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·12. März 2026
Alles, was ihr zum 26. Spieltag wissen müsst

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In Kürze steht wieder eine Länderspielpause an. Bis dahin sind aber noch zwei Runden zu gehen, sodass sich jede Mannschaft weiter in eine bessere Ausgangslage bringen kann. Wer muss die letzte Unterbrechung dann besonders nutzen, um die finale Phase der Saison vorzubereiten? liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 26. Spieltag.
Zwei Trainer-Entscheidungen sind in dieser Woche gefallen. Weniger auffällig, aber dadurch nicht mit geringerem Überraschungseffekt, war die Verpflichtung von Michael Wimmer bei Holstein Kiel. Der Fußballlehrer war Cheftrainer beim SSV Jahn Regensburg und verließ die 3. Liga auf eigenen Wunsch, um Co-Trainer von Tim Walter an der Förde zu werden. Komplett anders gestaltete sich die Lage in Braunschweig, wo Heiner Backhaus nach fünf sieglosen Spielen gehen musste. Seine Nachfolge tritt Lars Kornetka an, der erst den BTSV zum Klassenerhalt führen soll, um dann im Sommer mit Österreich an der Seite von Ralf Rangnick als Co-Trainer zur Weltmeisterschaft zu fahren.
Zusammen mit Holstein Kiel gehört Eintracht Braunschweig derzeit zu den formschwächsten Teams der Liga, sodass die Neubesetzungen zu erfolgreichen Impulsen führen sollen. Aber auch Magdeburg, Nürnberg und Münster sind in der unteren Tabellenhälfte weiter spärlich unterwegs, was im Endspurt bitter bestraft werden könnte. Zumal sich besonders die SpVgg Greuther Fürth im Aufschwung befindet. In der Spitzengruppe gibt es hingegen weniger Tendenzen für die finale Phase, denn die Top 5 geben sich weiterhin kaum Blöße. Wie schmerzhaft eine einzige Niederlage sein kann, davon kann beispielsweise Hannover 96 berichten.
FCM gegen SV98: Stoppt Magdeburg den freien Fall?
Magdeburg ist wieder Schlusslicht. Zuletzt hagelte es vier Niederlagen am Stück für die Elbestädter, die nun wieder einem Rückstand auf das rettende Ufer hinterher rennen. Hinzu kommen offensichtlich interne Spannungen, denn Nachwuchstalent Albert Millgramm wurde aufgrund eines "Vertrauensverlust", wie es Cheftrainer Petrik Sander persönlich beschrieb, für alle weiteren Spiele aus dem Kader gestrichen. Die Spitze des Eisbergs? Der FCM muss Antworten auf viel dringendere Fragen finden, ansonsten geht der freie Fall weiter.
Darmstadt hat hingegen die Niederlage in Dresden (1:3) erfolgreich abgeschüttelt, indem Holstein Kiel mit einem effizienten 2:0-Sieg nach Hause geschickt wurde. Dadurch kletterten die Lilien gleich wieder auf Platz 2 in der Tabelle, den es nun erneut zu verteidigen gilt. Das Spiel gegen den Tabellenletzten wird somit zu einer Art Pflichtsieg im Aufstiegsrennen, wenngleich die Darmstädter nach den letzten Erfahrungen wohl keinen Gegner unterschätzen werden. Zumal das Hinspiel torlos endete.
DSC gegen SCP07: Bielefeld bleibt keine Zeit
Wenn es bei der Arminia läuft, dann läuft es meistens mehrere Spiele am Stück recht gut. Wenn es jedoch zu schwächeren Phasen kommt, dann brauchen die Bielefelder auch Zeit, um sich daraus zu befreien. So stehen nun wieder drei Niederlagen am Stück zu Buche, nachdem sich der Aufsteiger zuvor etwas absetzen konnte. Aber die Gefahr auf der Alm bleibt durch die sich durchziehenden Höhen und Tiefen akut - und Bielefeld hat keine Zeit mehr, um sich in Ruhe von schlechteren Phasen zu erholen. Ohne frische Punkte wächst der Druck.
Im Heimspiel gegen Braunschweig reichte es für Paderborn nur zu einem 1:1-Unentschieden. Dadurch rutschten die Ostwestfalen gleich mal um zwei Plätze in der Tabelle ab, sodass die Mannschaft von Ralf Kettemann nun als Vierter in den Spieltag geht - ein Zeichen, dass es kaum enger im Aufstiegskampf sein könnte. Ein Sieg im Derby wäre daher nicht nur für das Konto gut, sondern auch für das Selbstverständnis. Mentale Stärke, wie sie der SCP07 mit vielen knappen Ergebnissen demonstrierte, kann zur Trumpfkarte werden.
Hertha gegen VfL: Was geht noch für den Hauptstadtklub?
Das Topspiel am Samstagabend verkommt zum lauen Lüftchen. Oder geht für Hertha BSC doch noch etwas im Aufstiegskampf? Nach der langanhaltenden Schwächephase rund um den Jahreswechsel konnte der Hauptstadtklub zuletzt wieder zwei Siege in Folge einfahren. Acht Punkte beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz dennoch, weshalb Hertha die absolute Außenseiterrolle genießen kann. Klar ist, dass die Berliner mit jedem weiteren Erfolgserlebnis von hinten anschieben können, sobald ein Favorit patzt. Das muss auch das Ziel sein.
In Bochum deutet alles auf einen ruhigen Endspurt hin, denn unter Uwe Rösler musste der VfL weiterhin nur zwei Niederlagen in 17 Partien einstecken. An der Castroper Straße blickt man zwar auf zahlreiche Unentschieden zurück, die den Revierklub auf der Stelle treten lassen, doch wichtig wird für den VfL sein, dass sich kein Einbruch in der Leistung andeutet. Sechs Zähler vor dem Abstiegs-Relegationsplatz dürfte sich Bochum einen solchen Rückschlag nämlich nicht erlauben.
FCK gegen KSC: Südwest-Derby mit Prestige-Faktor
Was passiert in dieser Saison noch am Betzenberg? Kaiserslautern ist DAS gesicherte Mittelfeld der Liga, denn zu beiden Relegationsplätzen haben die Roten Teufel einen Abstand von elf Punkten. Jetzt geht es nur noch um die bestmöglichen Ergebnisse, die zuletzt gegen Paderborn (1:2) und Bochum (2:3) jedoch ausblieben. Cheftrainer Torsten Lieberknecht muss ein Mittel finden, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Der Eigenantrieb dürfte bei den Lautrern zumindest im Südwest-Derby vorhanden sein.
Sieben Punkte aus drei Spielen haben die Lage in Karlsruhe deutlich entspannt. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis könnten die Badener schon zum FCK aufschließen, obwohl die Eichner-Elf aufgrund der schlechteren Tordifferenz natürlich hinter dem Rivalen stehen bleiben wird. Es sei denn, es folgt ein echter Kantersieg im Derby. Ansonsten geht es für den KSC darum, weitere Stabilität in sein Spiel zu bringen. Den Absturz in den Abstiegskampf muss der Cheftrainer angesichts von einem Vorsprung von acht Punkten wohl nicht mehr fürchten, wenngleich Eichner den Rückspiegel nie außer Augen lässt.
S04 gegen H96: Niedersachsen bei Königsblau unter Druck
Schalke hat die Schwächephase überwunden. Dank Edin Dzeko, der mit acht Scorerpunkten in sieben Spielen das tut, was sein Name im Vorfeld versprochen hat. Aber jeder im S04-Umfeld wird auch nicht müde, zu betonen, dass der Stürmer nicht der einzige Garant für den Aufschwung der Königsblauen ist - zurecht, denn sämtliche Winterzugänge um Ljubicic, Aouchiche, Ndiaye oder auch Ersatzkeeper Müller haben ausnahmslos eingeschlagen. Das gute Auge auf dem Transfermarkt könnte am Ende das Ass im Ärmel der Königsblauen werden.
Auch der Trend bei Hannover 96 war positiv - bis zur 1:2-Niederlage gegen Fürth. Denn diese Pleite schmerzt besonders, weil nun das Spitzenspiel gegen Schalke folgt. Und die Niedersachsen sind praktisch schon zum Sieg gegen den direkten Konkurrenten gezwungen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Drei Punkte beträgt der Abstand zu Platz 3, der bei einer weiteren Niederlage enteilen könnte. Hannover könnte zum tragischen Beispiel werden, was Rückschläge in einem solch engen Rennen ausmachen. Doch das wird die Mannschaft von Christian Titz unter allen Umständen vermeiden wollen.









































