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·15. Mai 2026

Alles, was ihr zum 34. Spieltag wissen müsst

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Die letzte Runde in der Saison 2025/26 steht an. Ein Aufsteiger steht fest, ein Absteiger ist bekannt. Darüber hinaus werden sämtliche Entscheidungen erst an diesem Sonntag fallen. Ein Trio kämpft noch um die Bundesliga, während noch sechs Mannschaften im Tabellenkeller gefordert sind. Ein Herzschlagfinale auf allen Seiten wird erwartet. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 34. Spieltag.

Die Ausgangslage

Die besten Voraussetzungen im Abstiegskampf haben Magdeburg und Dresden. Die Mannschaft von Petrik Sander muss nur noch einen Punkt im Heimspiel gegen Kaiserslautern einfahren, um den Klassenerhalt sicher zu haben - und selbst bei einer Niederlage müssten alle abstiegsbedrohten Konkurrenten ihre Spiele gewinnen, um den FCM noch auf den Relegationsrang zu verdrängen. Außer Dresden, denn die Sachsen würden sich aufgrund des besseren Torverhältnisses schon bei einem Unentschieden besser stellen. Die SGD ist jedoch nur mit einem Sieg definitiv auf der sicheren Seite.


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Andernorts wird bekannt, wie die Planung für die kommende Saison aussehen wird. Preußen Münster wird ohne Cheftrainer Alois Schwartz in die 3. Liga gehen. Fürth verliert Kapitän Branimir Hgrota. In Nürnberg wurden schon acht Spieler verabschiedet und in anderen Stadien - wie beispielsweise beim Karlsruher SC - werden im letzten Heimspiel weitere Blumensträuße erwartet. Unklar ist zum Teil, wie es mit den großen Namen weitergeht. Was wird Hertha-Kapitän Fabian Reese im Sommer machen? Oder Teamkollege Kennet Eichhorn? Verlängert Holstein Kiel mit Tim Walter? Wer trainiert den KSC zukünftig? Gibt Sander sein Ja-Wort zum FCM? 90 Minuten stehen noch an - und dann wird vielerorts an der Klarheit gearbeitet.

Sechs Spiele im Fokus

SVE gegen SCP: Größter Vorteil im Saarland

Elversberg hat einen vermeintlichen Matchball am letzten Spieltag liegen gelassen. Ein Sieg gegen Düsseldorf hätte wohl alle Vorzeichen auf Aufstieg gestellt, aber so muss die SVE im Heimspiel alles klar machen. Die beste Ausgangslage liegt bei den Saarländern, weil sie das bessere Torverhältnis gegenüber Hannover und Paderborn haben. Doch ohne einen Sieg gegen den Tabellenletzten wird es schwierig.

Münster schafft Planungssicherheit für die 3. Liga. Die Adlerträger werden mit einem neuen Cheftrainer ins Rennen gehen - hier soll Ex-Ulmer Thomas Wörle der Wunschkandidat sein. Darüber hinaus geht es nur noch um den bestmöglichen Abschied. Mancher Akteur wird sich womöglich noch ins Schaufenster spielen, wenn Elversberg der Aufstieg verhagelt wird.

H96 gegen FCN: Bestes Rückrundenteam unter Druck

Hannover muss genauso gewinnen wie die Konkurrenten, um die Chance auf eine Rückkehr in die Bundesliga zu wahren. Der Unterschied zu Elversberg ist, dass sich die Niedersachsen selbst bei einem Erfolgserlebnis im eigenen Stadion womöglich nur für die Relegation qualifizieren - das wird auch das Mindestziel vom Tabellendritten sein. Die beste Rückrundenmannschaft könnte am Ende jedoch auch der weinende Vierte werden.

In Nürnberg stehen die Zeichen auf Zukunftsplanung. Wie schon am vergangenen Spieltag wird sich der FCN von seiner bestmöglichen Seite präsentieren, um sich Selbstvertrauen für die neue Saison frühzeitig zu erspielen. Ein 3:0-Sieg im Kumpelduell mit Schalke waren ein deutliches Zeichen, dass Nürnberg nicht nur die ruhige Kugel spielen wird. Ärgert der FCN daher auch Hannover?

SV98 gegen SCP07: Paderborn muss auf Patzer hoffen

Es hätte ein spannendes Fotofinish zwischen beiden Mannschaften werden können, aber der SV Darmstadt 98 verabschiedete sich frühzeitig aus dem Aufstiegsrennen. Seit acht Spielen warten die Lilien auf einen Sieg und könnten daher am letzten Spieltag noch einmal alles in die Waagschale werfen, um die Saison versöhnlich zu Ende zu bringen. Cheftrainer Florian Kohfeldt und Sportchef Paul Fernie, deren Verträge beide verlängert wurden, werden dann den Angriff in der nächsten Spielzeit planen.

Paderborn kann den großen Wurf noch schaffen, obwohl wieder einmal alle Spiele gegen die direkten Konkurrenten ohne Erfolgserlebnis für die Ostwestfalen ausgingen. Werden es am Ende die Schlüsselspiele für die Kettemann-Elf gewesen sein? Womöglich ist es für die Paderborner ein gutes Omen, dass Darmstadt nicht mehr als Konkurrent zählt. Klar ist aber auch, dass der SCP07 nur noch etwas erreichen wird, wenn die Konkurrenten patzen - vorausgesetzt, die eigenen Aufgaben werden erledigt.

SpVgg gegen F95: Fürth am Abgrund

Fürth hilft nur noch ein Sieg. Zwei Punkte trennen das Kleeblatt vom Abstiegs-Relegationsplatz und drei Zähler zum rettenden Ufer. Dort steht Fortuna Düsseldorf - und das birgt Potential zu einem Abstiegskrimi. Gewinnt Fürth mit einem Abstand von drei Toren gegen Düsseldorf, dann wird die Spielvereinigung die Fortuna noch im direkten Duell überholen. Und trotzdem könnte auch das am Ende nur für Platz 16 reichen, wenn keine weitere Schützenhilfe folgt. Auf einen Patzer von Bielefeld ist das Kleeblatt in vielen Fällen angewiesen.

Nach dem furiosen Auftritt gegen Elversberg (3:1) ist die Hoffnung im Rheinland groß, dass eine katastrophale Saison ihr versöhnliche Ende findet. Dazu muss Düsseldorf die Fürther über die Klippe stoßen. Gewinnt die Fortuna im Frankenland, dann kann der Klub mit Alexander Ende eine neue Saison planen. Bei einer Niederlage droht der Absturz - und dem Cheftrainer das Kuriosum, dass er mit zwei Vereinen gleichzeitig absteigen würde. Nicht nur wegen des Fußballlehrers wird Düsseldorf das verhindern wollen.

S04 gegen BTSV: Muslic fordert seriösen Auftritt

In Nürnberg waren die Beine am Ende doch etwas schwerer, wie Top-Stürmer Edin Dzeko nach dem Kurztrip nach Ibiza zugab. Schalke ist Zweitliga-Meister und musste in der letzten Begegnung auch keine Konsequenzen mehr befürchten, aber für das Duell gegen Braunschweig kündigte Cheftrainer Miron Muslic schon volle Konzentration an, um sich nicht der Wettbewerbsverzerrung schuldig zu machen. Im Angesicht der Zweitliga-Trophäe wollen die Königsblauen im letzten Heimspiel ihr wahres Gesicht noch einmal zeigen.

Spielt Braunschweig noch einmal die Zweitliga-Relegation oder kann sich die Eintracht noch einmal auf Platz 15 über die Ziellinie retten. In den vergangenen drei Jahren stand der BTSV zwei Mal punktgenau auf dem rettenden Ufer und setzte sich ein Mal in den Entscheidungsspielen durch. Dank des Sieges gegen Dresden (2:1) hat sich die Kornetka-Elf dieses Mal jedoch schon Platz 14 erspielt, weshalb der BTSV mit einem Sieg auf Schalke alles in der eigenen Hand hätte. Und genau das war in der Hinrunde schon gelungen.

DSC gegen BSC: Wird Bielefeld am Ende bestraft?

Arminia Bielefeld stand nach dem 18. Spieltag ein einziges Mal unter dem Strich - und nach dem 33. Spieltag. Die Ostwestfalen, die mit so viel Euphorie und dem Rückenwind vom DFB-Pokalfinale in die Saison gegangen waren, hielten sich im Unterhaus fast durchgängig unbeschadet. Doch jetzt könnten die Ostwestfalen ausgerechnet am letzten Spieltag vor dem Absturz stehen. Bei einer Niederlage im letzten Heimspiel droht sogar der direkte Abstiegsplatz, wenn Fürth gegen Düsseldorf gewinnt. Der Druck ist größer als je zuvor in dieser Saison.

Hertha BSC spielte vergangene Woche vorbildlich für den Wettbewerb, indem der Hauptstadtklub einen 2:1-Sieg trotz Unterzahl gegen Fürth holte. Die Berliner haben sich daher keine Vorwürfe zu machen, was ein Auslaufen der Saison angeht. Gerade im Frankenland ist die Hoffnung groß, dass sich die Mannschaft von Ex-Fürther Stefan Leitl auch am 34. Spieltag wieder so präsentiert. Es wird das Ziel sein, denn Hertha will einigen Spielern im Kader noch die gute Perspektive für die kommende Saison beweisen.

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