Anfield Index
·19. September 2026
Andoni Iraola verrät Details zu Liverpools Trainingseinheiten

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·19. September 2026

Andoni Iraola hat in Liverpool bereits eine einfache Wahrheit erkannt. Wenn deine Mannschaft alle drei Tage spielt, wird richtiges Training zum Luxus.
Das ist die Realität, mit der sich der neue Cheftrainer konfrontiert sieht, während Liverpool zu Beginn der Saison Verpflichtungen in der Premier League, der Champions League und dem Carabao Cup unter einen Hut bringen muss. Die Ergebnisse waren bislang solide genug – ein Sieg gegen Atletico Madrid, ein torloses Unentschieden gegen Fulham und ein 3:1-Erfolg gegen Tottenham Hotspur –, doch das größere Thema ist, was zwischen den Spielen passiert.
Iraola hat sich mit Intensität einen Namen gemacht. Die Spieler bemerkten das schon in der Saisonvorbereitung, und Liverpool wollte genau diesen Vorteil, als man ihn im Juni verpflichtete. Doch Intensität zu wollen und sie über einen vollgepackten Spielplan hinweg umsetzen zu können, sind zwei verschiedene Dinge. Bei einem Spitzenklub, der auf mehreren Hochzeiten tanzt, gibt es deutlich weniger Zeit auf dem Platz und deutlich mehr Regeneration, Analyse und Rotation.
Iraola brachte es schlicht auf den Punkt: „Man muss sich daran gewöhnen, nicht trainieren zu können.“ Das fasst es zusammen. Hier gibt es kein Geheimnis. Wenn die Spiele Schlag auf Schlag kommen, bleiben den Trainern eher Videoeinheiten, taktische Besprechungen und kurze Anweisungen statt langer, intensiver Übungen.
Er erklärte das Problem klar. „Offensichtlich besteht es, wenn man alle drei Tage spielt, größtenteils aus Videoarbeit, Arbeit an der Taktiktafel. Manchmal geht es einfach nur darum zu sagen, was die Mannschaft braucht.“
Das mag jeden Trainer frustrieren, der seine Ideen immer wieder auf dem Platz einstudieren lassen will, aber es hat keinen Sinn, etwas anderes vorzutäuschen. Liverpool befindet sich jetzt in einem Rhythmus, in dem Frische genauso wichtig ist wie Taktik. Der Trainer muss die Belastung dosieren, nicht jeden Tag noch mehr verlangen.
Die Zahlen sprechen für sich. „Wir werden in diesem Spielplan definitiv mehr als 12, 13 oder 14 Spieler brauchen. Nach der Länderspielpause haben wir vier Spiele in neun oder 10 Tagen oder so etwas Verrücktes.“
Das ist keine Beschwerde. Das ist gesunder Menschenverstand. Fußball auf Topniveau bestraft Mannschaften, die sich zu lange auf eine Kerngruppe verlassen. Iraola weiß das, und er sagt schon jetzt ganz offen, dass Rotation keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Seine Sicht auf das Kader-Management ist erfrischend direkt. Status spielt keine Rolle, Ablösesummen spielen keine Rolle, Ruf spielt keine Rolle. „Selbst wenn ich dieselbe [Mannschaft] wiederholen wollte, könnte ich das nicht, weil der Moment kommt, in dem die Spieler nicht noch einmal gehen können.“
Er wies auch die Idee zurück, dass teure Spieler eine Sonderbehandlung verdienen. „Für mich sind die Anforderungen an die Spieler und Positionen dieselben. Ich gebe einem Spieler keine anderen Anweisungen, weil er teurer ist, als einem anderen Spieler, der uns weniger Geld gekostet hat.“
Genau so sollte es sein. Ein System funktioniert nur mit Klarheit. Wenn ein Spieler presst und ein anderer spazieren geht, weil er mehr gekostet hat, fällt das ganze Konstrukt auseinander. Iraolas Punkt ist simpel und richtig: Die Standards bleiben gleich, auch wenn die Rollen je nach Spieler angepasst werden müssen.
Wie er es ausdrückte: „Die Anforderungen sind dieselben. Aber ich muss mich auch an die Dinge anpassen, die manche Spieler können und andere nicht können. Die Stärken und Schwächen der Spieler sind unterschiedlich, also müssen wir die Mannschaft immer so anpassen, dass wir die kollektive Seite davon bestmöglich ausschöpfen.“
Das ist die Balance, die jeder ernsthafte Trainer anstrebt. Einheitliches Engagement, maßgeschneiderter Einsatz.
Ein Spieler, der beim Sieg gegen Spurs auffiel, war Lewis Koumas. Der 20-jährige Angreifer wurde zum Spieler des Spiels gewählt und gab der Mannschaft Energie, Bewegung und eine klare Bereitschaft zu arbeiten. Iraola gefiel vieles von dem, was er sah, doch er achtete darauf, es nicht zu übertreiben.
„Ich liebe den Ehrgeiz von Koumas, ich liebe, was er der Mannschaft gibt, aber jeder Spieler hat unterschiedliche Schwächen und Stärken.“ Wieder kein großes Aufheben, kein Hype. Einfach eine nüchterne Einschätzung.

Foto: IMAGO
Iraola sieht in Koumas ein Beispiel für jüngere Spieler, die sich in die Mannschaft drängen wollen. „Er ist ein gutes Beispiel, besonders für die Spieler aus der Akademie. Er nutzt seine Chance und tut alles, um Spielminuten zu bekommen. Er ist bereit, als Nummer 7, 11, 10 oder 9 zu spielen oder wo auch immer wir ihn einsetzen.“
Diese Vielseitigkeit hilft, besonders in einem Kader, der unerbittlichen Anforderungen ausgesetzt ist. Doch das Lob kam mit einer Warnung. „Alles ist sehr positiv, aber ich muss mit Koumas auch in anderen Bereichen viel arbeiten. Es gibt Dinge, die er verbessern muss.“
Und das ist das vernünftige Fazit. Nützlicher Spieler, gute Einstellung, starker Einfluss, aber immer noch vieles zu verbessern. Iraola schloss mit einem Satz, der wohl erklärt, warum Koumas überhaupt auffällt. „Seine Energie ist gut für die Mannschaft, sie ist ansteckend, aber er weiß auch, dass er sich in anderen Dingen verbessern muss, und daran arbeiten wir.“
Liverpools Spielplan wird den Kader weiter fordern. Iraola weiß das jetzt. Weniger Training, mehr Management, klügere Rotation. Keine Romantik dabei, nur der Job.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.
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