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·10. September 2026

Adeyemis Traumtor: Der BVB-Abgang, der aufgeht

Artikelbild:Adeyemis Traumtor: Der BVB-Abgang, der aufgeht

Zwanzig Meter, schwächerer Fuß, rechtes Eck. Danach ein Rückwärtssalto vor einer Tribüne, die ihn erst seit sechs Wochen kennt. Karim Adeyemi hat seinen ersten Champions-League-Abend für den FC Barcelona so beendet, wie er in Dortmund selten einen begonnen hatte: als Hauptdarsteller.

22. Minute, und der Startelfeinsatz war gerechtfertigt

Hansi Flick hatte gegen Feyenoord rotiert und Adeyemi auf den linken Flügel gestellt, neben Lamine Yamal und Raphinha. Nach Raphinhas frühem 1:0 folgte in der 22. Minute der Treffer, den am Mittwochabend halb Europa geteilt hat: ein Schlenzer aus knapp 20 Metern am deutschen Feyenoord-Keeper Tjark Ernst vorbei. In der 63. Minute nahm Flick ihn unter dem Applaus der 40.000 Zuschauer auf der Camp-Nou-Baustelle wieder herunter.


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Am Ende stand ein 5:1, Raphinha traf doppelt (3., 57.), Yamal per Freistoß (77.), der eingewechselte Gabriel Jesus bei seinem Debüt (85.). Sem Steijn gelang für Rotterdam der Ehrentreffer (82.). Von einer Machtdemonstration Adeyemis zu sprechen, wäre trotzdem zu viel: Barcelona hat dieses Spiel dominiert, er hat den schönsten Moment beigesteuert.

Ein Wechsel, den Dortmund nicht wollte

Interessanter ist der Kontext. Adeyemis Vertrag beim BVB lief bis 2027, die Dortmunder hatten wochenlang um eine Verlängerung geworben, der Spieler meldete stattdessen seinen Wechselwunsch an. In der Schlussphase der vergangenen Saison saß er meist auf der Bank, in den WM-Kader wurde er nicht berufen. Im Juli 2026 folgte der Wechsel nach Katalonien.

Der Trainer, der ihn zuerst geholt hat

Dass ausgerechnet Flick sein Trainer ist, ergibt eine hübsche Klammer. Es war Flick, der Adeyemi im September 2021 als Bundestrainer erstmals nominierte – der damals 19-Jährige traf bei seinem Debüt gegen Armenien. Elf Länderspiele stehen inzwischen zu Buche, das letzte liegt lange zurück.

Was ihm in Dortmund nie zuverlässig gelang, war die Wiederholung. Tempo hatte er immer, Abschlüsse dieser Sorte auch, nur eben verteilt über Monate statt über Wochen. Bei Barcelona konkurriert er mit Yamal, Raphinha, Gabriel Jesus und Anthony Gordon um Startelfplätze. Wer sich dort dauerhaft behaupten will, braucht mehr als einen Abend.

Ein Termin am 17. September

In einer Woche nominiert Jürgen Klopp seinen ersten Kader als Bundestrainer, und er hat angekündigt, Spieler zu berufen, die nicht damit rechnen. Ein deutscher Offensivspieler, der bei Barcelona in der Startelf steht und in der Königsklasse trifft, gehört nicht mehr zu dieser Kategorie.

Ob das reicht, entscheidet sich nicht an einem Schlenzer. Aber Adeyemi hat seine Bewerbung am denkbar sichtbarsten Ort abgegeben – und die Empfangsadresse liegt in Frankfurt, nicht in Barcelona.

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