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·14. Mai 2026

Anti-Pérez-Banner im Bernabéu einkassiert – Sicherheitsgrund?

Artikelbild:Anti-Pérez-Banner im Bernabéu einkassiert – Sicherheitsgrund?
Artikelbild:Anti-Pérez-Banner im Bernabéu einkassiert – Sicherheitsgrund?

Eine Aufforderung an Pérez, sich vom Acker zu machen – Foto: Getty Images

Sichtbare Kritik an Pérez

MADRID. Keine Meinungsfreiheit im Estadio Santiago Bernabéu? Im Rahmen der LaLiga-Partie von Real Madrid am Donnerstag gegen Real Oviedo (2:0) sind Fans im Unterrang von Sicherheitsleuten Banner entrissen worden, auf denen Kritik an Präsident Florentino Pérez geäußert wurde. Auf einem stand „Florentino, vete ya“ geschrieben, auf einem anderen „Florentino, culpable“.


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Übersetzt: Der Präsident solle abhauen, den Verein verlassen, er sei der Schuldige an der sportlichen Misere, die sich nun schon in die zweite Saison in Folge gezogen hat. Ein drittes Transparent, das den Rücktritt forderte („Florentino, dimisión“), sei noch vor dem Aufzeigen einkassiert worden.

Im Vorfeld des Spiels machten in den Straßen vor dem Stadion zudem einmal mehr die von Pérez vor mehr als zehn Jahren rausgeworfenen Ultras Sur Stimmung gegen den 79-Jährigen, der sich vor dem Anpfiff auf der Ehrentribüne unüblicherweise mit Personen aus dem Block vor ihm austauschte – und sogar stritt? Abgelichtet wurde das Oberhaupt der Königlichen aber ebenso, als es offenbar bejubelt wurde, seine Arme winkend und dankend jedenfalls nach oben riss.

Sicherheitsrichtlinie soll der Grund sein

Zwischen dem Clásico gegen den FC Barcelona am vergangenen Sonntag (0:2) und dem Heimspiel gegen den Absteiger hatte Pérez mit einer einstündigen Pressekonferenz für reichlich Aufruhr gesorgt, indem er beispiellos über Medien und Journalisten hergezogen war.

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Pérez wird beklatscht und winkt – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Es hat den Anschein, als dürften Madridistas zu diesem Auftritt und anderen Angelegenheiten im Stadion keine Meinung abgeben, wenn diese unliebsam ist. Oder? Das Eingreifen der Sicherheitsleute hat primär offenbar einen anderen Hintergrund: Nach Angaben des Radiosenders COPE ließ Real verlauten, die Banner hätten aus einem nicht feuerfesten Material bestanden, was ein Verstoß gegen das Gesetz bei Veranstaltungen dieser Art sei. Transparente müssen zudem ein entsprechendes Zertifikat aufweisen. Diese Sicherheitsrichtlinie zu ignorieren, würde eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Pérez fürchtete sich nicht vor Kritik

Dass Pérez im Vorfeld die Anweisung gab, Banner gegen sich einzukassieren, würde jedenfalls nicht vollends zu seinen aktuellen Kurs passen. Zwar bemängelte der Vereinschef dieser Tage einerseits, dass in der Öffentlichkeit aufgrund des ausbleibenden Erfolgs in Form von Titeln derart harsche Kritik am Real anno 2026 geübt wird – speziell seitens der Medien.

Andererseits rief er am Dienstag eine Neuwahl des Präsidenten aus. Er versteckt sich in der Krise nicht, stellt sich seinen potentiellen Kontrahenten sowie alles und jedem, der meint, sich aufzulehnen – obwohl er erst Anfang 2025 in dem Amt bestätigt wurde, das eigentlich noch bis 2029 ihm gehört hätte. Zudem: Ob er sich Sorgen machen würde, dass es gegen Oviedo zu kritischen Sprechchören kommt, wurde Pérez am Dienstag erst am Mittwochabend von Josep Pedrerol im Studio von TV-Sender LA SEXTA gefragt. Seine Antwort: „Nein. Wie soll mich das denn besorgen? Ich bin doch schon ein Vierteljahrhundert hier, Josep.“ Am Ende lachte er. Wenn bis zum 23. Mai nicht nur Pérez seine offizielle Kandidatur einreicht, findet die Wahl offenbar am 7. Juni statt.

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