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·29. Januar 2026
Alles, was ihr zum 22. Spieltag wissen müsst

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Wöchentlich wechselt der Tabellenführer! Nach Cottbus und Verl ist jetzt wieder der MSV Duisburg an der Reihe. Können die Zebras die Spitzenposition behaupten? Wer kann sich im Aufstiegsrennen in Position bringen? Diese und viele weitere Fragen besprechen wir in unserer Vorschau auf den 22. Spieltag.
Nein, der Fluch des Tabellenführers machte auch nicht vor dem unbekümmerten SC Verl halt. Just, als der Sportclub in der Vorwoche erstmals an die Spitze des Klassements gesprungen war, kassierten die Ostwestfalen die erste Niederlage nach zwölf ungeschlagenen Partien. Damit kam es gleich wieder zu einem Führungswechsel: Mit Duisburg und Cottbus ist jetzt wieder ein Duo an der Tabellenspitze zu finden, das wir dort im Saisonverlauf schon öfter vorgefunden haben.
Die Zebras wirken in 2026 wieder deutlich schlagkräftiger, während Energie zuletzt noch etwas auf der Suche nach dem Flow aus dem Spätherbst zu sein schien. Hinter dem Spitzenduo folgt ein punktgleiches Trio, das vom SC Verl angeführt wird. Außerdem zählen Hansa Rostock, das nach wie vor um den Verbleib von Sturmtalent Ryan Naderi kämpft, und Rot-Weiss Essen dazu. Auch Osnabrück befindet sich angesichts von nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz voll in Schlagdistanz.
Saarbrücken vs. Osnabrück: Sieglosserie gegen Auswärtsstärke
14 Spiele dauert die Sieglos-Serie des 1. FC Saarbrücken mittlerweile an. Damit ist sie mittlerweile sogar länger als die des SV Sandhausen in der Vorsaison, der zwischenzeitlich 13 Spiele in Folge ohne Sieg blieb und am Saisonende den Gang in die Regionalliga antreten musste. Keine Frage, beim FCS läuten mittlerweile die Alarmglocken! Die Saarländer warten sehnlichst auf einen Turnaround und hoffen nun darauf, dass dieser am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gelingt.
Doch aufgepasst: Gegen den VfL gelang dem FCS in neun Drittligavergleichen noch kein einziger Sieg! Zudem sind die Lila-Weißen mit 20 Punkten aus zehn Spielen die beste Auswärtsmannschaft der 3. Liga. Während es bei den Niedersachsen aktuell im eigenen Stadion nicht so recht laufen will, gab es auswärts zuletzt zwei Siege am Stück, darunter das starke 3:0 zum Jahresauftakt in Aachen. Welches Gesicht zeigt die Schultz-Truppe diesmal in Saarbrücken? Während Schultz personell aus dem Vollen schöpfen kann, muss Saarbrücken auf Top-Stürmer Kai Brünker verzichten, der sich in der Vorwoche beim 0:2 gegen Viktoria Köln eine Bänderdehnung zuzog.
1860 München vs. Aachen: Heim- gegen Auswärtsstärke
Zum Jahresauftakt gab es für den TSV 1860 München zwei Unentschieden, die als achtbar eingestuft werden können, schließlich ging es gegen die Aufstiegsanwärter aus Essen und Osnabrück. Obendrein musste Markus Kauczinski bis zu elf Ausfälle verkraften. Im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Alemannia Aachen sollte aus Löwen-Sicht nun nach Möglichkeit wieder ein Sieg her, um den Rückstand auf den Relegationsplatz nicht zu groß werden zu lassen. Aktuell fehlen dem bayerischen Traditionsverein sechs Zähler.
Gegner Aachen wird allerdings mit frischem Wind nach München reisen, nachdem den Schwarz-Gelben mit dem 3:2 Sieg bei Hoffenheim II ein emotionaler Befreiungsschlag gelungen ist. Generell fühlen sich die Kaiserstädter in dieser Saison vor allem auf fremden Plätzen wohl: 18 der 24 Punkte holte Aachen auswärts – das macht Platz vier in der Auswärtstabelle. Das Gesicht der Auswärtsstärke ist Mika Schroers, der alle sieben Saisontore in der Fremde erzielte. Die Löwen fühlen sich wiederum vor allem im eigenen Stadion wohl – und sind in der Heimtabelle auf Platz vier zu finden. Welche Vorliebe wird sich am Samstag durchsetzen?
Cottbus vs. Hoffenheim II: Energie-Heimsieg zum Vereinsjubiläum?
4:1! Im Hinspiel feierte die TSG Hoffenheim II ein echtes Schützenfest – und Energie Cottbus geriet das erste und auch einzige Mal in der laufenden Saison richtig unter die Räder. Nach Abschluss des dritten Spieltags grüßten die Kraichgauer Talente von der Tabellenspitze – und Cottbus war nur auf Platz 11 zu finden. Rund ein halbes Jahr später sieht die Welt ganz anders aus: Hoffenheim II ist nach den Winterabgängen von Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Ruben Reisig geschwächt ins neue Jahr gestartet und musste zwei Niederlagen einstecken, aufgrund derer die TSG auf Platz neun abgerutscht ist.
Cottbus holte dagegen zum Jahresauftakt vier Punkte und grüßt daher vom zweiten Tabellenplatz – punktgleich mit Tabellenführer MSV Duisburg. Das Heimspiel gegen Hoffenheim II wird zudem ein ganz besonderes für den FC Energie, schließlich feiert Cottbus am Samstag auf den Tag genau sein 60-Jähriges Vereinsbestehen. Dem Anlass entsprechend sind einige Programmhighlights sowie eine große Choreografie geplant. Ob der festliche Rahmen der Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz dabei helfen wird, wieder besser an den zuletzt etwas abhanden gekommenen Flow der Hinrunde anzuknüpfen?
Ulm vs. Duisburg: Schlägt Dotchev erneut gegen einen Ex-Club zu?
Was für ein Befreiungsschlag! Ausgerechnet bei Ex-Verein Erzgebirge Aue gelang Pavel Dotchevs Ulmer am vergangenen Wochenende der erste Sieg nach zuvor drei Pleiten in Folge – unter anderem dank eines sehenswerten Treffers von Ex-Aue-Mittelfeldspieler Mirnes Pepic. Durch den Sieg konnten die Spatzen ihren Rückstand auf das rettende Ufer auf vier Punkte verkürzen. Angesichts des Rückstands bleibt gleichwohl keine Zeit zum Durchatmen: Gegen den MSV Duisburg, einen weiteren Ex-Verein von Dotchev und Pepic, soll nach Möglichkeit der nächste Sieg her. Allerdings ist ein Einsatz von Pepic fraglich, nachdem er in Aue ein hartes Foul an sich einstecken musste.
Wenig Hoffnung macht aus Ulmer Sicht die Bilanz gegen den MSV, der sechs der elf Vergleiche gewinnen konnte. Die Schwaben kommen dagegen nur auf zwei Erfolge, wobei der letzte Sieg ins Jahr 2000 zurückdatiert. Und auch die aktuelle Form der Zebras dürfte den Spatzen Sorge bereiten, schließlich ist die Elf von Dietmar Hirsch mit zwei überzeugenden Siegen ins neue Jahr gestartet. Vor allem auf Sturm-Neuzugang Lex-Tyger Lobinger (zwei Tore in zwei Spielen) und der formstarke Flügelflitzer Patrick Sussek sollten die Ulmer ein besonderes Auge werfen.
Essen vs. Wiesbaden: Verfolgerduell an der Hafenstraße
Es war ausgerechnet der SV Wehen Wiesbaden, der den famosen Lauf des SC Verl in der Vorwoche stoppen konnte. Die Hessen feierten am Sonntagabend einen emotionalen 2:1 Heimsieg gegen das Team der Stunde aus Ostwestfalen und brachten sich damit selbst in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Als Tabellensiebter fehlen der Truppe von Daniel Scherning nur noch vier Punkte auf den begehrten Relegationsplatz. Der SV Wehen ist zurück im Aufstiegskampf!
Am kommenden Sonntag steht gleich die nächste Bewährungsprobe für Wiesbaden auf dem Programm: Es geht zu Aufstiegsanwärter Rot-Weiss Essen. RWE ist ebenfalls gut ins neue Jahr gestartet und konnte immerhin vier Punkte aus zwei Spielen holen, darunter ein vom Ergebnis her deutliches 4:1 gegen Havelse. Mann der Stunde in Essen ist derzeit Marek Janssen, der nach seiner deutlichen Einsatzforderung gegen Havelse prompt einen Hattrick folgen ließ. Avanciert ausgerechnet der lange wenig beachtete Janssen zur Lösung des schon lang anhaltenden Essener Sturmproblems? Sein Einsatz ist allerdings noch fraglich.
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