, haderte Brinkmann. "Und das ärgert mich umso mehr, weil die Jungs ein sehr intensives Spiel abgeliefert haben und wir den Sieg auch verdient gehabt hätten."

"Müssen auch selbstkritisch bleiben"

Doch bei allem Ärger über die Schiedsrichter-Entscheidungen betonte der Hansa-Coach auch, "dass wir selbstkritisch bleiben müssen. Wenn du 2:0 führst, musst du das Spiel als Spitzenmannschaft gewinnen. Das steht außer Frage". Dass es dazu in einem "sehr guten Auswärtsspiel" nicht reichte, lag neben den Elfmeter-Szenen auch am ersten Gegentor, das aus Brinkmanns Sicht unnötig war. "Wir müssen den Ball im Zweikampf zwei bis drei Mal vorher blocken und auch die Flanke verhindern. Ich will nicht sagen, dass die Jungs nicht alles probiert hätten, aber die Ballberührung haben wir eben nicht gehabt."

Hinzukommt, dass die Kogge in der Endphase nicht mehr aktiv genug war, wie Florian Carstens monierte: "Bis zur 70. Minute war es ein sehr guter Auftritt von uns. Dann wurden wir zu passiv und müssen klarer verteidigen." Zuvor hatte Carstens die Kogge nach 30 Minuten im Anschluss an eine Ecke per Kopf in Führung gebracht. "Der Ball ist perfekt gespielt, ich musste nur noch den Schädel reinhalten. Das ist dann super schwer zu verteidigen." Am Ende nur einen Zähler mitgenommen zu haben, nachdem auch Holten noch getroffen hatte (60.) "ärgert einen schon. Aber wir fliegen jetzt nach Hause und nehmen den Punkt mit. Wer weiß, wofür der am Ende gut ist. Ab Dienstag geht der Blick wieder nach vorne."

Topspiel gegen Osnabrück steht an

Mit dem VfL Osnabrück wartet am nächsten Samstag ein direkter Konkurrent im Aufstiegskampf. Carstens sprach von einem "Sechs-Punkte-Spiel" und meinte: "Mit den Fans im Rücken können wir einen großen Step machen und wieder ganz oben ranrücken." Vorerst sind die Rostocker auf Platz 5 geklettert, haben mit dem verspielten Sieg aber eine noch bessere Ausgangssituation verpasst. Sechs Auswärtssiege in Folge wären zudem ein eingestellter Rekord in der Drittliga-Historie gewesen. Doch auch Brinkmann blickte nach vorne: "Wir wollen einfach weitermachen und Punkte sammeln." Und vielleicht hat Hansa gegen Osnabrück dann auch wieder mehr Glück bei den Schiedsrichter-Entscheidungen. Bergh wird nach seiner fünften gelben Karte dann fehlen.

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