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·30. April 2026
Alles, was ihr zum 32. Spieltag wissen müsst

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Die ersten Entscheidungen im Unterhaus stehen an. An der Tabellenspitze kann der FC Schalke 04 die Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen, während Preußen Münster am Tabellenende vor dem sicheren Abstieg steht. Auf der anderen Seite haben auch mehrere Klubs, die in dieser Saison gegen den Absturz kämpften, den Klassenerhalt vor Augen. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 32. Spieltag.
Elf Mannschaften befanden sich in dieser Saison überwiegend im Abstiegskampf. Karlsruhe, Bochum und Kiel können jetzt alles klar machen, indem der rechnerische Klassenerhalt erreicht wird. In manchen Fällen sah das in dieser Spielzeit nicht brenzlig aus, doch gerade an der Castroper Straße sowie an der Förde wird die Erleichterung überwiegen. Allerdings müssen die Teams noch Punkte holen, denn von unten schieben nach wie vor die Konkurrenten an - abgesehen von Preußen Münster, das als Tabellenletzter vor der Gewissheit steht, dass nächste Saison wieder die 3. Liga ruft.
Aus dem Aufstiegskampf hat sich derweil der SV Darmstadt 98 verabschiedet, sodass sich drei Teams um zwei Positionen streiten - den direkten Aufstiegsplatz, den Paderborn weiterhin innehält. Oder der Aufstiegs-Relegationsplatz, den derzeit Hannover vor Elversberg sichert. Zwischen den Team liegen gerade einmal zwei Punkte, sodass die Spannung greifbar bleibt - zumal Paderborn und Elversberg an diesem Wochenende aufeinandertreffen. All das muss den FC Schalke 04 nicht mehr interessieren, wenn das Heimspiel gegen Düsseldorf siegreich gestaltet wird. Dann ist Königsblau wieder erstklassig.
KSV gegen BTSV: Klassenerhalt für Walter greifbar
Zuerst hat es ein bisschen Anlaufzeit gebraucht, doch jetzt ist Holstein Kiel unter Tim Walter das formstärkste Team der Liga neben Schalke. Deswegen können die Störche, die noch vor sechs Wochen auf einem direkten Abstiegsplatz standen, am kommenden Wochenende mit einem Sieg den Klassenerhalt feiern. Mit Bochum (3:2) und Düsseldorf (2:1) wurden zuletzt zwei Konkurrenten genauso geschlagen, wie auch Hertha (3:0) und Lautern (1:0). Nur gegen Preußen Münster ging Kiel bei einem torlosen Unentschieden auf Nummer sicher. Die Belohnung könnte nun folgen.
Der zweite Sieg unter Lars Kornetka hat auch Eintracht Braunschweig zum Sprung über den Strich verholfen. Die Situation beim BTSV ist jedoch weiter brenzlig, denn aus den direkten Duellen mit Kiel und Dresden werden die Niedersachsen ihre Punkte holen müssen - oder Schalke wird am letzten Spieltag zum Gradmesser, ob der Klassenerhalt gelingt. Zehn Punkte holte Braunschweig aus den vier Partien vor der Winterpause. Nicht weniger dürfen es wohl vor dem Saisonabschluss werden - und drei Zähler sind nach der letzten Woche immerhin schon auf dem Konto.
S04 gegen F95: Königsblauer Platzsturm?
Miron Muslic hat als Cheftrainer das Chaos auf Schalke gebändigt. Jetzt stellt sich bei den Königsblauen nur noch die Frage, wie der Platzsturm im Heimspiel gegen Düsseldorf verhindert wird - oder zumindest in gemäßigten Zügen abgeht. Denn klar scheint, dass es die Fans nicht auf den Rängen halten wird, wenn S04 die Rückkehr in die Bundesliga nach drei Jahren mit einem weiteren Sieg klarmacht. Doch diesen Schritt muss Königsblau erst einmal gehen, wie der Coach in seiner bodenständigen Art und Weise auch vorgibt.
In seinem zweiten Spiel als F95-Trainer konnte Alexander Ende die Serie von fünf Niederlagen am Stück beenden. Ein 3:1-Erfolg gegen Dresden brachte nicht nur wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern verhinderte auch, dass ein Konkurrent aussichtslos davonzieht. Aber die Düsseldorfer müssen nachlegen, um diesen psychologischen Vorteil in der Endabrechnung ausspielen zu können. Zwei Spitzenteams und ein Abstiegsgipfel mit Fürth warten noch auf die Fortuna, die besser früher als später noch weitere Zähler einsammelt.
SVE gegen SCP07: Spitzenspiel wird zum Kracher
Elversberg wird sich zu keinem Zeitpunkt der Saison aufgeben. Das bewies die Mannschaft von Vincent Wagner zuletzt im Aufeinandertreffen mit Darmstadt, als ein 0:2-Rückstand in Überzahl zum 3:2 gedreht wurde. Allerdings verspielten die Saarländer dann auch den Sieg - und damit eine bessere Ausgangslage im Spitzenspiel. So droht die Gefahr, dass der Aufstiegskampf bei einer Niederlage gegen die Ostwestfalen vorzeitig an Spannung verliert. Auf der anderen Seite könnte Elversberg mit einem Sieg natürlich einen Coup feiern.
Paderborn hadert weiter mit der Ausbeute aus Spitzenspielen. Gegen Schalke geführt, und doch wieder verloren. Ohne ein Erfolgserlebnis in den direkten Duellen wird es für die Ostwestfalen nicht reichen, denn neben Elversberg wartet am letzten Spieltag auch noch Darmstadt - wenngleich sich die Lilien vorzeitig aus dem Rennen verabschiedet haben, bleibt es ein qualitativ hochwertiges Spiel, das Paderborn noch vor der Brust hat. Umso wertvoller wäre ein Erfolg an der Kaiserlinde, um auch die SVE im Endspurt zu distanzieren.
H96 gegen SCP: Münsters Schicksal besiegelt?
Der ewige Verfolger aus Hannover könnte im Saisonfinale zum lachenden Dritten werden. Oder sogar noch mehr? Die Niedersachsen profitieren möglicherweise vom Ergebnis zwischen Elversberg und Paderborn - und könnten mit einem eigenen Erfolgserlebnis womöglich auf den zweiten Platz vorrücken. Nur zu Beginn der Spielzeit stand die Mannschaft von Christian Titz auf einem direkten Aufstiegsplatz, doch seit Mitte September befanden sich die Roten auf der Aufholjagd. Jetzt könnte sie gekrönt werden.
Münster muss gewinnen. Andernfalls könnte der Abstieg in die 3. Liga schon an diesem Wochenende feststehen, denn aktuell fehlen den Adlerträgern schon fünf Punkte zum Relegationsplatz. Punktet die Konkurrenz, dann wird es für die Münsterländer selbst bei einem eigenen Erfolg schwierig. Cheftrainer Alois Schwartz übernahm ein sinkendes Schiff, dem er bislang keinen Impuls geben konnte. Mit gerade einmal 0,50 Punkten pro Partie unter dem neuen Coach ist wohl auch die letzte Patrone geplatzt, wenn Münster kein kleines Fußballwunder erlebt.
SpVgg gegen FCN: Kleeblatt im Derby unter Zugzwang
Im Frankenderby braucht das Kleeblatt dringend einen Sieg, denn nach der zwischenzeitlichen Hochphase ist Fürth wieder auf Platz 17 abgerutscht. Umso wertvoller wäre es möglicherweise, wenn sich die Spielvereinigung im Duell mit dem Erzrivalen den nötigen Schub für die letzten Spiele holt. Allerdings spricht die Formkurve aktuell nicht für das Team von Heiko Vogel, denn aus fünf Spielen gab es zuletzt nur noch vier Punkte. Mehr ist möglich, wie das Kleeblatt in den vorherigen Wochen unter Beweis stellte.
Am Klassenerhalt der Nürnberger gab es schon länger keine Zweifel mehr, denn aufgrund der Konstellationen im Spielplan war der FCN schon vor einer Woche gesichert. Am Valznerweiher entscheidet sich in den letzten Spielen daher nur noch der Charakter der Mannschaft, die im Endspurt eine gewisse Konstanz in ihre Ergebnisse bringen möchte. Damit Cheftrainer Miroslav Klose in der kommenden Saison nicht wieder komplett bei Null starten muss. Zuletzt sah das ganz gut aus - acht Punkte aus fünf Spielen hätte beispielsweise der Erzrivale aus Fürth gerne gehabt.







































